Leserbriefe zum Thema Seilschwebebahn

15.10.2020

Umwelt: Schutz oder Nutz?
BETRIFFT: Bericht »Revision bei Holcim« vom 6. Oktober

07.10.2020

 

Geld und Macht
BETRIFFT: Holcim

Würde der Bürger sich so verhalten wie Holcim, dann könnte er mit 100 durchs Dorf rasen, Alkohol vor dem Fahren trinken und parken wo er will.
Die Firma Holcim tut was sie will.
Die Behörden haben das zu akzeptieren. Wer das Geld hat, hat die Macht.
Das Handeln beim Bau der Seilbahn zeigte, Lärm und Vorschriften der Berufsgenossenschaft wurden großzügig ausgelegt.
Kontrollen nicht eingesetzt. Beschwerden vom Regierungspräsidium lässig genommen. Einer Demokratie unwürdig.

Autor:  Gebhard Wörner, Balingen

 

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/702906/16

05.10.2020

Wer Geld hat, hat das Recht
Zu: Holcim
Holcim lässt nicht nur giftige Dämpfe mit Sondererlaubnis in die Luft von Dotternhausen, das Unternehmen zeigt auch, was gilt, wenn es eine Seilbahn baut: Holcim ist das Gesetz. Holcim kümmert sich dabei nicht, um die gesetzlichen Vorgaben. Es wurde nachts gebaut, ohne Rücksicht auf Lärmbelästigung – die Vorschriften der Berufsgenossenschaft sind für sie eine Lachnummer. Holcim ist ein Großkonzern. Sie denken, dass Vorschriften nur für andere gelten. Zeit ist Geld, der Profit rechtfertigt dabei die Hektik. Die Beschwerden beim Regierungspräsidium wurden lässig behandelt. Wer das Geld hat, hat das Recht, das merken die Bürger.
Autor:  Gebhard Wörner, Epplergarten 22/1, Balingen

Quelle: zak

https://epaper2.zak.de/ePaper/

01.10.2020

Wo bleiben Naturschutzverbände?
Zu: „Gemeinde sieht sich zu spät informiert“, vom 26. September.
Man hat den Eindruck, dass es gleich weiter geht, wie zu Adrians Zeiten. Geändert hat sich nichts. Holcim missbraucht das Vertrauen des neuen Gemeinderates erneut. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern, solange einige Gemeinderäte die Interessen von Holcim vertreten und nicht die der Bürger – trotz Ihres Amtseids.
In den letzten Vertragsabschlüssen wird dies mehr als deutlich. Mit der Unterzeichnung haben die Verträge dann den behördlichen Segen über alle Instanzen für alle Zeit und Ewigkeit. Holcim wird auch in Zukunft tun und lassen, was sie wollen.
Ein altes Sprichwort sagt: „Ist der Ruf mal ruiniert, lebt sich völlig ungeniert.“ Zunächst entsteht der Gemeinde zwar ein hoher Schaden, bei den zur Zeit geltenden niederen Holzpreisen (immerhin 300 Festmeter zusätzliches Holz), aber wesentlich schlimmer sind die Naturschäden in dem sensiblen Bergwald und der Bergkette .
Laut Stofflergutachten sollte die Seilbahnstation bei Umbauarbeiten, möglichst unsichtbar in den Steinbruch verlegt werden. Dies galt bis 2004, als folgende Änderungen eintraten: Holcim statt Rohrbach, neuer Landrat, neuer Regierungspräsident, von nun an hieß es wohl Naturschutz ade.
Wie wird sich der Naturschutz bei dem Wegfallen eines Biotopes und der gefällten Bäume verhalten? Im Naturschutzgesetz ist alles geregelt. Aber wer kontrolliert dieses? Werden sich die Naturschutzverbände überhaupt zu Wort melden ?
Autor:  Brigitte Jetter-Faiß, Schulstraße 22, Dotternhausen

Quelle:  zak

https://epaper2.zak.de/ePaper/

15.09.2020

Das Mandat zur Verfügung stellen
Zum Holcim-Konflikt

29.08.2020

Behörden bleiben tatenlos
Zu: Seilbahn-Modernisierung der Firma Holcim
Mit dem derzeitigen Bau der Seilbahn ist es Holcim erneut gelungen, den Rechtsstaat und die Bürgerrechte zu hintergehen – und die Behörden schauen tatenlos zu.

Obwohl Holcim während den Verhandlungen schon an der Seilbahn gebaut hat, haben sich die Gemeinderäte von der viel zu niedrigen Pacht von 1000 Euro auf 500 Euro herunterhandeln lassen. Ein völlig lächerlicher Pachtpreis für die 2,3 Kilometer lange und 30 Meter breite Trasse. Im Jahr: 8,7 Cent/m².

Also nichts – und dies ist umso lächerlicher, da durch die Gewinnverlagerung keine Gewerbesteuer in der Gemeinde bleibt und dieser weiterhin verschoben wird! Dieser Betrag entbehrt einfach jeglicher Grundlage. Immerhin ging es um einen neuen Seilbahnvertrag, der die künftige Gemeindeentwicklung gewaltig behindert.
Auch das dauerhafte Verbrennen des schwermetallhaltigen Glasabfalles (Blei, Chrom, Quecksilber, Cadmium, Thallium, Arsen usw.) lässt sich Holcim durch einen kleinen Trick genehmigen. Wenn die Korngröße kleiner als drei Millimeter wird aus Sondermüll per Definition auf einmal vermeintlich „harmloser“ Glasabfall. Diese Praxis wird vom RP Tübingen genehmigt.
Dies alles zeigt: Der Konzern kann wohl tun und lassen, was er will. Öffentliche Kontrolle als eine der ureigenste Aufgaben der Behörden: Fehlanzeige.
Führende Professoren sprechen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (siehe Report Mainz letzte Woche ) offen von Illegalität hinsichtlich der Verbrennungspraxis bei Holcim.

Jedoch bleiben die Behörden weiterhin tatenlos! Wer macht die Behörden für ihr Tun verantwortlich? Die Behörden werden schließlich vom Steuerzahler bezahlt und nicht von Holcim. Oder stimmt dies etwa nicht?
Autor:  Siegfried Rall, Degenhartstraße 5, Dotternhausen

Quelle: zak
https://epaper2.zak.de/ePaper/

28.08.2020

Öffentliche Kontrolle? Fehlanzeige!
BETRIFFT: Neue Holcim-Seilbahn
Rechtsstaat am Ende?

Mit dem Bau der Seilbahn ist es Holcim erneut gelungen, die Bürgerrechte auszuhebeln.

Obwohl Holcim während den Vertragsvhandlungen mit der Gemeinde schon an der Seilbahn gebaut hat, haben sich die Gemeinderäte von der viel zu niedrigen Pacht von 1000 Euro pro Monat auf 500 Euro herunterhandeln lassen.

Im Jahr: 8,7 Cent pro Quadratmeter. Also nichts. Dieser Betrag entbehrt einfach jeglicher Grundlage und ist umso lächerlicher, da durch die Gewinnverlagerung keine Gewerbesteuer in der Gemeinde bleibt.

Immerhin ging es um eine neue Seilbahn, die die künftige Gemeindeentwicklung gewaltig behindert. Offensichtlich wurden auch rechtsfreie Räume ausgenutzt. Auch wird nun von Holcim offen bekundet, dass es sich um einen Neubau handelt.

Das Regierungspräsidium Tübingen als Planfeststellungsbehörde hat immer nur von einer Erneuerung gesprochen. Die Öffentlichkeit wurde erneut hinters Licht geführt.

Auch das Verbrennen des schwermetallhaltigen Glasabfalls lässt sich Holcim durch einen Trick genehmigen. Wenn die Korngröße kleiner als drei Millimeter sind, wird aus Sondermüll per Definition ein vermeintlich harmloser Glasabfall.

Dies alles zeigt: Der Konzern kann unter dem Radar der Behörden tun und lassen, was er will.

Öffentliche Kontrolle? Fehlanzeige!

Professoren sprechen von Illegalität hinsichtlich der Verbrennungspraxis bei Holcim.

Wer macht die Behörden für ihr Tun verantwortlich?

Autor:  Siegfried Rall, Dotternhausen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/695562/16

28.03.2019
Und jetzt noch eine neue Seilbahn
Das Ziel dieses Fahrtenvorschlags ist bei 48,2° N, 8,8° S verortet und liegt etwa 1002 m ü. N. N.: Du 'er-fährst' sprichwörtlich herrliche Schwäbische-Alb-Idylle, obendrein 'garniert' mit einem Riesenkrater, gefühlt unendlicher Ausdehnung, nachgemessenerweise schon weit über 60 Meter tief. Indes: Dieses Ziel könntest Du auch blind erkennen. Es liegt nämlich in einer stinkigen und lärmigen Gegend, und Nase und Ohren sind naturgemäß dauergeöffnet: Vor Ort umgibt dich dort eine wahre Odeur-Palette, zuweilen auch nach Ammoniak, duftigem Schwefelwasserstoff und ähnlich 'Angenehmen'.

Aber solches ist noch harmlos: Weit gefährlicher sind diese geruchlosen Giftgase wie etwa Thallium, denn sie machen krank. Aber ein Krebsregister gibt es nicht, weil es nämlich hier doch gar keinen Krebs gibt, weil es hier überhaupt kein Krebsregister gibt alles klar? Dazu aber gibt es zuweilen ohrenbetäubendes Donnergetöse bis hinunter ins Tal: Es sind jedoch nur ganz harmlose Sprengexplosionen, die der überlebensnotwendigen Rohstoffsicherung dienen, denn dieser Kalk will doch partout nicht von selber aus der Wand fallen, da darf es dann halt schon ein wenig knallen, schallen und hallen. . .

Dieser Zielort hat Vergangenheit: Einst waren hier Heidelerche, Steinschmätzer, Neuntöter und Kreuzkröte zu Hause, auch viele weitere Geschöpfe der Flora und Fauna, die heute nicht von ungefähr auf sonst doch allgültigen Roten Listen stehen, weil sie vom Aussterben bedroht und streng geschützt sind. Bei Zuwiderhandlung drohen jedem normalen Bundesbürger empfindlichste Strafen.

Aber hierzulande und heute sind eben einige gleicher als alle wir anderen. Sie verdienen daher unseren unbedingten Schutz und müssen notfalls eben gerettet werden, denn diese Globalplayer sind systemrelevant, eine 'Condititio sine qua non'. Deshalb dürfen sie sich alles, bis zur ökonomisch/ökologischen Erschöpfung, politisch gewollt und juristisch abgesichert, auch erlauben, koste es, was es doch nur wolle oder dürfe. Und jetzt soll auch noch die überalterte und offenbar marode Seilbahn nach dort oben erneuert und gleich ein zweiter Turm gebaut werden.

Devise: „Massen-Kalk nach unten, Gaffer-Massen noch oben!“, wie ein innerbetrieblicher Kritiker befindet, schließlich will man ja auch den eigenen (Sonnen)Untergang mal von oben genüsslich betrachten können. Ganz und Recht so: Rottweil hat's vorgemacht, und die Aufzüge dort funktionieren doch in jeglicher Hinsicht aber nur noch blen-dend. . .
Autor:  Wilhelm Isert,  Hainbuchenstraße 2, Erzingen
Quelle: zak
 https://epaper2.zak.de/ePaper/?=