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05.10.2021

Die Profiteure vom Emissionshandel
Milliarden-Gewinne statt Klimaschutz

von Hans Koberstein, Olaf Lippegaus und Ana Pecanic

Eigentlich sollte der europäische Emissionshandel den CO2-Ausstoß teuer machen, damit Unternehmen klimafreundlicher werden.

Doch viele Industriekonzerne machen trotz des hohen CO2-Ausstoßes dank Emissionshandel satte Extragewinne.

 

https://www.zdf.de/politik/frontal/co2-zertifikate-extragewinne-dank-emissionshandel-100.html?fbclid=IwAR3PEWtw1GO3QIZv__L9hPm-ocLZcyEu7jCJMR6MeJEd_Aaoxbf35447Z6I

05.10.2021

Extragewinne statt Klimaschutz

Industrie profitiert von Emissionshandel
                                                  von Hans Koberstein

 

Ein sehr guter Beitrag im ZDF vom 05.10.2021

 

Der Ausstoß des Klimakillers CO2 sollte Geld kosten, damit die Industrie klimafreundlicher wird. Tatsächlich aber machen Industriekonzerne satte Gewinne mit dem Emissionshandel.

50 Milliarden Euro Extragewinne für die europäische Industrie - so lautet die Bilanz von zwölf Jahren Emissionshandel, nach Berechnungen des niederländischen Instituts CE Delft.

Dabei sollte der Emissionshandel den Ausstoß von CO2 teuer machen. Für jede Tonne CO2 brauchen große Industrieunternehmen ein sogenanntes CO2-Zertifikat, das Geld kostet. So haben die Unternehmen einen Anreiz, ihren CO2-Ausstoß zu senken.

Industrie bekam CO2-Zertifikate geschenkt

In der Theorie ist das ein guter Plan, erklärt Frank Peter vom Think Tank Agora Energiewende. Aber, "der Emissionshandel hat definitiv in der Vergangenheit nicht gut funktioniert", so der Experte, die Emissionen bei der Industrie seien über die letzten zehn Jahre nicht gesunken.

Der Grund: Viele Industriekonzerne mussten für ihren CO2-Ausstoß nichts bezahlen. Denn die CO2-Zertifikate wurde den Unternehmen ganz überwiegend geschenkt.

Frontal 21 widmet sich am 05.10.2021 um 21.10 Uhr ausführlich den Profiteuren des Emissionshandels. Beiträge der Sendung und auch die Dokumentation können Sie in der ZDF-Mediathek und auf dem ZDFheute-YouTube-Kanal ansehen.

Milliarden-Gewinne statt Klimaschutz

 

 

Frontal 21 widmet sich am 05.10.2021 um 21.10 Uhr ausführlich den Profiteuren des Emissionshandels. Beiträge der Sendung und auch die Dokumentation können

Sie in der ZDF-Mediathek und auf dem ZDFheute-YouTube-Kanal ansehen.

 

CO2-Ausstoß der Zementindustrie bleibt gleich
Luuk Sengers ist Datenjournalist in den Niederlanden und hat die offizielle Datenbank der Europäischen Kommission ausgewertet.

  •     40 der größten Klimaverschmutzer Europas haben mehr CO2-Zertifikate geschenkt
        bekommen, als sie brauchten.

Luuk Sengers, Datenjournalist

Diese Zertifikate sind bares Geld wert. Der deutsche Zementkonzern HeidelbergCement etwa habe seit 2008 rund 45 Millionen Zertifikate mehr erhalten als benötigt, erklärt Sengers. Das entspreche Stand heute rechnerisch einem Wert von mehr als zwei Milliarden Euro. HeidelbergCement will das auf Nachfrage nicht kommentieren. "Aus wettbewerblichen Gründen äußern wir uns nicht zu unseren Handelsaktivitäten", so das Unternehmen auf Nachfrage der ZDF-Magazins "frontal".

Fest steht: Der CO2-Ausstoß der deutschen Zementindustrie ist nach amtlichen Daten seit Beginn des Emissionshandels gleich geblieben. Klimaschutz? Fehlanzeige.

Gewinne mit Emissionshandel

"Der Emissionshandel war dafür gedacht, dass die Industrie für das Klimagas CO2 bezahlt", so Sengers. "Wir sehen aber, dass die größten Verursacher mit dem Emissionshandel Gewinne erzielen."

Die Industrie wurde im Emissionshandel bislang geschont, um zu verhindern, dass Betriebe abwandern und Arbeitsplätze verloren gehen, erklärt Energieexperte Frank Peter. Das sei zwar gelungen - doch infolgedessen seien die CO2-Emissionen nicht nennenswert gesunken.

       

So funktioniert der Emissionshandel...

  • Der europäische Emissionshandel funktioniert über den Handel von Zertifikaten, die Anlagenbetreiber vom Staat bekommen, kostenlos oder über Versteigerungen.P
  • Pro Zertifikat ist es dem Inhaber erlaubt, eine Tonne CO2 auszustoßen.
  • Der Preis der Zertifikate soll dabei Anreize setzen, Emissionen zu senken.
  • In Deutschland gibt es zusätzlich seit 2021 auch einen nationalen Emissionshandel für die Sektoren Wärmeerzeugung und Verkehr, die bislang nicht im europäischen Emissionshandel integriert sind. Das Prinzip ist das gleiche. Nur, dass der deutsche Emissionshandel auf die Brennstoffe Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssiggas, Erdgas und ab 2023 auch Kohle abzielt. 
  • Derzeit liegt der CO₂-Preis in Deutschland bei 25 Euro pro Tonne und soll bis 2026 auf 55 bis 65 Euro steigen.
  • Eine 2020 erschienene Analyse des Umweltbundesamts beziffert die Kosten von CO2-Emissionen auf 195 Euro pro Tonne. Das wäre der notwendige Preis, sagt Claudia Kemfert vom DIW Berlin.   


Green Deal: Gratis-Zertifikate für Industrie bis 2025

Auch im Bundesumweltministerium blickt man kritisch auf den Emissionshandel.

  • Wir haben in der Vergangenheit, das will ich gar nicht bestreiten, auch im Emissionshandel Fehler gehabt.
    Jochen Flasbarth, zuständiger Staatssekretär

Diese Fehler seien mittlerweile behoben. "Das System wird seine Dienste tun", so Jochen Flasbarth. Doch daran gibt es Zweifel. Denn die Industrie besteht darauf, auch weiterhin die CO2-Zertifikate umsonst zu erhalten - und stößt damit auf offene Ohren in der Politik.

So schlug EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen jüngst in ihrem Green Deal vor: Die Industrie soll auch weiterhin Gratis-Zertifikate erhalten, mindestens bis 2025.

https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/industrie-emissionshandel-co2-100.html

26.02.2021

Wir müssen in Zukunft anders bauen!

Sven Plögers Klimablick

  Bei der Zementherstellung entsteht mehr CO2 als durch den gesamten Flug- und Schiffverkehr. Für Diplom-Meteorologe Sven Plöger muss sich das schnell ändern: Doch welche Alternativen gibt es? Und wie müssen wir in Zukunft anders bauen? Inwiefern kann Holz Beton ersetzen?  

  Wetterexperte Plöger nimmt in dem Video zu Zementherstellung, CO2 Emissionen Zementwerke und nachhaltiges Bauen Stellung.

 

   Leider nicht für die Auswirkungen der gesamten Luftverschmutzung durch viele andere Giftabgase, die zusätzlich zu CO2 emittieren wie CO, NOx, Ammoniak, SO, Cges und viele Schwermetalle und toxischen Stoffe. 

Dieses Video ist eine Produktion des SWR, in Zusammenarbeit mit objektiv media.

 

12.02.2021

Klimakiller Zement

Drei Milliarden Tonnen CO2 jedes Jahr – allein durch Zement | heute-show vom 12.02.2021

 58.541 Aufrufe •12.02.2021

Die Leute interessierten sich für für ihre Umwelt - einfach toll!!!

ZDF heute-show - 1,06 Mio. Abonnenten

 

Wäre die Zementindustrie ein Land, stünde sie auf dem dritten Platz, was den CO2-Ausstoß angeht, direkt hinter den USA und China.

 

Ganz interessant sind die Kommentare zur Sendung auf youtube.

 

Quelle: ZDF heute-show vom 12.02.2021
Zur ganzen heute-show in der Mediathek: https://kurz.zdf.de/hs2103yt/

Quelle: Ausschnitt auf youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=0xIXGRA2bRk

29.08.2020

Ökopunkte als moderner Ablasshandel?
Die Ökopunkte-Lüge - Wie mit der Natur Kasse gemacht wird
Ökopunkte sollen eigentlich für umweltgerechten Ausgleich von Baumaßnahmen sorgen. Recherchen von REPORT MAINZ zeigen, dass das System mit Ökopunkten oft nicht funktioniert. Umweltschützer sprechen von "modernem Ablasshandel" für die Bauindustrie.

Wenn irgendwo in Deutschland ein Baugebiet ausgewiesen wird, muss dafür laut Gesetz ein Ausgleich geschaffen werden. Man könnte für 10 Hektar neue Versiegelung, 10 Hektar Beton an anderer Stelle abreißen. Doch das passiert fast nie. Denn der "Ausgleich" kann z.B. auch über sogenannte "Ökopunkte" gemacht werden. Kritiker bezeichnen das als modernen Ablasshandel. Ein Beispiel: ein Acker wird in eine Wiese umgewandelt – dafür kann sich der Besitzer "Ökopunkte" gutschreiben lassen. Und diese Ökopunkte darf er verkaufen – an eine Kommune oder einen Bauträger. Und die können damit dann ihr Bauvorhaben ausgleichen. Für die Kommunen ist es damit einfacher geworden, neue Baugebiete auszuweisen – wer keine Ausgleichsfläche hat, kauft Punkte. Und die gibt`s mittlerweile sogar bei Ebay. Ein Freifahrtschein für eine weitere Versiegelung, sagen Kritiker.
Stand: 20.8.2019, 15.45 Uhr

Inhalt:
    Teil 1: Die Ökopunkte-Lüge - Wie mit der Natur Kasse gemacht wird
    Teil 2: Text des Beitrags
    Teil 3: Meldung zum Beitrag

Quelle: Report Mainz

https://www.swr.de/report/oekopunkte-als-moderner-ablasshandel-die-oekopunkte-luege-wie-mit-der-natur-kasse-gemacht-wird/-/id=233454/did=24392852/nid=233454/1eypnhd/index.html

18.08.2020

 

Gefährliche Schadstoffe

Wie umweltschädlich ist Müllverbrennung in Zementwerken?

06.08.2020

Streit um Zementwerk Dotternhausen

 

In der heutigen Sendung: Zur Sache! Baden-Württemberg des SWR wurde ein Beitrag über die Müllverbrennung im Holcim-Zementwerk Dotternhausen gesendet.

Zementwerke dürfen Müll verbrennen. Anwohner in Dotternhausen fürchten die giftigen Abgase, weil die Filter für die Müllverbrennung nicht ausreichten.

Über folgenden LINK erreichen Sie den Beitrag:

https://www.swrfernsehen.de/zur-sache-bw/streit-um-zementwerk-dotternhausen-100.html

20.10.2019

Das Recycling-Märchen und die starken Kinder
 "Terra Xpress" will wissen: Wie sieht es wirklich aus beim Thema Recycling und Müllentsorgung? Was ist scheinbar heile Welt und was wirklich Realität? Die Fakten sind ernüchternd.

Eine Gefährdung ist nicht auszuschließen
Rund sechs Millionen Tonnen Kunststoffabfälle werden jährlich in Deutschland produziert. Ein Großteil davon wird verbrannt, und manches landet statt im Recyclingwerk im Ausland. Welche Folgen hat das für uns und unsere Gesundheit und was muss sich ändern?
Wenn unprofessionell entsorgt wird, können giftige Kunststoffreste über das Wasser, den Boden und die Luft zu uns Menschen zurückgelangen. Die erste Etappe der Spurensuche führt "Terra Xpress" an die deutsch-polnische Grenze. Als in Polen eine Mülldeponie unter anderem mit deutschem Plastikmüll brennt, geraten auch Kinder und Erzieher eines Kindergartens in Deutschland in Atemnot. Der Rauch ist unerträglich, eine Gefährdung ist nicht auszuschließen. Eltern, Erzieher und Einwohner sind verunsichert. Was steckt dahinter?
Es fehlen einheitliche Vorschriften
In Nordrhein-Westfalen bestätigt der Betreiber einer Müllsortieranlage, dass ein nicht geringer Teil des von Verbrauchern im Gelben Sack gesammelten Plastikmülls offiziell zwar als recycelt verbucht wird. Das heißt aber noch lange nicht, dass daraus wieder Kunststoffe werden.
Immer wieder wird Plastikmüll unbemerkt von der Bevölkerung ins Ausland geschafft oder er dient Industriebetrieben als sogenannter Ersatzbrennstoff. Doch fehlen bei der Verbrennung einheitliche Vorschriften für geeignete Filteranlagen, so können gefährliche Stoffe aus dem Altplastik in die Luft gelangen. Anwohner, die neben Industrieanlagen leben, die Plastikmüll verbrennen, sind alarmiert, wie "Terra Xpress" bei Bürgerinitiativen erfährt.
Eine systematische Forschung wird nicht finanziert
Weiter führt die Spurensuche zu einer Klinik für Zahnmedizin in Gießen. Schon seit einiger Zeit werden hier Kinder mit einem beunruhigenden Krankheitsbild behandelt, den sogenannten Kreidezähnen. Hierbei sind die Zähne der Kinder porös und weich. Liegt die Ursache dafür in einem speziellen Zusatzstoff von Kunststoffprodukten? "Wir wissen viel zu wenig. Wir bräuchten viel mehr Forschung auf dem Gebiet, um die wirklichen Ursachen für die Kreidezähne festzustellen", so der leitende Zahnarzt.
Doch eine systematische Forschung zu den Ursachen der Krankheit werde nicht finanziert. In Deutschland wird beispielsweise der Zusatzstoff Bisphenol A weiter in Produkten eingesetzt, zum Beispiel in Plastikspielzeug und Lebensmittelbehältern sowie als Beschichtung bei Kassenbons. In anderen Ländern gibt es strengere Vorschriften für Plastikzusatzstoffe. So hat Frankreich Bisphenol A für Lebensmittelverpackungen bereits verboten.
Quelle: zdf

https://www.zdf.de/wissen/terra-xpress/das-recycling-maerchen-wie-kunststoffe-die-umwelt-bedrohen-100.html

20.10.2019

Das Recycling-Märchen
"Terra Xpress" will wissen: Wie sieht es wirklich aus beim Thema Recycling und Müllentsorgung? Was ist scheinbar heile Welt und was wirklich Realität? Die Fakten sind ernüchternd.
Aufnahmen vor dem Zementwerk,Bodenproben
Teilnehmer: Norbert Majer, Harry Block, Günter Schäfer, Rall Siegfried und viele Bi-Mitglieder

2018

ZAK Stories –  Wie viel Macht hat die Zementlobby? 

Online-Dokumentation des Zollern-Alb-Kuriers 


12.04.2018

Giftschleuder Zementwerke – DokuCorrectiv im RTL Nachtjournal Spezial

 

Wer sich für Zementwerke und Ihre Emissionen interessiert, sollte sich den YouTube-Beitrag nicht entgehen lassen.

 

Wie Harry Block sich im Filmbericht ausdrückt, „die Menschen fallen ja nicht gleich tot um“, aber es wird vermutlich wenig Bürger geben, die diese Luftschadstoffe über Jahre hinweg unbelastet überstehen. Diese Gesundheitsschäden sind dann allerdings irreparabel!

Etwa 50 Prozent der gelben Tonne wird nicht recycled, sondern verbrannt – zum Beispiel in Zementwerken. Bürger in mehreren Gemeinden sind alarmiert.



27.06.2017Z

Zur Sache Baden-Württemberg! - SWR

Thema: Dicke Luft auf der Zollernalb

Mit Autoreifen, Plastik und Klärschlamm werden die Öfen im Zementwerk Dotternhausen befeuert. Bürger fürchten um ihre Gesundheit.

Teilnehmer: Otto Scherer, Norbert Maier, Renate Ritter, Harry Block, Eppler Roland, Günter Schäfer, u. a.

 

Download dauert 4 Sekunden!!!


Drohnenflug über den Plettenberg

 

 

In diesem Video ist die einzigartige Schönheit der Natur auf dem Plettenberg sowie die Einbettung in die großartige Landschaft der schwäbischen Alb eindrucksvoll zu sehen.


Drohnenflug im Jahr 2015 über den Plettenberg

  

 

Ein kurzer Rundflug über den Plettenberg im Herbst 2015

Sternmarsch Bürgerinitiative Pro Plettenberg

RTF.1-Nachrichten

 

Am 30. August 2015 fanden sich 250 Menschen zu einem Protestmarsch gegen die Erweiterung der Abbaufläche auf dem Pelttenberg ein.

1975 Plettenbergabbau zum "Platten"berg

SWR

 

Ein Betrag des SWR aus dem Jahr 1975 über die schon damals diskutierbergte "Köpfung" des Plettenbergs um 60m, so dass er zum "Platten"berg würde.

 

Beitrag mit den Altbürgermeistern von Dotternhausen Herr Waller und Herr Majer, sowie dem damaligen Albvereins-Vorsitzenden Willi Hess.