Informationen zum Thema Glasverbrennung

 

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Kommentar des NUZ-Vorsitzenden

 

 

 

Wer genaues wissen will, sollte zak und schwabo Berichte und den Antrag des 1.Vorsitzendes des NUZ e.V. vergleichen.

 

Warum wird die Gefährlichkeit und die getroffenen Sicherungsvorkehrungen und fehlenden Filteranlagen so unterschlagen oder beschönigend dargestellt???

 

Wenn Gemeinderatsbeschlüsse durch eine Genehmgungsbehörde missachtet und so verharmlosend zurückgewiesen werden, muß einfach eine Gemeinde zur Gesundheitssicherung seiner Bevölkerung und der ganzen Region bis Stuttgart eine Klage erheben.

 

Nur so können unabhängige Richter die gesetzlichen Vorschriften zum heutigen Stand der Technik der Luftreinhaltung unter Berücksichtigung der Klimaschutzvorschriften endlich einmal bewerten.

 

SCR Filteranlagen werden gar als Verwaltungsvorschriften von sämtlichen deutschen Umweltministerien und vielen Regierungspräsidien als Stand der Technik in Bescheiden festgeschrieben, nur beim Regierungspräsidium Tübingen im Falle Holcim noch nicht !

 

Warum eigentlich??????

 

 

Grüsse Norbert Majer, Vorsitzender NUZ-EV

 

 

 

 

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Kritisch zu betrachten: Glasabfälle für die Zementproduktion

 

Das Holcim Zementwerk in Dotternhausen hat beim Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde einen Antrag gestellt zur Lagerung und dem Einsatz von Glasabfällen in der Zementproduktion.

 

Die Gemeinde wurde zu einer Stellungnahme aufgefordert, die in der Gemeinderatsitzung vom 12.12.2018 auf der Tagesordnung stand.

 

Kritisch muss gesehen werden, dass wenn dieses Glas zum Einsatz kommt sich der Ausstoß von kritischen Schadstoffe erheblich erhöhen, wie aus den Antragsunterlagen zu entnehmen ist.

 

Exemplarisch sei genannt, dass sich in den durchgeführten der Ausstoß folgender Stoffe wie folgt besonder signifikant erhöht hat:

 

 
Schadstoffausstoß in mg/m3  

mit Glas

ohne Glas Differenz
Thalium Tl 0,0016 0,0002 +800%
Cobalt Co 0,0007 0,0004 +175%
Nickel Ni 0,036 0,014 +257%
Dioxine und Furane PCDD / F 0,0013 0,0007 +186%
Polychlorierte Biphenyle PCB 0,00041 0,00029 +141%
Monocyclischer aromatischer Kohlenwasserstoff BTEX 4,0 3,1 +129%

Abb. 1 Auszug aus den Antragsunterlagen mit Anmerkungen von Norbert Majer, 1. Vorsitzender NUV e.V.


Entscheidungsvorlage von BMin Adrian für Gemeinderatssitzung 12.12.2018.

Abb 2.1 und 2.2 Tischvorlage in der Gemeinderatssitzung vom 12.12.2018 mit Hervorhebungen und Anmerkungen von Norbert Majer, 1. Vorsitzender NUZ e.V.


SCR-Anlage verringern erwiesener Maßen den Schadstoff-Ausstoßes signifikant

Im Zementwerk Rohrdorf wurde die Entwicklung des Schadstoff-Ausstoßes nach der Installation einer SCR-Anlage drei Jahre lang dokumentiert. Anlässlich der VDZ Jahrestagung Zement am 11.-12. September 2014 in Düsseldorf hat Dr. Helmut Leibinger, SPZ Rohrdorf dies in einem Vortrag mit dem Titel "Drei Jahre Betriebserfahrung mit der Tail-End SCR-Anlage im Werk Rohrdorf" die Ergebnisse präsentiert.

 

Dabei wurden signifikante Verringerungen des Schadstoff-Ausstoßes nachgewiesen.

 

Es kann angenommen werden, dass die Emissionen bei dem geplanten Einsatz von Glas durch eine SCR-Reinigungs-Anlage ebenfalls erheblich gesenkt werden könnten und damit ein entscheidender Beitrag zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung und dem Umweltschutz geleistet würde. Jedoch ist das Holcim Süddeutschland nicht bereit darin zu investieren und das Umweltminsterium sieht bedauerlicherweise keine Veranlassung dies durchzusetzen.

Abb. 3.1 und 3.2. Auszüge der Präsentation "Betriebserfahrung mit der Tail-End SCR-Anlage im Werk Rohrdorf"

 

Quelle: https://www.vdz-online.de/fileadmin/gruppen/vdz/Jahrestagung_Zement_2014/Vortraege/Tag_2_Verfahrenstechnik/13_Tail-End-SCR-Anlage_Leibinger.pdf?sword_list%5B%5D=PDF&no_cache=1&L=

 

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Glasabfall bei Holcim: NUZ schickt Empfehlung an Gemeinderäte

Der Verein empfiehlt, der geplanten Nutzung von Glasabfällen bei Holcim das Einvernehmen zu versagen.

 

Am Mittwochabend um 18 Uhr berät der Dotternhausener Gemeinderat über das Vorhaben des Zementherstellers Holcim, zukünftig in einer bereits bestehenden Lagerhalle für Dachpappen auch 625 Tonnen Glasabfall lagern zu können.

 

Diese bis zu drei Millimeter große Glasabfälle, die nicht mehr recycelt werden können und die der Zementhersteller von einer Aufbereitungsanlage für Altglas in Bad Wurzach bezieht, will Holcim als Ersatzrohstoff in der Zementklinkerproduktion nutzen.

 

Auch hierzu muss die Gemeinde Dotternhausen von der zuständigen Behörde, dem Regierungspräsidium Tübingen, angehört werden.

 

Der Verein Natur und Umweltschutz Zollernalb (NUZ) hat einen Brief an alle Mitglieder des Gemeinderats geschickt – mit konkreten Forderungen für die Sitzung. ...

 

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Quelle: http://www.zak.de/artikel/details/445894/Dotternhausen-Glasabfall-bei-Holcim-NUZ-schickt-Empfehlung-an-Gemeinderaete