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Jeder ist Teil des Ganzen

10.05.2022

Leserbrief

Jeder ist Teil des Ganzen

 

Zu: „Immer mehr Probleme bei Schwangeren“ vom 2. Mai

 

Wenn es um die Gesundheit der Menschen im Zollernalbkreis geht und die AOK Neckar-Alb vermehrte Auffälligkeiten berichtet (unter anderem erhöhte Eiweißausscheidung, verminderte Durchblutung, Nierenfunktionseinschränkung, Lungenödem, neurologische Störungen, Fehl- oder Totgeburten, angeborene Fehlbildungen beim Neugeborenen) und diese Zeitung ihrer Informationspflicht nachkommend obigen Artikel bringt, so ist es irritierend in der Mitte als fettgedruckte Zeile zu lesen: „ungesunder Lebensstil vermutet“. Ich komm’ nicht umhin, darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist, nachzuforschen, wie viele und welche Schadstoffe zunehmend in dieser, unserer Region sind, und bitte die Verantwortlichen, sich der Sache anzunehmen.

 

Was macht uns wirklich krank? Sicherlich nicht nur ein ungesunder Lebensstil. Unabhängige Umweltverträglichkeitsprüfungen (Luft/Boden/Wasser) tun Not. Umweltgifte potenzieren sich, somit macht „von allem zu viel“ übermorgen einem jeden von uns auf die ein oder andere Weise zu schaffen. Respektvolles Nachfragen von immer mehr Mitbürgern und eine verbindende, „gutes Klima“ fördernde Berichterstattung sind absolut wünschenswert. Jeder kann etwas tun. Jeder ist ein Teil des Ganzen.

Autorin: Ilona Hildwein, Balingen

Quelle: zak

https://epaper2.zak.de/ePaper/

 

02.05.2022

 

 

Immer mehr Probleme bei Schwangeren

 

Gesundheit - Die Zahl werdender Mütter mit Komplikationen während der Schwangerschaft wächst laut der AOK.

 

Balingen. Die Geburt eines Kindes gehört zu den schönsten Ereignissen im Leben. Bis zu diesem Tag leiden jedoch viele Frauen unter Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes oder Präeklampsie (Bluthochdruck). Das gibt die AOK Neckar-Alb in einer Pressemitteilung bekannt.

 

Im Zollernalbkreis waren im Jahr 2020 334 Schwangere davon betroffen, in ganz Baden-Württemberg 15149, so eine aktuelle Auswertung der AOK. Besorgniserregend sei die deutliche Zunahme der Behandlungszahlen in den letzten Jahren, im Zollernalbkreis zwar moderater um jährlich 2,9 Prozent im Schnitt. Die landesweite jährliche Veränderung liegt bei 4,8 Prozent. Diese auffällige Zunahme bestätigen auch Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI).

 

 

Ungesunder Lebensstil vermutet

 

 

Mögliche Gründe für den Anstieg in den vergangenen Jahren sehen Mediziner im ungesünderen Lebensstil mit ansteigenden Zahlen unter anderem an Bluthochdruck und Diabetes. „Die grundlegenden Ursachen für Schwangerschaftsdiabetes sind die Veranlagung zu Übergewicht, Bewegungsarmut und ungesunde Ernährung. Viele Menschen haben dadurch auch ein erhöhtes Risiko für das Auftreten eines Typ-2-Diabetes“, erläutert AOK-Ärztin Dr. Gudula Kirtschig. Generell bringe eine Schwangerschaft große körperliche Veränderungen mit sich. „Der komplette Hormonhaushalt der werdenden Mutter stellt sich um, der Stoffwechsel kann aus dem Gleichgewicht geraten, ebenfalls mit der Folge Schwangerschaftsdiabetes“, merkt die Ärztin an, „diese wiederum wird mit einer Reihe anderer Komplikationen während einer Schwangerschaft in Verbindung gebracht: Präeklampsie, Kaiserschnitt, Fehl- oder Totgeburten sowie schwere angeborene Fehlbildungen beim Neugeborenen.“

 

 

Bei einer Präeklampsie leiden die Betroffenen nach der 20. Schwangerschaftswoche unter Bluthochdruck und weisen eine erhöhte Eiweißausscheidung im Urin auf. Etwa jede zehnte Schwangere ist laut Informationen der AOK Neckar-Alb davon betroffen. Der Bluthochdruck entstehe wahrscheinlich durch eine verminderte Durchblutung der Plazenta und damit verbundenen Entzündungsreaktionen. Anzeichen für eine Präeklampsie sind Nierenfunktionseinschränkung, Lungenödem, neurologische Störungen oder eine Wachstumsverzögerung des Ungeborenen, schreibt die AOK abschließend in ihrer Mitteilung.

Quelle: zak

https://epaper2.zak.de/ePaper/