Leserbriefe zum Thema Seilschwebebahn

26.03.2021

An Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten
BETRIFFT: Leserbrief »Wirklichkeit und Selbstverantwortung« vom 18. März
Den Leserbrief hat Herr Massini als Mitglied der Geschäftsleitung der Firma Holcim in Dotternhausen geschrieben. Er beleidigt nicht nur alle für die Gesundheit der Bürger ehrenamtlich
tätigen Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins NUZ, sondern verstößt auch massiv durch die Falschbehauptungen gegen den Verhaltenskodex von Holcim.
  Ob dieser scheinheilig aufgestellt wurde oder nicht, spielt keine Rolle. Ein Verstoß kann ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen, darunter auch disziplinarische Maßnahmen bis zur Kündigung.
  Und so könnte die Firma Holcim durch die Kündigung ihres Seilbahn-Projektleiters versuchen, von dem absoluten Fiasko beim Bau einer verkehrssicheren Seilbahn abzulenken. Dies wäre nach dem äußerst fähigen Montageleiter des Seilbahn-Herstellers das zweite Bauernopfer.
  Wenn die Führungsebene von Holcim die NUZ-Einsprüche bei der Erörterungsveranstaltung des Regierungspräsidiums Tübingen (RP) ernst genommen hätte, wäre das Fiasko der Seilbahn mit Defiziten in Standsicherheit, Lärmschutz und Betriebssicherheit leicht verhindert worden.
  Es ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten, wenn das Management von Holcim beim RP Ausnahmegenehmigungen fordert, weil die Grenzwerte nicht mehr eingehalten werden können und im Leserbrief behauptet wird, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten und unterschritten werden. Als langjähriges NUZ-Mitglied ist mir nicht verborgen geblieben, dass die nicht gesetzeskonformen Arbeitsweisen von Holcim nur durch eine massive Unterstützung der Behörden zustandekommen. Aber diese sollten uns Bürger ja eigentlich von den Gesundheitsgefahren schützen. Bei Einsprüchen fällt auch immer wieder auf, dass wir uns bei den vorliegenden Widrigkeiten möglicherweise sehr schnell in einem riesigen Lobbyisten- und Sponsoring-Sumpf befinden. Diesen gilt es trockenzulegen. Autor:  Siegfried Rall | Dotternhausen
Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/740614/16

24.03.2021
Konstruktives Miteinander beweisen
BETRIFFT: Leserbrief »Wirklichkeit und Selbstverantwortung« vom 18. März
Als angeblich zuständiger Projektleiter für die Seilbahn bei Holcim sollten Sie sich besser um deren Funktionsfähigkeit kümmern, als den Lesern falsche Märchen zu erzählen: »Holcim hätte die modernsten Filteranlagen – Stickoxidminderung sei keine Frage der Technik«.
Wir stellen fest, dass Herr Massini wohl nicht einmal die Technik der Stickoxidminderung oder die vielen Schriftstücke kennt, die bereits 2015 hinsichtlich einer SCR-wirksamen Stickoxidminderung über seinen Schreibtisch gegangen sind.
  Das RP schreibt am 26. August 2015, dass die seit über 20 Jahren vorhandene SNCR-Ammoniakeindüsung nicht mehr dem Stand der Technik entspreche und erhebliche Zweifel bestünden, ob die gesetzlichen Grenzwerte ab 1. Januar 2019 eingehalten werden können.
  Mit SCR sind keine Grenzwerterhöhungen zu Lasten der Umwelt mehr nötig! Gesetzliche Vorgaben der Giftstoffe können bis zu 90 Prozent unterschritten werden.
  Es wird sogar die Entziehung der Betriebsgenehmigung angedroht. Dies haben alle deutschen Umweltministerien einschließlich Bundesministerium für Umwelt bereits 2015 durch Fortschreibung der BVT-Merkblätter (best verfügbare Technik) beschlossen.
  Warum verweigern Holcim und das RP die Offenlegung der aus den Kaminen austretenden Giftgasemissionen? Heidelbergzement in Leimen, gleich alte Anlagen wie Holcim, legt den Drehofen deshalb still. Nun muss die NUZ wohl erneut für die Offenlegungen klagen, obwohl es schon hierzu höchstrichterliche Rechtsprechung gibt. Auf die weiteren Unterstellungen, die NUZ-Mitglieder würden Falschaussagen, Verleumdung und Rufmord, Denunzierung und Polemik betreiben, sowie auf ihre Aufforderung zum konstruktiven Miteinander können wir aus Platzgründen nicht eingehen. An den Problemen Seilbahn und schnelle Plettenbergvernichtung kann die Öffenlichkeit alles selbst bewerten. Holcim sollte endlich durch ordentliche Steuerzahlungen und Filternachrüstungen nach dem Stand der Technik beweisen, was konstruktives Miteinander zum Gesundheits- und Umweltschutz bedeutet.
Autoren:  Norbert Majer, Siegfried Rall, Bernd Effinger Dotternhausen
Quelle: schwabo

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23.12.2020

Es bleibt nur das Austauschen
Zu: „Das Knattern ist immer noch zu laut“ am 17. Dezember
 

 Ich bin kein Ingenieur, nur ein Schlosser mit ein paar Jahren Berufserfahrung. Wie ich dem Bericht entnommen habe, kommt ein Teil der Geräusche aufgrund von Resonanzen zustande. In meiner Ausbildung habe ich gelernt: (kopiert aus Wikipedia) Trifft die Frequenz der Schwingung die Resonanzfrequenz des Objekts, schaukeln sich diese Schwingungen auf, was zu strukturalen Schäden und schlimmstenfalls zur vollständigen Zerstörung führen kann. Das heißt, es können sich Risse in der Stütze bilden und schlimmstenfalls könnte diese einstürzen. Dies will man verhindern, indem man die Stütze teilweise mit Splitt füllt. Der Splitt verhindert nicht, dass die Stütze in Schwingung versetzt wird, er verkleinert den Resonanzkasten und somit nur die Lautstärke.

 

  Durch die Schwingungen wird der Splitt auf Dauer hoch verdichtet. Es ändert sich die Statik, aus einem Hohlkörper wird ein massiver Körper. In die Stützen kann Wasser eindringen. Wenn dieses Wasser nicht mehr ungehindert abfließen kann, könnte es im Winter zu Eis gefrieren und die Stütze sprengen. Eis hat ein größeres Volumen als Wasser.


  Aus meiner Sicht bleibt nur das Austauschen der Hohlstützen und diese durch Gittermasten ersetzen. Nur wird dies ebenso wenig geschehen wie der Einbau von hochwertigen Filtern. Der Rat von Laien ist kostenlos und daher wird dieser nicht in Erwägung gezogen.
Autro:  Thomas Kraft, Plettenbergstraße 14, Roßwangen

Quelle: zak

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17.12.2020

„Alles hat Strategie zum Wohle des Unternehmens“
Zu: Knattern der Seilbahn
Aktivisten in Dotternhausen sollen sich endlich beruhigen, heißt es vielfach. Aber geht dies bei derartigen Vorgehensweisen? Zum wiederholten Mal schreibt Holcim die Anlieger, zu denen auch ich gehöre, in einem Rundschreiben an. In salbungsvoller Art mit ausführlicher technischer Begründung wird erklärt, was sie schon alles unternommen haben und noch unternehmen werden, um die Seilbahn in einen akzeptablen Zustand zu bringen. Die Seilbahn wurde im Vorfeld der Erstellung als zukunftsweisende technische Verbesserung vielfach öffentlich großwortig dargestellt. Die Verträge mit Gemeinde Dotternhausen waren noch nicht abgeschlossen, da wurde schon mit dem Bau begonnen. Alles wurde im Eiltempo durchgedrückt. Und dann ist man vor lauter Geschwindigkeit nicht in der Lage, einen befriedigenden Zustand zu erreichen.
Was interessiert es Anlieger, warum was nicht funktioniert und wie man sich bemüht? Tatsache ist, dass es erhebliche nicht akzeptable technische Mängel verschiedenster Art gibt, die so nicht bestehen bleiben können. Das Dumme an der Geschichte ist, dass die Seilbahn für jedermann einsehbar über öffentliches Gelände führt und man die Mängel nicht verheimlichen kann. Also wird einem schönfärberisch das Szenario erklärt, was sie alles unternehmen. Ob falsche Planung oder Fehler beim Lieferanten was auch immer, so etwas darf einfach nicht sein. Dies beweist ein weiteres Mal, dass man den Worten und der Verhaltensweise von Holcim seit langer Zeit nicht trauen kann. Bei diesem Unternehmen hat alles Strategie. Ob es sich um Genehmigungsverfahren, Umweltverträglichkeitsprüfungen, Müllverbrennung, Rekultivierung etc. handelt, Holcim versucht immer ,sich als fairen Player darzustellen. Sie halten sich an Regeln und Gesetze, sind umweltbewusst und überall korrekt. Sie bauen Druck auf, wenn es um wichtige Entscheidungen geht, dass die Entscheider zum Handeln genötigt sind. Argumentieren mit Arbeitsplätzen. Ein früherer Geschäftsführer meinte, „ wir haben halt überall die besseren Leute“. Wenn man, wie der Konzern Holcim-Lafarge, weltweit mehrere hundert Zementwerke betreibt, dann weiß man, wie man mit Behörden, Entscheidungsträgern und Anliegern umgehen muss. Ich sage „alles hat Strategie“ zum Wohle des Unternehmens.
Sollten technische Mängel bei der Müllverbrennung ähnlich der Seilbahn im geschlossenen für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Werkgelände auftreten, glauben Sie, dass diese dann mit der Öffentlichkeit diskutiert würden? Auch wenn erhebliche Gesundheitsgefahren davon ausgingen. Ich sage nochmals „alles hat Strategie“. Doch viele bemerken oder glauben es nicht.
Autor:  Günter Schäfer, Joh.-Seb.-Bach-Straße 1, Dotternhausen

Quelle: zak
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07.12.2020

Legt Seilbahn einfach still!

 Zu: Knatternde Holcim-Seibahn

 Hört, Zeitung, hört’s, es gibt eine garantiert und hundertprozentig wirkende Methode, dieses Knattern ein für alle Mal zu beseitigen: Legt das Ganze doch einfach still! Dabei sei Bezug genommen auf ein heute noch bestehendes Gutachten des damaligen Umweltschutzbeauftragten des Landratsamtes Balingen, eines gewissen Herrn Oberforstrates Stoffler aus dem Jahre 1974. In diesem Gutachten empfiehlt er dringend, den Kalkabbau auf dem Plettenberg spätestens zum Jahr 1977 endgültig und total einzustellen, um bleibende Schäden an Landschaft und Umwelt, Natur und deren Schöpfungen aller Art zu verhindern. Leute: Schon einmal daran gedacht?
Wilhelm Isert, Hainbuchenstraße 2, Erzingen

Quelle:  zak

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01.12.2020

Ein riesiges Saitenorchester
Zu: Probleme mit der Materialseibahn von Holcim auf den Plettenberg in Dotternhausen und die Verbrennung von Ersatzbrennstoffen.


Mein ‚Alter Herr‘, wie sich mein Vater gerne von mir nennen ließ, pflegte zu sagen: „Jung‘, merk dir: Nichts geschieht ohne Grund und für alles gibt es eine Erklärung, nichts ist vergebens, vielleicht gerade mal umsonst!“.
Als ich das Bild dieser Seilbahn sah, war mir sofort klar, weshalb eine derartige Konstruktion geradezu ‚knattern‘ MUSS. Schon im Physikunterricht am Gymnasium wurde uns Pennälern glaubhaft vermittelt, zu welcher Geräuschkulisse an sich harmlose, weil kaum wahrnehmbare Schwingungen sich geradezu anschwellend potenzieren können, sobald man diesem Gebilde einen Resonanzraum verschafft.
Und jeder von uns kennt den Klang von Saiteninstrumenten aller Art, die durch ihren (hölzernen) Resonanzboden doch erst zu diesen unverwechselbaren ‚Klang-Körpern‘ werden, diese voluminösen Streichorchester nämlich.
Und diese neue Seilbahn auf den Plettenberg ist nun nichts anderes als ein riesiges ‚Saitenorchester‘, das auf diesen ‚Resonanzböden‘ (Hohlkörper-Trägern) sitzt.
Und das ‚Klappern‘ wird erst behoben sein, wenn diese ‚Resonanzböden‘ irgendwie zum Schweigen gebracht worden sind – eine Aufgabe für einerseits sachkundige, andererseits aber auch ‚fantasievolle‘ Ingenieure, also etwa Lösung durch Ausschäumen?


Und mir ist auch erklärlich, weshalb zuweilen ‚blauer‘ Rauch aus den Hochschloten quillt, dann nämlich, wenn unten Reste von KMnO4 (Kaliumpermanganat) verkokelt werden, die in diesen ‚Ersatzbrennstoffen‘ (‚Fluff‘) zuweilen eingelagert sein mögen, dann entsteht eben dieser blau-violette Rauch.
Abhilfe würde hier nur eine hochmoderne Deconox-Filteranlage bringen, wie sie längst schon etwa im Zementwerk Kirchdorf in Österreich verwendet wird,. Deren Einrichtung wäre bestimmt nicht vergebens, allerdings auch nicht ganz umsonst, denn hierfür müsste etwas mehr als nur ‚eben gerade mal die Portokasse geleert‘ werden.
Andererseits wären dann auch die anderen so eminent die menschliche Gesundheit schädigenden Bestandteile der Abgase weitgehend eliminiert.


Mein Fazit: Erträglichen ‚Zement zum Nulltarif‘, so wie sich das dieser ‚ Gobal player‘ vorstellt, das wird es wohl nicht geben, ebenso, wie diese anfänglich so vielgepriesene und hochgelobte Atomenergie erst jetzt, quasi im Nachgang, uns ihre Umwelt-Un(v)erträglichkeit offenbart.
Autor:  Wilhelm Isert, Hainbuchenstraße 2, Erzingen
Quelle zak

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16.11.2020

Neue Bürgermeisterin muss sich messen lassen

BETRIFFT: Holcim/Plettenberg

 Mit seinem Leserbrief »Wie lange noch?« spricht Gebhard Wörner, Balingen, mit Recht die Verhaltensweisen der Bürger an, aber insbesondere auch die der verantwortlichen Politiker und den problemverursachenden Zementbetrieb Holcim.

13.11.2020

 

 

Wirklich, wie lange noch?
Zu: Holcim
Mit seinem Leserbrief „Wie lange noch?“ spricht Gebhard Wörner mit Recht die Verhaltensweisen der Bürger an, aber insbesondere auch die der verantwortlichen Politiker und den problemverursachenden Zementbetrieb Holcim.....

04.11.2020

Geschwätz und leeres Getue
Zu: Holcim
Mitte September 2020 berichtete Amtsverweser Herr Kühlwein über äußerst intensive Vertragsgespräche bezüglich Genehmigung einer neuen Seilbahn zum Plettenberg auf dem Gemeindegrund durch die Fa. Holcim.
Am 6. August war es dann soweit. Holcim und die Gemeindevertreter haben nach „harten Verhandlungen“ die Verträge feierlich unterschrieben. Das Projekt konnte endlich starten. Auf Offenheit und volle Transparenz zu dieser Planung hat die Gemeindeleitung die Bürger besonders hingewiesen.
Überraschenderweise konnte festgestellt werden, dass bereits vor (!) Vertragsabschluss Anfang August der Neubau der Seilbahn zu ca. 80 Prozent mit einem Investumfang von rund 10 Millionen Euro abgeschlossen war. Auftragsvergabe an den Zulieferant zu den wichtigsten Seilbahn-Baugruppen erfolgte Ende 2019 bzw. Anfang 2020.
Dieser Vorgang macht erneut deutlich: Die Fa. Holcim bestimmt in der Sache, die Marionetten der Kommunalpolitik und Behörden führen aus (ähnlich dem Thema Luftschadstoffe und Filtertechnik).
Unter diesem Gesichtspunkt waren die Vertragsgespräche im Juli und August 2020 zwischen der Gemeindeleitung und Holcim, eine Farce bzw. leeres Getue. Offenheit gegenüber den Bürgern sieht anders aus. Das Vertrauen in die Gemeindeleitung wird auf diese Weise weiterhin zerstört.
Die Nachteile dieser Vertragsarbeit, ob gesundheitlich oder finanziell, gehen immer zu Lasten der Dotternhausener Bürger. Ein unglaublicher Vorgang, der sich nicht wiederholen darf.
Autoren: Helmut Gimbel, Schafbergweg 1, Dotternhausen
Autoren: Siegfried Rall, Degenhartstr. 5, Dotternhausen
Quelle:    zak

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03.11.2020

Zu Lasten der Bürger
BETRIFFT: Neue Seilbahn von Holcim
Mitte September berichtete Amtsverweser Kühlwein über intensive Vertragsgespräche bezüglich
der Genehmigung einer Seilbahn zum Plettenberg auf dem Gemeindegrund durch die Firma
Holcim. Am 6. August war es soweit. Holcim und die Gemeinde haben die Verträge unterschrieben.
Das Projekt konnte starten. Auf Offenheit und volle Transparenz zu dieser Planung hat die Gemeindeleitung besonders hingewiesen. Überraschenderweise konnte festgestellt werden, dass bereits vor Vertragsabschluss Anfang August der Neubau der Seilbahn zu
rund 80 Prozent mit einem Investumfang von rund zehn Millionen Euro abgeschlossen war. Die Auftragsvergabe an den Zulieferant zu den wichtigsten Seilbahn-Baugruppen erfolgte Ende 2019/Anfang 2020. Dieser Vorgang macht deutlich: Holcim bestimmt in der Sache, die Marionetten der Kommunalpolitik und Behörden führen aus – so ähnlich wie bei den Themen Luftschadstoffe und Filtertechnik. Unter diesem Gesichtspunkt waren die Vertragsgespräche im Juli und August zwischen der Gemeinde und Holcim eine Farce beziehungsweise leeres Getue. Offenheit gegenüber den Bürgern sieht anders aus. Das Vertrauen in die Gemeindeleitung wird auf diese Weise weiterhin zerstört. Die Nachteile dieser Vertragsarbeit, ob gesundheitlich oder finanziell, gehen immer zu Lasten der Bürger. Ein unglaublicher Vorgang, der sich nicht wiederholen darf.

Autoren: Helmut Gimbel, Siegfried Rall Dotternhausen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreaderv3/index.html#/707638/15

15.10.2020

Umwelt: Schutz oder Nutz?
BETRIFFT: Bericht »Revision bei Holcim« vom 6. Oktober

07.10.2020

 

Geld und Macht
BETRIFFT: Holcim

Würde der Bürger sich so verhalten wie Holcim, dann könnte er mit 100 durchs Dorf rasen, Alkohol vor dem Fahren trinken und parken wo er will.
Die Firma Holcim tut was sie will.
Die Behörden haben das zu akzeptieren. Wer das Geld hat, hat die Macht.
Das Handeln beim Bau der Seilbahn zeigte, Lärm und Vorschriften der Berufsgenossenschaft wurden großzügig ausgelegt.
Kontrollen nicht eingesetzt. Beschwerden vom Regierungspräsidium lässig genommen. Einer Demokratie unwürdig.

Autor:  Gebhard Wörner, Balingen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/702906/16

05.10.2020

Wer Geld hat, hat das Recht
Zu: Holcim
Holcim lässt nicht nur giftige Dämpfe mit Sondererlaubnis in die Luft von Dotternhausen, das Unternehmen zeigt auch, was gilt, wenn es eine Seilbahn baut: Holcim ist das Gesetz. Holcim kümmert sich dabei nicht, um die gesetzlichen Vorgaben. Es wurde nachts gebaut, ohne Rücksicht auf Lärmbelästigung – die Vorschriften der Berufsgenossenschaft sind für sie eine Lachnummer. Holcim ist ein Großkonzern. Sie denken, dass Vorschriften nur für andere gelten. Zeit ist Geld, der Profit rechtfertigt dabei die Hektik. Die Beschwerden beim Regierungspräsidium wurden lässig behandelt. Wer das Geld hat, hat das Recht, das merken die Bürger.
Autor:  Gebhard Wörner, Epplergarten 22/1, Balingen

Quelle: zak

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01.10.2020

Wo bleiben Naturschutzverbände?
Zu: „Gemeinde sieht sich zu spät informiert“, vom 26. September.
Man hat den Eindruck, dass es gleich weiter geht, wie zu Adrians Zeiten. Geändert hat sich nichts. Holcim missbraucht das Vertrauen des neuen Gemeinderates erneut. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern, solange einige Gemeinderäte die Interessen von Holcim vertreten und nicht die der Bürger – trotz Ihres Amtseids.
In den letzten Vertragsabschlüssen wird dies mehr als deutlich. Mit der Unterzeichnung haben die Verträge dann den behördlichen Segen über alle Instanzen für alle Zeit und Ewigkeit. Holcim wird auch in Zukunft tun und lassen, was sie wollen.
Ein altes Sprichwort sagt: „Ist der Ruf mal ruiniert, lebt sich völlig ungeniert.“ Zunächst entsteht der Gemeinde zwar ein hoher Schaden, bei den zur Zeit geltenden niederen Holzpreisen (immerhin 300 Festmeter zusätzliches Holz), aber wesentlich schlimmer sind die Naturschäden in dem sensiblen Bergwald und der Bergkette .
Laut Stofflergutachten sollte die Seilbahnstation bei Umbauarbeiten, möglichst unsichtbar in den Steinbruch verlegt werden. Dies galt bis 2004, als folgende Änderungen eintraten: Holcim statt Rohrbach, neuer Landrat, neuer Regierungspräsident, von nun an hieß es wohl Naturschutz ade.
Wie wird sich der Naturschutz bei dem Wegfallen eines Biotopes und der gefällten Bäume verhalten? Im Naturschutzgesetz ist alles geregelt. Aber wer kontrolliert dieses? Werden sich die Naturschutzverbände überhaupt zu Wort melden ?
Autor:  Brigitte Jetter-Faiß, Schulstraße 22, Dotternhausen

Quelle:  zak

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15.09.2020

Das Mandat zur Verfügung stellen
Zum Holcim-Konflikt

29.08.2020

Behörden bleiben tatenlos
Zu: Seilbahn-Modernisierung der Firma Holcim
Mit dem derzeitigen Bau der Seilbahn ist es Holcim erneut gelungen, den Rechtsstaat und die Bürgerrechte zu hintergehen – und die Behörden schauen tatenlos zu.

Obwohl Holcim während den Verhandlungen schon an der Seilbahn gebaut hat, haben sich die Gemeinderäte von der viel zu niedrigen Pacht von 1000 Euro auf 500 Euro herunterhandeln lassen. Ein völlig lächerlicher Pachtpreis für die 2,3 Kilometer lange und 30 Meter breite Trasse. Im Jahr: 8,7 Cent/m².

Also nichts – und dies ist umso lächerlicher, da durch die Gewinnverlagerung keine Gewerbesteuer in der Gemeinde bleibt und dieser weiterhin verschoben wird! Dieser Betrag entbehrt einfach jeglicher Grundlage. Immerhin ging es um einen neuen Seilbahnvertrag, der die künftige Gemeindeentwicklung gewaltig behindert.
Auch das dauerhafte Verbrennen des schwermetallhaltigen Glasabfalles (Blei, Chrom, Quecksilber, Cadmium, Thallium, Arsen usw.) lässt sich Holcim durch einen kleinen Trick genehmigen. Wenn die Korngröße kleiner als drei Millimeter wird aus Sondermüll per Definition auf einmal vermeintlich „harmloser“ Glasabfall. Diese Praxis wird vom RP Tübingen genehmigt.
Dies alles zeigt: Der Konzern kann wohl tun und lassen, was er will. Öffentliche Kontrolle als eine der ureigenste Aufgaben der Behörden: Fehlanzeige.
Führende Professoren sprechen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (siehe Report Mainz letzte Woche ) offen von Illegalität hinsichtlich der Verbrennungspraxis bei Holcim.

Jedoch bleiben die Behörden weiterhin tatenlos! Wer macht die Behörden für ihr Tun verantwortlich? Die Behörden werden schließlich vom Steuerzahler bezahlt und nicht von Holcim. Oder stimmt dies etwa nicht?
Autor:  Siegfried Rall, Degenhartstraße 5, Dotternhausen

Quelle: zak
https://epaper2.zak.de/ePaper/

28.08.2020

Öffentliche Kontrolle? Fehlanzeige!
BETRIFFT: Neue Holcim-Seilbahn
Rechtsstaat am Ende?

Mit dem Bau der Seilbahn ist es Holcim erneut gelungen, die Bürgerrechte auszuhebeln.

Obwohl Holcim während den Vertragsvhandlungen mit der Gemeinde schon an der Seilbahn gebaut hat, haben sich die Gemeinderäte von der viel zu niedrigen Pacht von 1000 Euro pro Monat auf 500 Euro herunterhandeln lassen.

Im Jahr: 8,7 Cent pro Quadratmeter. Also nichts. Dieser Betrag entbehrt einfach jeglicher Grundlage und ist umso lächerlicher, da durch die Gewinnverlagerung keine Gewerbesteuer in der Gemeinde bleibt.

Immerhin ging es um eine neue Seilbahn, die die künftige Gemeindeentwicklung gewaltig behindert. Offensichtlich wurden auch rechtsfreie Räume ausgenutzt. Auch wird nun von Holcim offen bekundet, dass es sich um einen Neubau handelt.

Das Regierungspräsidium Tübingen als Planfeststellungsbehörde hat immer nur von einer Erneuerung gesprochen. Die Öffentlichkeit wurde erneut hinters Licht geführt.

Auch das Verbrennen des schwermetallhaltigen Glasabfalls lässt sich Holcim durch einen Trick genehmigen. Wenn die Korngröße kleiner als drei Millimeter sind, wird aus Sondermüll per Definition ein vermeintlich harmloser Glasabfall.

Dies alles zeigt: Der Konzern kann unter dem Radar der Behörden tun und lassen, was er will.

Öffentliche Kontrolle? Fehlanzeige!

Professoren sprechen von Illegalität hinsichtlich der Verbrennungspraxis bei Holcim.

Wer macht die Behörden für ihr Tun verantwortlich?

Autor:  Siegfried Rall, Dotternhausen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/695562/16

28.03.2019
Und jetzt noch eine neue Seilbahn
Das Ziel dieses Fahrtenvorschlags ist bei 48,2° N, 8,8° S verortet und liegt etwa 1002 m ü. N. N.: Du 'er-fährst' sprichwörtlich herrliche Schwäbische-Alb-Idylle, obendrein 'garniert' mit einem Riesenkrater, gefühlt unendlicher Ausdehnung, nachgemessenerweise schon weit über 60 Meter tief. Indes: Dieses Ziel könntest Du auch blind erkennen. Es liegt nämlich in einer stinkigen und lärmigen Gegend, und Nase und Ohren sind naturgemäß dauergeöffnet: Vor Ort umgibt dich dort eine wahre Odeur-Palette, zuweilen auch nach Ammoniak, duftigem Schwefelwasserstoff und ähnlich 'Angenehmen'.

Aber solches ist noch harmlos: Weit gefährlicher sind diese geruchlosen Giftgase wie etwa Thallium, denn sie machen krank. Aber ein Krebsregister gibt es nicht, weil es nämlich hier doch gar keinen Krebs gibt, weil es hier überhaupt kein Krebsregister gibt alles klar? Dazu aber gibt es zuweilen ohrenbetäubendes Donnergetöse bis hinunter ins Tal: Es sind jedoch nur ganz harmlose Sprengexplosionen, die der überlebensnotwendigen Rohstoffsicherung dienen, denn dieser Kalk will doch partout nicht von selber aus der Wand fallen, da darf es dann halt schon ein wenig knallen, schallen und hallen. . .

Dieser Zielort hat Vergangenheit: Einst waren hier Heidelerche, Steinschmätzer, Neuntöter und Kreuzkröte zu Hause, auch viele weitere Geschöpfe der Flora und Fauna, die heute nicht von ungefähr auf sonst doch allgültigen Roten Listen stehen, weil sie vom Aussterben bedroht und streng geschützt sind. Bei Zuwiderhandlung drohen jedem normalen Bundesbürger empfindlichste Strafen.

Aber hierzulande und heute sind eben einige gleicher als alle wir anderen. Sie verdienen daher unseren unbedingten Schutz und müssen notfalls eben gerettet werden, denn diese Globalplayer sind systemrelevant, eine 'Condititio sine qua non'. Deshalb dürfen sie sich alles, bis zur ökonomisch/ökologischen Erschöpfung, politisch gewollt und juristisch abgesichert, auch erlauben, koste es, was es doch nur wolle oder dürfe. Und jetzt soll auch noch die überalterte und offenbar marode Seilbahn nach dort oben erneuert und gleich ein zweiter Turm gebaut werden.

Devise: „Massen-Kalk nach unten, Gaffer-Massen noch oben!“, wie ein innerbetrieblicher Kritiker befindet, schließlich will man ja auch den eigenen (Sonnen)Untergang mal von oben genüsslich betrachten können. Ganz und Recht so: Rottweil hat's vorgemacht, und die Aufzüge dort funktionieren doch in jeglicher Hinsicht aber nur noch blen-dend. . .
Autor:  Wilhelm Isert,  Hainbuchenstraße 2, Erzingen
Quelle: zak
 https://epaper2.zak.de/ePaper/?=