Presseberichte zum Thema Seilschwebebahn

28.10.2020

Umrüstung der Loren soll Lärm dämmen
Seilbahn Ursachenforschung und Arbeiten an der Plettenberg-Anlage der Firma Holcim laufen derzeit auf Hochtouren.
Dotternhausen. „Wir tun alles, um die Geräuschquellen zu lokalisieren, die Ursachen zu ermitteln und Maßnahmen zu ergreifen“, wird Werksleiter Dieter Schillo in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. Die größte Geräuschkulisse ist ausgerechnet am nächsten zur Wohnbebauung. Dieter Schillo: „Das ist in dem Ausmaß weder für die Anwohner entlang der Seilbahn noch für uns akzeptabel. Wir bedauern die aktuelle Situation sehr und tun alles, um die störenden Geräusche zu beheben.“ Mit verschiedenen Maßnahmen soll eine Verbesserung erzielt werden. So wurden zwei Maßnahmen an einer Testlore umgesetzt, die zu deutlicher Verbesserung geführt haben. Diese Lösung wird nun auf alle Loren übertragen. Allerdings braucht es dazu Teile, die in Fachbetrieben maßangefertigt werden. Sobald sie da sind, würden sie sofort an allen Loren eingebaut, heißt es in der Pressemitteilung. Auch an anderen Stellen verfolgt der Seilbahnhersteller weitere Lösungsansätze zur Geräuschminderung.

Quelle:  zak

https://epaper2.zak.de/ePaper/

 

27.10.2020

"Lösung mit Hochdruck gesucht"
Von Schwarzwälder Bote 27.10.2020 - 17:08 Uhrr
Dotternhausen. Die Arbeiten an der neuen Plettenberg-Seilbahn laufen auf Hochtouren. Die Holcim (Süddeutschland) GmbH richtet dabei den Fokus auf die Reduzierung der Geräusche durch die Bahn.
Werksleiter Dieter Schillo erklärt: "Wir tun alles, um die Geräuschquellen zu lokalisieren, die Ursachen zu ermitteln und Maßnahmen zu ergreifen." Die größte Geräuschkulisse sei ausgerechnet am nächsten zur Wohnbebauung. Schillo: "Das ist in dem Ausmaß weder für die Anwohner entlang der Seilbahn noch für uns akzeptabel. Wir bedauern die aktuelle Situation sehr und tun alles, um die störenden Geräusche zu beheben."
"Maßnahmen an den Loren benötigen eine gewisse Zeit"
So seien zwei Maßnahmen an einer Testlore umgesetzt worden, die zu einer deutlichen Verbesserung geführt hätten. Dies werde nun auf alle Loren übertragen. Allerdings brauche es dazu unter anderem Teile, die in Fachbetrieben einzel- und maßangefertigt werden. Schillo: "Leider benötigt deshalb die Umsetzung eine gewisse Zeit. Sobald diese Teile da sind, werden sie sofort an allen Loren eingebaut."
Auch an anderen Stellen verfolge der Seilbahnhersteller Bartholet weitere Lösungsansätze zu deren Geräuschminderung. Dieter Schillo sagt: "Wir bitten die Anwohner um Verständnis und sind sehr zuversichtlich, in der nächsten Zeit Fortschritte zu machen."
Quelle:  schwabo

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dotternhausen-loesung-mit-hochdruck-gesucht.a7b9483a-e9ce-4f1a-b838-69d098ea63c2.html

 

 

 

Eine Lore der neuen Holcim-Seilbahn läuft über die Rollenstation einer Stütze und verursacht dabei Lärm. Anlieger beschweren sich, Holcim spricht von "Probebetrieb".Foto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote
Eine Lore der neuen Holcim-Seilbahn läuft über die Rollenstation einer Stütze und verursacht dabei Lärm. Anlieger beschweren sich, Holcim spricht von "Probebetrieb".Foto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote

21.10.2020

Seilbahn-Lärm: Anlieger beklagen sich
Von Bernd Visel 21.10.2020 - 16:50 Uhr
 

Kaum ist die neue Plettenberg-Seilbahn von Holcim im Betrieb, gibt es schon Klagen von Anliegern, die sich über den Lärm ärgern, den die Loren machen, wenn sie über die Masten laufen. Holcim erklärt: Man befinde sich noch in der Probephase.
Dotternhausen. Ein Video, das unserer Redaktion vorliegt, zeigt die Seilbahn, auf der in kurzen Abständen die Loren über die Rollen auf den neu gebauten Masten laufen. Und man hört die lauten Geräusche, die dabei entstehen.


Schädle: "Wir befinden uns derzeit noch in der Probephase"


"Alle vier Sekunden kommt eine neue Lore. Welche Ausflüchte hat Holcim wieder zu dieser Lärmbelästigung der Anlieger", schreibt der Vorsitzende des Vereins Natur- und Umwelt im Zollernalbkreis, Norbert Majer, im Auftrag des Vereins.

 

"Wir bedauern, dass die Seilbahn derzeit in der Inbetriebnahme so laut ist, dass es für die angrenzenden Nachbarhäuser sehr störend ist", nimmt die Pressesprecherin von Holcim Süddeutschland, Sabine Schädle, dazu Stellung. Und weiter: "Wir sind in Kontakt mit den unmittelbar Betroffenen. Aktuell sind wir in der Inbetriebnahme- und Probephase und stellen fest, dass das Roll- und Geräuschverhalten der Seilbahn vor allem in Nähe der Wohnbebauung weder für die Nachbarn noch für uns akzeptabel ist."
Die Geräusche entstünden, wenn die Loren über die Rollenstationen der Stützen laufen. Schädle: "Gemeinsam mit der Herstellerfirma Bartholet haben wir uns dieser Thematik bereits angenommen und die Firma Bartholet arbeitet konzentriert daran, Lösungen zu finden."
Die Test- und Inbetriebnahmephase wird nach Angaben von Holcim voraussichtlich bis 30. Oktober dauern. Danach soll der Regelbetrieb beginnen.
Autor:  Bernd Visel
Quelle: schwabo

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dotternhausen-seilbahn-laerm-anlieger-beklagen-sich.eceeb750-5865-4ef5-b70d-d15d9e3728b7.html

 

Noch knirscht es im Gebälk: Die neue Seilbahnwird gerade fit gemacht für den Dauerbetrieb.  © Daniel Seeburger
Noch knirscht es im Gebälk: Die neue Seilbahnwird gerade fit gemacht für den Dauerbetrieb. © Daniel Seeburger

19.10.2020

Neue Seilbahn in Dotternhausen rattert – Holcim: Weder für uns noch für die Anwohner akzeptabel
Von Daniel Seeburger

 

Die neue Materialseilbahn von Holcim steht. Komplett fit für den Dauerbetrieb ist sie offensichtlich noch nicht. Jetzt hat sich die NUZ zu Wort gemeldet. Die Herstellerfirma Bartholet arbeitet daran, eine Lösung zu finden.

„Alle viel Sekunden kommt eine neue Lore! Welche Ausflüchte hat Holcim zu dieser Lärmbelästigung wieder?“, schreibt uns der NUZ-Vorsitzende Norbert Majer. Mitgeschickt hat er ein Video, das die Lautstärke der Loren beweist. Immer wenn sie einen Stütze passieren, ist ein lautes Rattern zu hören.

Die Aufnahme stammt von der Stütze bei der früheren Ideal-Fabrik, unterhalb des Kunstrasenplatzes, nur wenige Meter von der Wohnbebauung entfernt.

Einige Anwohner sind verärgert

Darüber würden sich schon einige Anwohner aufregen, erzählt uns eine Dotternhausenerin, die nicht weit entfernt von der Seilbahn wohnt.

Während das Rattern an diesem Masten sehr störend ist, schweben an anderen Masten die Loren fast geräuschlos vorbei. Also so, wie es Holcim eigentlich auch versprochen hat. Tatsache ist aber auch, dass die Seilbahn noch nicht in Betrieb ist.

Holcim in Kontakt mit Betroffenen

„Wir bedauern, dass die Seilbahn derzeit in der Inbetriebnahme so laut ist, dass es für die angrenzenden Nachbarhäuser sehr störend ist. Wir sind in Kontakt mit den unmittelbar Betroffenen“, erklärt Projektleiter Gerald Massini von Holcim.

„Aktuell sind wir in der Inbetriebnahme- und Probephase und stellen fest, dass das Roll- und Geräuschverhalten der Seilbahn vor allem in Nähe der Wohnbebauung weder für die Nachbarn noch für uns akzeptabel ist“, führt er weiter aus.

Testphase dauert noch bis zum 30. Oktober

Diese Situation entstehe, wenn die Loren über die Rollenstationen der Stützen laufen. „Gemeinsam mit der Herstellerfirma Bartholet haben wir uns dieser Thematik bereits angenommen und die Firma Bartholet arbeitet konzentriert daran, Lösungen zu finden. Die Test- und Inbetriebnahmephase wird bis zum 30. Oktober 2020 andauern. Danach beginnt der Regelbetrieb“, erklärt Gerald Massini.
Autor:  Daniel Seeburger

Quelle: zak

https://www.zak.de/Nachrichten/Neue-Seilbahn-in-Dotternhausen-rattert-Holcim-Weder-fuer-uns-noch-fuer-die-Anwohner-akzeptabel-143155.html

Zusätzlicher Kran: Auch im Steinbruch auf dem Plettenberg laufen die Arbeiten zum Seilbahnbau   -  © Daniel Seeburger
Zusätzlicher Kran: Auch im Steinbruch auf dem Plettenberg laufen die Arbeiten zum Seilbahnbau - © Daniel Seeburger

25.09.2020

Von Daniel Seeburger

300 Festmeter zusätzliches Holz aus dem Dotternhausener Gemeindewald fallen für Seilbahnbau


Da war die Dotternhausener Gemeindeverwaltung dann doch ziemlich verwundert: Holcim musste für den Bau der Seilbahn mehr Bäume fällen, als die Gemeinde angenommen hat. Aufgeklärt über die notwendige Baumfällaktion wurde sie vom Zementkonzern erst spät.

Erst eine Woche vor dem Hubschraubereinsatz, bei dem die Träger der neuen Seilbahn an ihre Standorte gebracht, und die alte Seilbahn abtransportiert worden ist, sei die Gemeindeverwaltung über zusätzlich notwendige Baumfällarbeiten an der Trasse informiert worden, erklärte Amtsverweser Alfons Kühlwein den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung.

300 Festmeter Holz aus dem Gemeindewald

Man sei leider nicht früher vom Zementwerk benachrichtigt worden, so Kühlwein. Insgesamt seien durch die zusätzlichen Baumfällarbeiten 300 Festmeter Gemeindewald gefallen – und zwar an durchaus heiklen Stelle.

Beispielsweise hätten Traufbäume abgesägt werden müssen, die für Stabilität und Verdichtung an den Hängen gesorgt haben, so Kühlwein. Außerdem hätten Bäume in Biotopen weichen müssen.

Rechtliche Grundlage: Planfeststellungsbeschluss

Die rechtliche Grundlage für die Baumfällaktion sei der im Dezember 2019 vom Regierungspräsidium Tübingen ergangene Planfeststellungsbeschluss gewesen. Dort sei gefordert worden, die Trasse der Seilbahn von ursprünglich fünf auf nunmehr sieben Meter zu verbreitern.

Die Gemeinde habe die Forstverwaltung hinzugezogen, führte Alfons Kühlwein aus. Das sei notwendig gewesen, um die Traufsicherheit auch zukünftig zu gewährleisten. Wenn die Ergebnisse der Arbeiten im gesamten bekannt sind, würde die Gemeinde aktiv, führte der Amtsverweser aus. „Das muss fachlich aufgearbeitet werden“, so Kühlwein.

Lösungen beim Holzverkauf

Man habe als Gemeinde konstruktiv mitgearbeitet, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Wochner. Jetzt wolle man beim Holzverkauf nach Lösungen suchen. Man hoffe bei der Gemeinde auf eine Kooperationsbereitschaft von Holcim.

Gemeinderat Otto Scherer pochte auf eine entsprechende Vergütung seitens des Zementproduzenten, gerade auch deshalb, weil Bäume aus dem Gemeindewald abgeholzt werden musste.

Kühlwein: „Ohne Gemeinde hätte das nicht geklappt“

Amtsverweser Kühlwein wies darauf hin, dass die Benachrichtigung zu einem sehr späten Zeitpunkt erfolgt sei. Und er stellte auch klar: „Die Gemeinde und der Forst haben sich darum gekümmert. Anders hätte das nicht geklappt.“
Quelle: zak

Autor:  Daniel Seeburger

https://www.zak.de/Nachrichten/300-Festmeter-zusaetzliches-Holz-aus-dem-Dotternhausener-Gemeindewald-fallen-fuer-Seilbahnbau-142798.html

Beim Seilbahnumbau kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz.  --  © Daniel Seeburger
Beim Seilbahnumbau kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz. -- © Daniel Seeburger

21.09.2020

Seilbahnumbau in Dotternhausen: NUZ-Mitglied will Holcim anzeigen

Von Daniel Seeburger

Die Umbauarbeiten für die neue Holcim-Arbeiten sind im vollen Gang. Von der Bürgerinitiative NUZ wird das Projekt heftig kritisiert. Ein Mitglied hat jetzt sogar gedroht, den Zementproduzenten anzuzeigen. Er greift aber auch die Behörden an.

 

Das Dotternhausener NUZ-Mitglied Siegfried Rall hat sich bereits am 3. September beim der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt angekündigt, dass er eine „Anzeige wegen Nachtarbeit und Verstösse gegen das Naturschutzrecht bei dem Seilbahnneubau am Plettenberg“ in die Wege leiten werde.

 

Vorwurf: Landratsamt bleibt untätig

Das Regierungspräsidium habe eindeutig bestätigt, dass diese Behörde für den Bau der neuen Seilbahn zuständig sei – aber nicht hinsichtlich des Naturschutzes. Das Landratsamt wolle hier nicht vorgehen. „Dies ist zuletzt einfach Rechtsbeugung“, führt Rall aus.

Am 16. September, zwei Tage nach dem Aufbau der neuen Seilbahnmasten, richtete Siegfried Rall eine weitere Nachricht an das Umweltamt beim Zollernalbkreis. „Hiermit zeige ich die ungenehmigte Rodungsaktion im oberen Bereich der Seilbahntrasse an. Dieses verstößt sowohl gegen das Baurecht als auch gegen das Naturschutzrecht §44, §39, entsprechend §69.“

 

Rodungen in Biotopen

Der Dotternhausener führt zudem das „Bundesnaturschutzgesetz Biotope“ an und weist darauf hin, dass Holcim in einem FFH-Gebiet aktiv sei. „Jeder Bürger weiß, dass Baumfällarbeiten vor dem 30. September verboten sind“, so Rall.

Eine „weitere Rechtsbeugung der Behörde zieht strafrechtliche Verfahren nach sich“, so der Dotternhausener.

 

Landratsamt gibt sich gelassen

Das Landratsamt gibt sich gelassen. Auf Anfrag unserer Zeitung wies die Behörde darauf hin, dass die Seilbahnumbauarbeiten auf der Grundlage des in der Zuständigkeit durch das Regierungspräsidium Tübingens erteilten Planfeststellungsbeschlusses vom 5. Dezember 2019 erfolgt seien.

„Danach sind naturschutzfachlich ausnahmsweise auch Arbeiten vor dem 30. September vorgesehen und durch das Regierungspräsidium genehmigt.“

 

Regierungspräsidium bestätigt Genehmigungen

Diese Auffassung der Kreisbehörde wird vom Regierungspräsidium bestätigt. Auf Anfrage des ZOLLERN-ALB-KURIERS heißt es aus der Tübinger Behörde: „Nach dem planfestgestellten landschaftspflegerischen Begleitplan sind Arbeiten ab dem 1.9.2020 zugelassen. Für das Freischneiden der Seilbahntrasse wurde der Planfeststellungsbeschluss zum Umbau der Seilbahn der Fa. Holcim insoweit abgeändert, dass diese Arbeiten auch samstags durchgeführt werden konnten.“

Und auch die Baumfäll- und Rodungsarbeiten in Biotopen von Holcim sind laut Regierungspräsidium nicht illegal. „Unter gegebenen Umständen können im Einzelfall auch Baumfäll- und Rodungsmaßnahmen in FFH-Gebieten und Biotopen durchgeführt werden“, heißt es seitens der Tübinger Behörde.

Autor:   Daniel Seeburger

Quelle:  zak

https://www.zak.de/Nachrichten/Seilbahnumbau-in-Dotternhausen-NUZ-Mitglied-will-Holcim-anzeigen-142734.html

 

SCR, NSCR, Seilbahn, Plettenberg
Die Seilbahn der Dotternhausener Firma Holcim. © Daniel Seeburger

14.02.2020

Holcim nimmt Stellung zur Klage der Gemeinde Dotternhausen: „Es sind wohl taktische Gründe“
14.02.2020  Von Nicole Leukhardt

Die Klage der Gemeinde Dotternhausen gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Seilbahnbau liegt beim Verwaltungsgericht in Sigmaringen. Die Firma Holcim nimmt es vorerst gelassen: Erstens fehle noch die Klagebegründung, zweitens sei der Sofortvollzug keineswegs beeinträchtigt.

„Dass die Gemeinde gegen den Planfeststellungsbeschluss klagt, ist korrekt“, sagt Dimitri Koslowitsch, der Rechtsbeistand des Dotternhausener Zementwerks. Davon jedoch sei der Sofortvollzug unbenommen. Denn die Gemeinde sei nicht explizit gegen diesen vorgegangen. „Somit hat die Klage auch keine aufschiebende Wirkung“, erklärt der Anwalt.

„Für uns stellt sich ohnehin die Frage, was die Gemeinde mit dieser Klage bewirken möchte“, so der Jurist. Denn im Planfeststellungsverfahren habe sie ausreichend die Möglichkeit zur Stellungnahme gehabt.

„Wir vermuten, dass die Gemeinde Dotternhausen einfach ihre Verhandlungsposition stärken möchte“, sagt Koslowitsch. „Es sind wohl taktische Gründe“, fügt er an. Er und das Unternehmen warten nun auf die Klagebegründung. „Aus unserer Sicht ist sie als unzulässig abzuweisen“, sagt er.

Der Seilbahnumbau, davon ist auch Pressesprecherin Sabine Schädle überzeugt, werde im Rahmen der großen Reparatur im Spätherbst stattfinden.

Autor:    Nicole Leukhardt

Quelle:  zak

https://www.zak.de/Nachrichten/Holcim-nimmt-Stellung-zur-Klage-der-Gemeinde-Dotternhausen-Es-sind-wohl-taktische-Gruende--140045.html

13.02.2020

119 Material-Loren geplant   
Von Schwarzwälder Bote    13.02.2020 - 16:42 Uhr

Die bestehende Seilbahn ist mehr als 40 Jahre alt und soll so umgebaut werden, dass sie modernen technischen Anforderungen entspricht. Die umgebaute Bahn soll zudem den Sicherheitsanforderungen für den Transport von Personen (Europäische Seilbahnverordnung) entsprechen.

Die derzeitige Anlage hat eine Kapazität von 300 Tonnen pro Stunde und verfügt über 68 Loren. Nach dem Umbau soll die Kapazität mit 119 Loren 450 Tonnen pro Stunde betragen. Zudem sollen vier Kabinen mit je vier Sitzplätzen zur Personenbeförderung sowie eine Wartungslore realisiert werden.

Die neuen Loren können nicht mehr nach unten geöffnet werden, sondern werden zum Entladen um 180 Grad gedreht. Damit ist laut Holcim gewährleistet, dass auf der Strecke kein Material mehr aus ihnen fallen kann.

Die Zahl der Stützen soll von derzeit elf auf 14 erhöht werden. An zehn Standorten sollen neue erstellt werden, teilweise werden auch die Fundamente neu gebaut. Die Gittermasten werden durch Rundrohrstützen ersetzt. Die Masten werden mit Hilfe eines Schwerlasthubschraubers an einem Tag ab- und wieder aufgebaut. Auch an der Berg- und Talstation sollen laut Holcim Ertüchtigungen vorgenommen werden.
Quelle:  schwabo

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dotternhausen-119-material-loren-geplant.6ca74786-5440-49b0-80f0-a09c869edd83.html

Seilbahn, Plettenberg
Die geplante Sanierung der Materialseilbahn wurde vorerst gestoppt. --- © Daniel Seeburger

13.02.2020

Holcim-Seilbahn: Dotternhausens Gemeinderäte klagen gegen Land Baden-Württemberg
13.02.2020 Von Nicole Leukhardt, Von Daniel Seeburger

 

Die Gemeinde Dotterhausen klagt vor dem Verwaltungsgericht Sigmaringen gegen das Land Baden-Württemberg. Es geht um den Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Tübingen zur Sanierung der Holcim-Seilbahn.

Amtsverweser Alfons Kühlwein gab bekannt, dass der Gemeinderat am 22. Januar in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen habe, gegen den Planfeststellungsbeschluss in Sachen Umbau der Holcim-Seilbahn des Regierungspräsidiums Tübingen zu klagen.

Ein Paukenschlag, der keiner war

Es war am Mittwochabend bei der Sitzung des Dotternhausener Gemeinderats ein Paukenschlag, der bei genauerem Hinschauen eigentlich gar keiner war. Denn ein rechtliche Vorgehen gegen den Planfeststellungsbeschluss hatte sich schon im Vorfeld angekündigt.

Bereits in der erweiterten Vorstandssitzung des Vereins Natur- und Umweltschutz Zollernalb (NUZ) am 15. Januar, war der Planfeststellungsbeschluss Thema. Der Vereinsvorsitzende Norbert Majer hatte erklärt, dass die Einzelklagefristen der Anlieger und der betroffenen Grundstückseigentümer am 18. Januar ablaufen und von dieser Seite kaum Klagen zu erwarten seien. Wohl auch deshalb, weil eventuellen Einwendungen kaum Erfolg zugemessen worden waren.

Klagefrist lief in der vergangenen Woche ab

Die Klagefrist der Gemeinde allerdings lief erst am 7. Februar aus. Bereits am 18. Januar erhielten die Gemeinderäte eine Mitteilung des NUZ-Vorsitzenden Norbert Majer, mit der Bitte, eine mögliche Klage zu prüfen. In einer umfangreichen Mail legte Majer dar, dass die Seilbahn, die aus Sicht der NUZ durchaus als Neubau zu sehen sei, die Gemeinde in ihrer zukünftigen Entwicklung behindere und die Abwägung über eine eventuelle Verlegung der Trasse mehr Zeit bedürfe.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die Gemeinde werde weiterhin eine vertragliche Lösung mit Holcim suchen, erklärte Dotternhausens Amtsverweser Alfons Kühlwein am Donnerstag. Eine Klage sei notwendig, weil die Gemeinde mit einigen Punkten des Planfeststellungsbeschlusses nicht einverstanden sei. Für die Gemeinde sei trotzdem der Verhandlungsweg vorrangig, obwohl man jetzt den Rechtsweg beschreiten werde. Um die Frist wahren zu können, sei der Gemeinde nichts anderes übrig geblieben.

Sofortvollzug wird auf Eis gelegt

Ein Haken des Planfeststellungsbeschlusses ist der dort festgeschriebene Sofortvollzug. Das heißt, Holcim hätte ohne Klage sofort mit dem Umbau der Seilbahn beginnen können. Das wurde durch die Klage verhindert. „Hinzu kommt, dass für den Mastenbau bisher jegliche Dienstbarkeiten fehlen, die meisten Pfeiler stehen auf Gemeinde- oder Privatgrund“, sagt Norbert Majer, der sich freut, mit seinem Anliegen bei der Mehrheit der Gemeinderäte ein offenes Ohr gefunden zu haben.

Auch Majer erfuhr von dem Beschluss des Gremiums erst hinterher. Nichtöffentlich verhandelt worden sei, weil es unter anderem um Vertragsinhalte und Zahlen gegangen sei – Unternehmensinterna also, so Kühlwein. Wie das Gremium letztlich abgestimmt hat, wollte Alfons Kühlwein nicht verraten. Sicher allerdings ist, dass mindestens sechs der zehn Gemeinderäte einer Klage zugestimmt haben. Der Amtsverweser selbst hat kein Stimmrecht, bei Stimmenpatt wäre der Antrag abgelehnt worden.

Gemeinde beauftragt fachkompetente Kanzlei

Mit der rechtlichen Vertretung der Gemeinde sei eine fachkompetente Kanzlei beauftragt worden, so Kühlwein. „Wir brauchen Waffengleichheit“, sagte er im Hinblick auf die rechtliche Vertretung bei Holcim.

Noch in diesem Monat wird eine weitere Gesprächsrunde zwischen Holcim und der Gemeinde stattfinden. Dabei stehen wohl auch Verhandlungen über mögliche zusätzliche Ausgleichsflächen, die Holcim für die geplante Süderweiterung braucht, auf der Tagesordnung. „Wir wollen über alles reden“, erklärte Amtsverweser Kühlwein.
Autor:  Nicole Leukhardt,

Autor:  Daniel Seeburger

Quelle: zak

https://www.zak.de/Nachrichten/Holcim-Seilbahn-Dotternhausens-Gemeinderaete-klagen-gegen-Land-Baden-Wuerttemberg-140020.html

Holcim-Seilbahn
Der Umbau der Holcim-Seilbahn gerät ins Stocken. Es wird eine neue Verhandlungsrunde eingeläutet. Foto: Maier

13.02.2020

Gemeinderat legt Holcim-Seilbahn auf Eis   
Von Detlef Hauser    13.02.2020 - 13:58 Uhr

Dotternhausen - Im vergangenen Jahr stimmte der Dotternhausener Gemeinderat noch den Plänen für die neue Holcim-Seilbahn zwischen Plettenberg und Zementwerk zu, im Dezember gab das Regierungspräsidium grünes Licht. Doch der für den Herbst geplante Baubeginn ist auf Eis gelegt, es gibt neue Gespräche.

In der Sitzung des Gemeinderats teilte Amtsverweser Alfons Kühlwein mit, dass in einer nichtöffentlichen Sitzung beschlossen worden sei, erneut mit der Firma Holcim zu verhandeln und die vertraglichen Regelungen "neu zu definieren". Um eine so genannte Verfristung zu vermeinden, sei eine Klage beim Verwaltungsgericht Sigmaringen gegen den Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums eingereicht worden. Diese richte sich nicht gegen Holcim, sondern gegen das Land Baden-Württemberg. Sollte bei den Verhandlungen zwischen der Gemeinde und Holcim eine Einigung erzielt werden, werde die Klage zurückgezogen.

Termin mit Unternehmen vereinbart

Welche Veränderungen die Gemeinde erreichen wolle, sagte Kühlwein auf Nachfrage nicht. Es sei bereits ein Termin mit dem Unternehmen vereinbart. Er verwies darauf, dass sich nach der Kommunalwahl die "politische Lage" in der Gemeinde verändert habe: "Die Mehrheiten sind anders", so Kühlwein.

In der April-Sitzung 2019 hatte der Gemeinderat dem Neubau zugestimmt, allerdings mit der Auflage, dass es keinen Nachtbetrieb geben dürfe. Zudem sollten die Lärmimmissionen auf das "zwingend erforderliche Maß" eingeschränkt werden.

Im Dezember erfolgte der Planfeststellungsbeschluss, also die Genehmigung durch das Regierungspräsidium für den Umbau der 2,3 Kilometer langen Seilschwebebahn zwischen dem Zementwerk und dem Steinbruch (wir berichteten). Die Behörde wies damals darauf hin, dass unter anderem die privaten Belange der an die Trasse angrenzenden Bewohner eingehend geprüft worden seien. Es habe sich gezeigt, dass die Beeinträchtigungen für die betroffenen Grundstückseigentümer ingesamt und auch im Einzelfall zumutbar seien.
Quelle:  schwabo

Autor:   Detlef hauser

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dotternhausen-gemeinderat-legt-holcim-seilbahn-auf-eis.907b6069-2d4e-4c6c-bb53-399fd833db43.html

Der erweiterte Vorstand der NUZ beschäftigte sich bei der öffentlichen Sitzung unter anderem mit der Seilbahn auf den Plettenberg
Der erweiterte Vorstand der NUZ beschäftigte sich bei der öffentlichen Sitzung unter anderem mit der Seilbahn auf den Plettenberg - © Daniel Seeburger

20.01.2020

NUZ sieht durch Seilbahn die Erweiterungsmöglichkeiten von Dotternhausen stark eingeschränkt

Wird die Materialseilbahn auf den Plettenberg umgebaut oder neu erstellt? Diese Frage stellte sich der erweiterte Vorstand des Vereins für Natur- und Umweltschutz Zollernalb (NUZ) bei einer öffentlichen Sitzung im Dotternhausener Sportheim. Sicher ist für Vorstandsmitglieder, dass durch die Seilbahn die Erweiterungsmöglichkeit der Gemeinde stark eingeschränkt ist.

Auch der Dotternhausener Gemeinderat wird in der nächsten Sitzung am Mittwoch um 19 Uhr mit einer Bitte des NUZ konfrontiert. Der Verein hofft auf eine Kostenübernahme der Gemeinde Dotternhausen beim Beschwerdeverfahren, das der Verein beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim (VGH) geführt hat.
Die Beschwerde wurde vom VGH kurz vor Weihnachten abgelehnt. Der NUZ hat sie gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Sigmaringen eingelegt. Dort hatte der NUZ dagegen geklagt, dass die Verbrennung von Abfall im Zementwerk auf 100 Prozent erhöht werden darf.

Antrag der NUZ blieb bei der Verwaltung liegen

Der Antrag sei vermutlich im Juli 2019 bei der Gemeinde eingegangen und angesichts der personellen Lage bei der Verwaltung so lange liegengeblieben, vermutet der Dotternhausener Amtsverweser Alfons Kühlwein.
Handschriftlich vermerkt ist das Datum 15. Juli 2019. Von wem dieser Vermerk kommt, ist ungewiss, der Antrag der NUZ selbst ist undatiert. Das Schriftstück trägt den Eingangsstempel der Gemeinde mit dem Datum vom 11. Dezember 2019.

Gemeinde unterliegt der Neutralitätspflicht

Es sei rechtlich schwierig für die Gemeinde, hier eine Entscheidung zugunsten des Antragstellers zu treffen, führte Alfons Kühlwein aus. Denn die Verwaltung unterliege der Neutralitätspflicht und zwar unabhängig von dem politischen Ansinnen.

NUZ-Vorstand tagt öffentlich

In der vergangenen Woche lud der NUZ zu einer öffentlichen Sitzung des erweiterten Vorstands ins Sportheim nach Dotternhausen ein. Knapp zehn interessierte Bürger waren gekommen.
Der NUZ-Vorsitzende Norbert Majer berichtete unter anderem von den Aktivitäten des Vereins gegen den geplanten Umbau der Materialseilbahn auf den Plettenberg. 41 Personen hätten Einspruch gegen das Projekt eingelegt, so Majer. Seiner Ansicht nach müsse man hier von einem Neubau sprechen. Unter anderem deshalb, weil die Transportkapazität um 50 Prozent erhöht werde. Holcim habe aber kein Recht, eine neue Seilbahn auf der bestehenden Trasse zu bauen.
Die Kosten von rund 12 Millionen Euro solle Holcim lieber für den Einbau besserer Filteranlagen verwenden, so Majer.

Vorschlag: Seilbahn ans Betonsträßchen verlegen

Durch die Seilbahn sieht der NUZ-Vorsitzende das einzige Erweiterungsgebiet der Gemeinde für die nächsten Jahrzehnte beeinträchtigt. Norbert Majer wies darauf hin, dass eine Entwicklung Dotternhausens mit Baugebieten in Richtung Roßwangen definitiv abgeschlossen sei. Sein Vorschlag: Holcim solle die Seilbahn eventuell an das bereits bestehende Betonsträßchen verlegen. „Damit würden die Entwicklungschancen der Gemeinde erhalten bleiben“, führte er aus.
„Der Wind dreht sich gerade“, führte Georg von Cotta, Mitglied des erweiterten Vorstands und Gemeinderat hinsichtlich des CO2-Ausstoßes von Zementwerken aus. Dieser übertreffe sogar die Kohlendioxid-Emmissionen des Flugsektors. Chancen, die es gibt, würden nicht genutzt, bedauerte er.

Ruf nach adäquaten Filteranlagen

„Ich mache mir Sorgen um unsere Zukunft“, führte Vorstandsmitglied Beate Zöld aus. Sie forderte Holcim auf, endlich adäquate Filter einzubauen. Dabei geht es um die Nachrüstung mit sogenannten SCR-Filteranlagen. Das präferierte in der Vergangenheit auch die Genehmigungsbehörde beim Regierungspräsidium.
Ein weitere Thema, das in der Vorstandssitzung angesprochen wurde, war die geplante Verbrennung von Altglas im Zementwerk. Darunter falle auch zermahlenes Glas von Photovoltaikanlagen und zerkleinerte Ceranfelder, führte Norbert Majer aus. Er verwies auf erhebliche Abweichungen gegenüber Verbrennungen ohne Glas bei Messungen des Verbands deutscher Zementwerke (VdZ). Der Dotternhausener Gemeinderat habe im vergangenen Jahr erneute Messungen gefordert, trotzdem sei die Genehmigung sofort erteilt worden.
Dabei stellte sich der NUZ-Vorsitzende nicht prinzipiell gegen die Verbrennung der Glaspartikel. „Irgendwann muss man das verbrennen, aber dann müssen auch Filter rein wie bei Müllverbrennungsanlagen“, so Majer.

Dialog mit Holcim oder Protest mit gelben Westen

„Wir suchen den Dialog mit Holcim“, führte Otto Scherer, Mitglied des erweiterten Vorstands und Gemeinderat, aus. Von einem Dialog erhoffe man sich „die gemeinsame Erarbeitung von Zielen und Zielrichtungen“, erklärte Beate Zöld. Aber Otto Scherer stellte klar, dass man sich auch gelbe Westen anziehen und die Einfahrt des Werksgeländes blockieren werde, wenn ein Dialog scheitere.

Autor:   Daniel Seeburger

Quelle: zak

https://www.zak.de/Nachrichten/NUZ-sieht-durch-Seilbahn-die-Erweiterungsmoeglichkeiten-von-Dotternhausen-stark-eingeschraenkt-139608.html

Eine Lore schwebt zwischen dem Plettenberg und dem Zementwerk Dotternhausen. Die Seilbahn wird nun erneuert  Foto: Visel Foto: Schwarzwälder Bote
Eine Lore schwebt zwischen dem Plettenberg und dem Zementwerk Dotternhausen. Die Seilbahn wird nun erneuert Foto: Visel Foto: Schwarzwälder Bote

11.12.2019

RP: Seilbahn-Umbau kann kommen

Der Umbau der für den Kalksteinabbau auf dem Plettenberg notwendigen Selschwebebahn hin zum Holcim-Zementwerk in Dotternhausen kann nach Meinung des Tübinger Regierungspräsidiums (RP) kommen. Die Behörde hat nun den Planfeststellungsbeschluss erlassen.
Tübinger Behörde erlässt Planfeststellungsbeschluss. "Beeinträchtigungen zumutbar"

 

Dotternhausen/Tübingen.
Ergebnis der umfassenden Prüfung, die seit Frühjahr angedauert hatte, ist laut Mitteilung des RP, dass die Beeinträchtigungen für die betroffenen Grundstückseigentümer insgesamt und auch im Einzelfall zumutbar seien. Einige Dotternhausener sowie die Bürgerinitiatve NUZ hatten sich immer wieder gegen den Bau ausgesprochen.
Mit dem Planfeststellungsbeschluss werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Umbau der Seilbahn und für die damit angestrebten Ziele geschaffen. Angestrebt werden insbesondere die Erhöhung der Sicherheitsstandards für die Seilbahn, die Erreichung von Lärmminderungen entlang der Seilbahnstrecke und die Minimierung des Kraftfahrzeugverkehrs auf den Plettenberg hinauf.
Wie berichtet, will Holcim die rund 2,3 Kilometer lange Seilschwebebahn zwischen dem Zementwerk Dotternhausen und dem Steinbruch auf dem Plettenberg ertüchtigen. Der Umbau der Seilschwebebahn besteht im Wesentlichen aus dem Austausch der bestehenden Masten und den Seilen. An zwei bestehenden Masten müssen neue Fundamente errichtet werden, drei neue Masten kommen hinzu.
Nach dem Umbau soll es zukünftig 16 Stützen geben, davon 14 Stützenbauwerke auf der Strecke, eine Stütze auf der Stahlkonstruktion der Talstation und eine Stütze im Bereich der Bergstation. Die Lage der Talstation und der Bergstation sowie die Seilbahntrasse sollen unverändert bleiben. Tal- und Bergstationsgebäude sollen zudem bestehen bleiben und im Rahmen des Umbaus an die neue Anlage angepasst werden.
Der Planfeststellungsbeschluss wird von Montag, 16. Dezember, bis einschließlich Freitag, 10. Januar 2020, im Rathaus Dotternhausen während der Dienststunden zur Einsicht ausgelegt. Die Unterlagen können ab Beginn der Auslegung außerdem beim Regierungspräsidium Tübingen, Konrad-Adenauer-Straße 20, 72072 Tübingen, Raum N 232, eingesehen werden. Die einzelnen Einwender erhalten den Beschluss vom Regierungspräsidium etwa mit Beginn der Auslegungsfrist zugestellt. Mit Ende der Auslegungsfrist gilt der Planfeststellungsbeschluss allen übrigen Betroffenen gegenüber als zugestellt.

Quelle: schwabo

Autor: Bernd Visel

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dotternhausen-rp-seilbahn-umbau-kann-kommen.e0385685-aff6-427a-a68a-0875c072f7f0.html

Die neue Seilbahn kann kommen, die Genehmigungsbehörde gibt grünes Licht      © Daniel Seeburger
Die neue Seilbahn kann kommen, die Genehmigungsbehörde gibt grünes Licht © Daniel Seeburger

11.12.2019

Regierungspräsidium gibt grünes Licht für den Bau einer neuen Seilbahn auf den Plettenberg
 
Das Regierungspräsidium Tübingen hat den Planfeststellungsbeschluss für den Umbau der 2,3 Kilometer langen Seilschwebebahn zwischen dem Holcim-Zementwerk Dotternhausen und dem Steinbruch auf dem Plettenberg erlassen.
Vor dem Erlass des Beschlusses seien unter anderem die privaten Belange der an die Seilbahntrasse angrenzenden Anwohner eingehend geprüft worden, heißt es in einer Mitteilung des Regierungspräsidiums. Die Planfeststellungsbehörde komme zu dem Ergebnis, dass die Beeinträchtigungen für die betroffenen Grundstückseigentümer insgesamt und auch im Einzelfall zumutbar sind.
Beschluss liegt öffentlich aus

Von Montag, 16. Dezember 2019, bis einschließlich Freitag, 10. Januar 2020, wird der Planfeststellungsbeschluss bei der Gemeinde Dotternhausen während der Dienststunden zur Einsicht ausgelegt.
Die Unterlagen können ab Beginn der Auslegung außerdem beim Regierungspräsidium Tübingen, Konrad-Adenauer-Straße 20, in Tübingen, Raum N 232, eingesehen werden.
Den einzelnen Einwendern werde der Beschluss des Regierungspräsidium etwa mit Beginn der Auslegungsfrist zugestellt, teilt die Tübinger Behörde mit.
Mit Ende der Auslegungsfrist gelte der Planfeststellungsbeschluss allen übrigen Betroffenen gegenüber als zugestellt.
Planungsrechtliche Voraussetzungen
Mit dem Planfeststellungsbeschluss werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Umbau der Seilbahn und für die damit angestrebten Ziele geschaffen. Angestrebt werden insbesondere die Erhöhung der Sicherheitsstandards für die Seilbahn, die Erreichung von Lärmminderungen entlang der Seilbahnstrecke und die Minimierung des Kraftfahrzeugverkehrs auf den Plettenberg hinauf.

Quelle: zak
https://www.zak.de/Nachrichten/Regierungspraesidium-gibt-gruenes-Licht-fuer-den-Bau-einer-neuen-Seilbahn-auf-den-Plettenberg-139119.html

 

Personen-Seilbahn strikt abgelehnt

Die Einwender haben zum Seilbahn-Projekt viele Fragen und Bedenken.
Fotos: Visel 
Foto: Schwarzwälder Bote

Auch der Erörterungstermin nur Sanierung der Holcim-Seilbahn hat mit dem Appell an die Firma geendet, die Sorgen der Bürger ernst zu nehmen und weitere Lärmschutzmaßnahmen zu ergreifen. Werksleiter Dieter Schillo sagte Überprüfungen zu und sprach sich für weitere Messungen aus.

Dotternhausen. Wie bei der Erörterung zur Erweiterung des Steinbruchs vor wenigen Tagen hielten Einwender und Vertreter des Vereins NUZ Holcim sowie den Behörden vor, Dinge zu verschweigen und gemeinsam ein abgekartetes Spiel zu betreiben. "Ich glaube hier drinnen kein Wort mehr", sagte Manfred Brugger im Sitzungssaal des Dotternhausener Rathauses. Elisabeth Menholz als Vertreterin von Bürgermeisterin Monique Adrian betonte, dass auch der Gemeinderat bei seiner Stellungnahme weitere Lärmschutzmaßnahmen an der Berg- und an der Talstation gefordert habe.


Den Erörterungstermin im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens leiteten Cornelia Sauter und Alexander Wolny vom Referat 24 des Tübinger Regierungspräsidiums (RP). Sauter gab den Einwendern recht, dass das Genehmigungsverfahren für die neue Seilbahn, mit der auch Personen befördert werden sollen, nicht leicht durchschaubar sei, weil neben ihrer Behörde auch das Regierungspräsidium Freiburg (Bergamt) und das Verkehrsministerium beteiligt seien.


Gerade daran, dass auch Personen befördert werden sollen, entzündete sich die Kritik von Brugger und Wolfgang Wochner, deren Grundstücke unmittelbar an der Seilbahn liegen. "Das lasse ich nicht zu. Die Leute sehen von der Gondel direkt in meinen Garten. Das ist ein Eingriff in meine Privatsphäre", monierte Brugger. Wenn schon Personengondeln nötig seien, dann sollten deren Scheiben geschwärzt werden wie die zahlreichen Passagen in den Holcim-Pachtverträgen.


Jürgen Hess bemängelte, dass der Bau einer Seilbahn vor der Genehmigung der Süderweiterung des Steinbruchs überhaupt keinen Sinn mache. Holcim pokere und wolle die Bahn dann lediglich als weiteres Druckmittel gegenüber den Behörden in Sachen Süderweiterung nutzen. Dieter Schillo konterte: "Betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte spielen da natürlich nicht die wichtigste Rolle. Mir geht es um die Sicherheit der Mitarbeiter und darum, mit der neuen Bahn auch dem Umweltschutz Rechnung zu tragen."


Er gehe allerdings von der Genehmigung für die Süderweiterung aus: "Wir werden das Zementwerk noch lange in Dotternhausen haben." Allerdings trat er Spekulationen gegenüber, dass Holcim plane, die Seilbahn später einmal vom Plettenberg aus weiter zum Ortenberg zu führen, falls bei Deilingen irgendwann einmal Kalkstein abgebaut werden sollte.


Jonas Letsch vom RP stellte den Stand des Verfahrens vor. Nachdem die Behörde am 11. März das Verfahren eingeleitet habe, hätten bis 2. Mai Einwendungen erhoben werden können. Von 41 Personen seien 37 Einwendungen eingegangen, dazu 16 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange, von denen elf Anregungen und Bedenken enthalten hätten.


Der Erörterungstermin mit Behörden und Naturschutzverbänden hatte am 5. Juni stattgefunden. Aufgrund dessen Ergebnisse entschied das RP, dass keine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig sei. Die mit dem Bau der Seilbahn verbundenen Eingriffe in die Natur müssten jedoch kompensiert werden.


Für Wochner ist diese Entscheidung ein weiteres Indiz dafür, "dass einfach über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden wird". Daher rühre der Unfrieden im Dorf: "Es wird gefragt, was führt Holcim wieder im Schilde?" Wochner sprach sich für mehr Information und Transparenz in Sachen Zementwerk aus.

Dann wurden die Gutachten in Sachen Natur- und Umweltschutz sowie zu den Schallimmissionen vorgestellt. Die Gutachterin betonte, die Lärm-Grenzwerte mit 55 Dezibel für Wohngebiete wurden um rund sechs Dezibel unterschritten – auch die erlaubten Spitzenwerte seien eingehalten. Brugger gab zu Protokoll: "Damit kann ich leben." Gleichwohl wurde die Forderung nach Schutzmaßnahmen, vor allem an der Bergstation, laut. Anton Scherer regte an, dort einen Lärmschutzwall zu errichten. Schillo sagte, wenn sich herausstelle, dass die Seilbahn optimiert werden könne, würde Holcim dafür offen sein. Aber nicht alle Maßnahmen seien möglich, weil es diese nicht zum Null-Tarif gebe.

Zum Schluss wurden "Grundstücksbetroffenheiten" nichtöffentlich verhandelt.

Autor: Bernd Visel

Quelle: schwabo

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dotternhausen-personen-seilbahn-strikt-abgelehnt.1b6d3de2-619c-4f57-86b6-b29912a4a896.html

 

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Loren ja, Gondeln nein: Dotternhausener machen ihrem Ärger um die neue Seilbahn Luft

 

 

 

 

So sieht die Materialseilbahn des Dotternhausener Zementwerks heute aus: 68 Loren an einem Zwei-Seilsystem. In Zukunft sollen hier 119 Loren an einem Seil tal- und bergwärts schweben. Auch eine Personenkabine soll dabei sein.

Foto: Daniel Seeburger

Viele Stunden hitziger Diskussion liegen hinter den Einwendern gegen die neue Seilbahn des Dotternhausener Zementwerks. Vor allem an der Personengondel stören sich die Anlieger. Am Dienstag hatten sie Gelegenheit, beim Erörterungstermin im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ihre Sorgen direkt an die Verantwortlichen von Werk und Behörden zu adressieren.

 

„Es geht heute um die neue Seilbahn“ – mit diesen Worten stieg Dr. Kornelia Sauter vom Tübinger Regierungspräsidium in den Erörterungstermin ein, der am Dienstag im Dotternhausener Rathaus stattfand. Es waren Worte, die die Mitarbeiterin des Referats 24 an diesem Dienstag noch oft wiederholen sollte. Eingeladen waren die Einwender, die Anregungen und Bedenken zum geplanten Bau der Seilbahn des Zementwerks vorgebracht haben. 37 Einwendungen von 41 Privatpersonen lagen dem RP vor, 16 Träger öffentlicher Belange hatte man befragt, elf davon haben Bedenken und Anregungen eingereicht.

 

„Heute dürfen Sie ihre Einwände artikulieren“, wandte sich Dr. Sauter an die Gäste. Mit ihr am Podium: Referatsleiter Dr. Alexander Wolny, Matthias Haasis, Instandhaltungsleiter der Firma Holcim, ein Vertreter der Schweizer Seilbahnfirma Bartholet, eine Gutachterin vom TÜV-Süd, Dr. Ulrich Tränkle vom Landschaftsplanungsbüro AGLN sowie ein Bauingenieur.

 

Personenbeförderung – nein danke

 

Ein wesentlicher Knackpunkt rückte gleich zu Beginn in den Fokus der Diskussion. Mehrere Einwender möchten sich nicht damit abfinden, dass Holcim mit der neuen Seilbahn nicht nur Material, sondern auch Personen in einer eigens dafür geeigneten Kabine befördert. „Ich fühle mich in meiner Privatsphäre sehr eingeschränkt“, erklärte Manfred Brugger. Er wohne unmittelbar an der Seilbahntrasse. „Aus der Perspektive kann mir jeder in meinen Garten gucken“, fügte er an.

 

Ähnlich sieht das auch Wolfgang Wochner. Dass hin und wieder ein Holcim-Mitarbeiter zu Wartungszwecken im Korb per Seilbahn befördert werde, könne er hinnehmen. „Sie geht seit 60 Jahren an unserem Haus vorbei“, sagte er. Aber für Personenbeförderung sehe auch er keinerlei Notwendigkeit.

 

Holcim indes begründete die Entscheidung für die Personengondel mit Sicherheitsaspekten. „Diese Bahn hat ihr Lebensende erreicht, wir bauen jetzt nach größtmöglichen Sicherheitsstandards“, erklärte Matthias Haasis. Denn auch für die Mitarbeiter von Holcim, die täglich in zwei Schichten auf den Plettenberg fahren und die neue Bahn zu Wartungsfahrten nutzen, sei die Gondel wesentlich sicherer als die Straße.

 

Dass ein Scopingtermin von Behörden und Naturschutzverbänden im August vergangenen Jahres schlussendlich ergeben hatte, dass auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet werden kann, wollten die Einwender nicht gelten lassen. „Die Bürger von Dotternhausen kommen sich nicht wertig genug vor, überhaupt gehört zu werden“, bemängelte Wolfgang Wochner. „In solchen Entscheidungen liegt der Zündstoff, der unseren Dorffrieden gefährdet“, betonte er.

 

Die alte Bahn ist ein Risiko geworden

 

Dass der Bau der neuen Bahn absolut notwendig ist, daran ließ Matthias Haasis in seiner kurzen Vorstellung keinen Zweifel. „Das Stahlkonstrukt der 40 Jahre alten Bahn ist an seinem Lebensende angekommen“, erklärte er und wandte sich im selben Atemzug gegen den Vorwurf von Siegfried Rall, man habe die Wartung der Bahn schleifen lassen. „Wir haben die Seilbahn immer gewartet, repariert und erneuert, aber jetzt ist einfach die Sicherheit nicht mehr gewährleistet“, so Haasis.

 

Bisher schaukeln 68, sich nach unten öffnende Loren über 11 Stützen an einem Zweiseilsystem berg- und talwärts. Sie fördern 300 Tonnen pro Stunde vom Berg ins Werk.

 

Künftig sollen 119 Loren über 16 Stützen an einem Seil befördert werden. Zum Entleeren werden sie in der Talstation gekippt. Sie sollen 450 Tonnen pro Stunde befördern können. „Dafür verkürzen wir die Laufzeit der Bahn deutlich und verzichten auf Sonntags- und Feiertagsbetrieb“, erklärte Werksleiter Dieter Schillo.

 

Die Fördermenge, auch das betonte er mehrere Male, erhöhe sich nicht. „Unser Werk ist an seinem Limit angekommen, mehr schaffen wir gar nicht“, betonte er.

 

Dass der Neubau jetzt angegangen werde, noch bevor das endgültige Ja zur Süderweiterung vorliegt – auch das kam den Einwendern komisch vor. „Es geht uns hauptsächlich um die Sicherheit“, wiederholte Schillo, der einräumte, dass eine solche Investition eigentlich nur sinnvoll sei, wenn Planungssicherheit gegeben sei. „Der Scopingtermin zur Süderweiterung hat uns gezeigt, dass es keine unüberwindbaren Probleme mehr gibt“, wagte er eine positive Prognose.

 

Auch die Planungs- und Bauzeit einer solchen Bahn gelte es zu bedenken. „Wir wollen sie 2023 in Betrieb nehmen, ein Jahr Vorlauf ist zu wenig“, sagte auch Matthias Haasis. „Diese Jahreszahl ist sachlich nicht zu rechtfertigen“, entgegnete Jürgen Hess. Auch er war einer der Einwender. Unstrittig schien allein diese eine Zahl: Würde die Süderweiterung nicht kommen, wäre in zehn Jahren mit dem Abbau auf dem Berg Schluss, beantwortete Dieter Schillo die Frage von Dr. Kornelia Sauter.

 

Das Argument, dass mit einer neuen Seilbahn weniger Verkehr auf der Plettenbergstraße unterwegs sei, täglich nämlich mindestens vier bis sechs Fahrten, wollten vor allem die direkten Anlieger nicht als stichhaltig gelten lassen. „Ginge es dem Zementwerk um die Ökologie der Transporte, würde man heute schon den Zement auf die Schiene verlagern“, fand Anton Scherer. „Die Bahn ist ein reines Alibiprojekt, dass sich für eine bessere Akzeptanz gut verkaufen lässt“, monierte auch Siegfried Rall vom Verein NUZ.

 

Begünstigt der Seilbahnbau die Süderweiterung?

 

Jürgen Hess, einer der Einwender, sah hinter dem Bau sogar noch einen ganz anderen Aspekt: „Die Genehmigung dieser Seilbahn erhöht massiv den psychologischen Druck auf die Behörden, die die Süderweiterung zu genehmigen haben. Dort findet so ein Neubau sicher eine Würdigung, somit tragen Sie auch zur Süderweiterungsgenehmigung bei“, wandte er sich an die Vertreter des Regierungspräsidiums, die sich zuvor für eine deutliche Trennung der beiden Themen ausgesprochen hatten.

 

 

Aus naturschutzfachlicher Sicht, dies legte Dr. Ulrich Tränkle in seinem kurzen Abriss dar, sind mit wenigen, notwendigen Ausgleichsmaßnahmen keine massiven Beeinträchtigungen in die Tier und Pflanzenwelt zu befürchten.

 

Und auch die Schallimmissionsprognose des TÜVs Süd gab keinen Anlass zur Sorge für die Anwohner: „Selbst konservativ mit Puffer gerechnet bleibt die neue Bahn sechs Dezibel unter den Grenzwerten“, urteilte die Gutachterin.

 

Dass die Bahn zu hören ist, daran hatte jedoch auch sie keinen Zweifel.

 

Gibt es bereits Pläne für den Abbau auf dem Ortenberg?

 

Und dann fand Wolfgang Wochner doch noch versöhnliche Worte: „Wir sind mit dem Zementwerk groß geworden und wollen auch weiter mit ihm leben.“ Er bitte die Verantwortlichen schlicht inständig um Transparenz und Nachhaltigkeit.

 

Dazu gehörten auch Pläne des Zementwerks, die eine Erweiterung der Seilbahn bis auf den Ortenberg nach Deilingen bereits vorsähen, wie Jürgen Hess behauptete.

 

Dieter Schillo wies solche Pläne weit von sich und widersprach dem Einwender entschieden, der es jedoch befremdlich fand, „dass solch unumstößliche Planungen, die beim Regionalverband bereits vorliegen, angezweifelt werden.“ Beim für den Ortenberg zuständigen Regionalverband Schwarzwald-Baar-Heuberg, das haben ZAK-Recherchen ergeben, ist dort ein Sicherungsgebiet für Rohstoffe ausgewiesen. Dies sei, so heißt es, ein Bereich, der irgendwann ein mal für den Abbau in Anspruch genommen werden kann aber nicht muss.

 

Autor: Nicole Leukhardt

Quelle: zak

https://www.zak.de/Nachrichten/Loren-ja-Gondeln-nein-Dotternhausener-machen-ihrem-Aerger-um-die-neue-Seilbahn-Luft-136497.html

Holcim will eine neue Seilbahn auf den Plettenberg bauen.
Holcim will eine neue Seilbahn auf den Plettenberg bauen.

 

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Neue Seilbahn auf den Plettenberg: Regierungspräsidium berät die Einwände in Dotternhausen

 

Holcim möchte eine neue Seilbahn auf den Plettenberg bauen. Das Projekt ist nicht unumstritten. Jetzt findet das Erörterungsverfahren des Tübinger Regierungspräsidiums im Dotternhausener Rathaus statt.

 

Auf Antrag der Firma Holcim (Süddeutschland) führt das Regierungspräsidium Tübingen für den Umbau der 2,3 Kilometer langen Seilschwebebahn zwischen dem Zementwerk Dotternhausen und dem Steinbruch auf dem Plettenberg ein Planfeststellungsverfahren durch.

Einwände konnten geltend gemacht werden

Im März 2019 wurde das Anhörungsverfahren eingeleitet. Bis einschließlich Mittwoch, 17. April lagen die Planunterlagen in der Gemeinde Dotternhausen zur Einsicht aus. Bis zum 2. Mai konnten Einwendungen gegen das Vorhaben erhoben werden.

 

Am Dienstag, 25. Juni, ab 10 Uhr werden die rechtzeitig erhobenen Einwendungen und die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange erörtert. Die Veranstaltung findet im Sitzungssaal des Rathauses Dotternhausen statt.

 

Natur- und Landschaftsschutz wird erörtert

Die Erörterung beginnt mit der Vorstellung des bisherigen Verfahrens und des Antrags von Holcim. Es folgt die Erörterung der öffentlichen Belange, insbesondere des Natur- und Landschaftsschutzes. Im Anschluss daran werden die Auswirkungen der Planung auf den Menschen, insbesondere durch Schallimmissionen sowie Grundstücksbetroffenheiten erörtert.

Öffentlichkeit kann zugelassen werden – wenn es die Betroffenen erlauben

Der Erörterungstermin ist grundsätzlich nichtöffentlich. Die Öffentlichkeit kann zugelassen werden, bei der Erörterung privater Belange jedoch nur mit dem Einverständnis der jeweiligen Betroffenen.

 

Neue Fundamente, drei neue Masten

Der Umbau der Seilschwebebahn besteht im Wesentlichen aus dem Austausch der bestehenden Masten und den Seilen. An zwei bestehenden Masten müssen neue Fundamente errichtet werden, drei neue Masten kommen hinzu.

 

Nach dem Umbau gibt es zukünftig 16 Stützen, davon 14 Stützenbauwerke auf der Strecke, eine Stütze auf der Stahlkonstruktion der Talstation und eine Stütze im Bereich der Bergstation. Die Lage der Talstation und der Bergstation sowie die Seilbahntrasse bleiben unverändert. Tal- und Bergstationsgebäude bleiben bestehen und werden im Rahmen des Umbaus an die neue Anlage angepasst.

 

Spezialhubschrauber im Einsatz

Die Umbaumaßnahme der Seilschwebebahn soll im September und Oktober 2020 durchgeführt werden. Dazu ist der Einsatz eines Spezialhubschraubers geplant, der die Masten aus der Luft montiert.

 

Autor: Daniel Seeburger

Foto: Daniel Seeburger

Quelle: zak

https://www.zak.de/Nachrichten/Neue-Seilbahn-auf-den-Plettenberg-Regierungspraesidium-beraet-die-Einwaende-in-Dotternhausen-136338.html

 

 

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Genehmigungsbescheid - Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Änderungsgenehmigung

Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Änderungsgenehmigung für den dauerhaften Einsatz von Glasabfällen (ASN 191205) im Kalzinator als Ersatzrohstoff in der Zementklinkerproduktion
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»Genehmigung nicht nötig«

Dotternhausen (bv). Im Rahmen der Erörterung zum Plettenberg-Steinbruch wurde wegen Bauarbeiten für die neue Seilbahn angefragt. Wie Holcim nun mitteilte, fänden Arbeiten am Fundament der Stütze 16 statt. Da es sich um die Modernisierung eines bestehenden Bauwerks handle, sei keine Genehmigung erforderlich. Über die Arbeiten seien Regierungspräsidium und Landesbergbauamt informiert worden.

 

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/620054/17

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Seilbahnbau eventuell ohne Genehmigung?

 

Die Vertreter des Landratsamtes wurden im Zuge des Erörterungstermin unter dem Tagesordnungspunkt "Sonstiges" am Mittwoch, 05.06.2019 gefragt, ob ihnen etwas bekannt wäre, dass mit dem Neubau der Seilbahn schon begonnen worden sei.

 

Dem Landratsamt war diesbezüglich nichts bekannt.

 

Durch Nachfragen bei den anwesenden Herren von Holcim, Herrn Schillo und Herrn Junginger, gaben diese zu, dass mit dem Neubau von Stützen schon begonnen wurde, obwohl eventuell noch keine Genehmigung vorliegt.

 

Die Erörterungsverhandlung zu dem Seilbahnneubau findet erst am 25.06.2019 statt.

 

Die Angelegenheit wird von Amts wegen geprüft.

 

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Bekanntmachung der Erörterungsverhandlung Seilbahnbau

Die rechtzeitig erhobenen privaten Einwendungen und die Stellungnahmen der
Behörden und Verbände sowie die Äußerungen zu den Umweltauswirkungen des
Vorhabens werden
am Dienstag, 25. Juni 2019 um 10:00 Uhr
im Sitzungssaal des Rathauses Dotternhausen,
Hauptstraße 21, 72359 Dotternhausen
gemeinsam erörtert.

 

Einladungsdatei

Die nach dem Bau der neuen Holcim-Seilbahn mögliche Personenbeförderung sei nur ein Trick, da sie nicht der Öffentlichkeit diene, meint der Verein NUZ. Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder Bote
Die nach dem Bau der neuen Holcim-Seilbahn mögliche Personenbeförderung sei nur ein Trick, da sie nicht der Öffentlichkeit diene, meint der Verein NUZ. Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder Bote
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NUZ kämpft weiter gegen die Holcim-Seilbahn


Dotternhausen. Der Verein Natur- und Umweltschutz Zollernalb bleibt bei seiner ablehnenden Haltung gegenüber der geplanten neuen Holcim-Seilbahn auf den Plettenberg.
Wie NUZ-Vorsitzender Norbert Majer betont, fordere der Verein nach wie vor: "Erst den Einbau von katalytischen Rauchgasreinigungsanlagen (SCR) und abwarten, ob auf dem Plettenberg überhaupt eine Süderweiterung aus rechtlichen Gründen möglich sein wird."
Die angebliche Personenseilbahn halte man für einen "Trick", um die Genehmigungszuständigkeiten an solche Behörden zu geben, die Holcim mehr als "wohlgesonnen" seien und großzügig Ausnahmegenehmigungen von gesetzlichen Vorschriften erteilten.
Majer verweist in diesem Zusammenhang auf eine Stellungnahme des Tübinger Regierungspräsidiums zur Genehmigung der Seilbahn.
Darin heißt es, dass es nach Durchsicht der Akte keine Grunddienstbarkeit hinsichtlich der NUZ-Einwendung zu finden sei.
Allerdings werde vom Vorhabenträger alle infrage kommenden Grunddienstbarkeiten angefordert.
Das Regierungspräsidium Tübingen, heißt es weiter, sei als Genehmigungsbehörde über Seilbahnen, Schleppaufzüge und Vergnügungsbahnen in Baden-Württemberg (Landesseilbahngesetz) zuständig.
Der Planfeststellungsbeschluss stelle die anlagenbezogene Genehmigung für die Seilbahn dar.
Das Landesseilbahngesetz gelte dabei für alle Seilbahnen, die dem Personenverkehr dienten, unabhängig von der Anzahl der zu befördernden Personen.
Neben der anlagenbezogenen Genehmigung sei für den Betrieb der Seilbahn eine weitere Genehmigung notwendig.
Diese werde nicht durch den Planfeststellungsbeschluss abgedeckt.
Hierfür sei das Regierungspräsidium Freiburg, Landesbergdirektion, zuständig.
Diese führe auch die Bauüberwachung und die technische Aufsicht in Sachen Brand- und Immissionsschutz aus.
Fazit: "Für den Bau und den Betrieb einer Personenseilbahn sind also zwei gesonderte Genehmigungen notwendig."
Für die Baugenehmigung den Betrieb sowie für die Bauüberwachung und technische Aufsicht einer reinen Materialseilbahn sei das Landratsamt zuständig.
Wie berichtet, hatte NUZ-Aktivist Siegfried Rall Einspruch beziehungsweise Widerspruch gegen das Planfeststellungsverfahren für die Seilbahn eingelegt.
Unter anderem wiesen die Gutachten, vor allem zu den Schallimmissionen, beträchtliche Defizite auf.
Des Weiteren werden naturschutzrechtliche Belange ins Feld geführt.
Zudem, so Rall, stelle sich die Frage nach dem Sinn dieser Anlage, wenn nur noch ein kleiner Teil der geplanten Fläche auf dem Berg abgebaut werden könne.
Es sei offensichtlich, dass Holcim mit dem Bau lediglich "ein weiteres Abbau-Salami-Stück" bei der Gemeinde und beim Landratsamt zu erpressen beabsichtige.

Foto: Holcim

Foto: Schwarzwälder Bote

Quelle: Schwabo vom 14.05.2019

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dotternhausen-nuz-kaempft-weiter-gegen-die-holcim-seilbahn.eacc79a2-b29c-4879-a442-fb9ccf2c328f.html

 

Die alte Seilbahn auf den Plettenberg des Dotternhausener Holcim-Zementwerks soll demontiert werden.
Die alte Seilbahn auf den Plettenberg des Dotternhausener Holcim-Zementwerks soll demontiert werden.

 

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Siegfried Rall formuliert Einwände gegen die neue Seilbahn auf den Plettenberg

 

Das Tübinger Regierungspräsidium (RP) führt zur Zeit das Planfeststellungsverfahren für die Erneuerung der Seilbahn des Holcim-Zementwerks auf den Plettenberg durch. Die entsprechenden Unterlagen lagen vom 18. März bis zum 17. April zur Einsicht bei der Gemeinde Dotternhausen aus.

Gemeinderat hat keine Einwände

In der Sitzung am Mittwochabend gab der Dotternhausener Gemeinderat eine Stellungnahme ab, in der er grundsätzlich keine Einwendungen gegen die Planung hatte, aber einige Änderungen vorschlug.

 

Siegfried Rall, Mitglied des Vereins für Natur- und Umweltschutz Zollernalb (NUZ), geht in seinen Einwendungen unter anderem auf Nutzungsänderungen, Genehmigungsauflagen, Abbaukapazitäten, Schallschutz und Naturschutz ein.

Einwendungen können nach Aussagen des RP noch bis zwei Wochen nach Ende der Auslegungsfrist erhoben werden, also bis 30. April.

RP wertet Einwendungen aus

„Nach Ablauf der Einwendungsfrist wird das Regierungspräsidium die eingegangenen Anregungen und Bedenken auswerten und gegebenenfalls in einem Erörterungstermin mit den Einwendern und Trägern öffentlicher Belange erörtern“, heißt es in einer Pressemitteilung der Tübinger Behörde.

Diese Erörterungstermine seien in der Regel nicht öffentlich, es sei denn, die Einwender hätten nichts dagegen, dass öffentlich erörtert werde, erklärte RP-Pressesprecher Dirk Abel am Mittwoch auf Nachfrage. Es werde aber zuvor der Gehalt und die rechtliche Relevanz der Einwendungen geprüft.

 

In einem Erörterungsverfahren werde zudem zuvor festgestellt, ob die Einwendungen relevant seien, so Abel. Das heißt, nicht jede Einwendung wird automatisch in einem Erörterungstermin behandelt.

 

Autor: Daniel Seeburger

Quelle: zak

https://www.zak.de/Nachrichten/Siegfried-Rall-formuliert-Einwaende-gegen-die-neue-Seilbahn-auf-den-Plettenberg-128428.html

Runde Stahlstützen statt Gittermasten und mehr Loren: So soll die neue Seilschwebebahn von Holcim aussehen. Foto: Holcim
Runde Stahlstützen statt Gittermasten und mehr Loren: So soll die neue Seilschwebebahn von Holcim aussehen. Foto: Holcim

 

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Holcim: Seilbahn nur unter Auflagen

 

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ist die Gemeinde laut Bürgermeisterin Monique Adrian zu einer Stellungnahme bis 2. Mai aufgefordert worden: "Geben wir keine ab, heißt das für die Genehmigungsbehörde, dass wir einverstanden sind."

Matthias Haasis, Leiter Instandhaltung bei Holcim, stand den Räten Rede und Antwort. Er versicherte, dass es keinen Nachtbetrieb geben werde. "Die derzeitigen Betriebszeiten sind täglich von 6 bis 22 Uhr. Diese sollen nach dem Umbau beibehalten werden, wobei der Betrieb vorwiegend von 6 bis 18 Uhr stattfinden soll", betonte er. Durch die höhere Kapazität der Bahn könnten die Betriebsstunden von 13,5 auf neun Stunden pro Tag reduziert werden. Aufgrund der größeren Kapazität könne auch, bis auf wenige Ausnahmen, auf den Betrieb an Samstagen und Sonntagen verzichtet werden. Auch werde die neue Anlage sicherer und es werde weniger Lärm geben, weil diese anders konstruiert sei. So würden die Lärmimmissionen in der Talstation und beim Überfahren der Stützen minimiert. Auch werde kein Schmierstoff mehr von den Tragstützen tropfen.

"Neue Anlage ist toll"

Elisabeth Menholz war vor allem wichtig, dass es keinen Nachtbetrieb geben wird. Auch müssten weitere Lärmschutzmaßnahmen an der Talstation vorgenommen werden. Markus Schnekenburger sprach sich dafür aus, das Gebäude mit Schaumplatten auszustatten. Menholz und Ilse Ringwald betonten, dass die neue Bahn "eine tolle und sinnvolle Sache" sei. Damit werde ein Brennpunkt entschärft.

In der Stellungnahme der Gemeinde heißt es, dass der Transport des Kalksteins nur per Seilbahn erfolgen könne; ein Transport mit Lastwagen sei ausgeschlossen. Ein Nachtbetrieb müsse zwingend ausgeschlossen, die Beeinträchtigungen der Anwohner durch den bisherigen 16-Stunden-Betrieb dürften nicht vergrößert werden. Weiter fordert die Gemeinde, dass die tägliche Transportleistung der 2,3 Kilometer langen Bahn mit 4000 Tonnen Kalkstein pro Werktag – aufs Jahr gerechnet – nicht erweitert werden dürfe.

Der Gemeinderat erwartet durch den Umbau zwar generell geringere Lärmimmissionen. Allerdings werde dies im Gutachten des TÜV Süd nur für die Seilbahn, nicht jedoch für die Berg- und Talstation dargestellt. Daher mahnten die Gemeinderäte weitere Lärmminderungsmaßnahmen hinsichtlich der Be- und Entladung der Loren an.

Die neue Seilbahn soll im September und Oktober 2020 gebaut werden. Erd- und Betonarbeiten sind schon für Ende dieses Jahres geplant.

In der Umweltverträglichkeitsprüfung des Büros Tränkle heißt es, dass das Vorhaben keine erheblichen und nachteiligen Wirkungen auf die Umwelt habe. Eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sei nicht notwendig. Obwohl der Flächenverbrauch so gering wie möglich sein und die Baumaßnahme auf ein Mindestmaß beschränkt werden soll, könnten die Beeinträchtigungen nicht vollständig ausgeglichen werden. Das Defizit werde über das Holcim-Ökokonto gedeckt.

Bei der Bürgerfragestunde hatte zuvor Siegfried Rall vom Verein NUZ dargelegt, dass es keinen Sinn mache, über eine neue Seilbahn zu entscheiden, bevor die Erweiterung des Steinbruchs nicht genehmigt sei. Seine Frage, ob es stimme, dass die Bahn bis 24 Uhr laufen dürfe, beantwortete Bürgermeisterin Adrian mit einem schlichten "Nein".

 

Autor:   

Quelle:   Schwarzwälder Bote

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dotternhausen-holcim-seilbahn-nur-unter-auflagen.7755e580-ebbb-4bd4-b3b4-679c44ea0c66.html

Die alte Seilbahn auf den Plettenberg soll schon bald durch eine neue ersetzt werden.
Die alte Seilbahn auf den Plettenberg soll schon bald durch eine neue ersetzt werden.
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Künftig 119 Material-Loren

Die derzeitige Anlage hat eine Kapazität von 300 Tonnen pro Stunde und verfügt über 68 Loren. Nach dem Umbau wird die Kapazität mit 119 Loren 450 Tonnen pro Stunde betragen. Zudem sollen vier Kabinen mit je vier Sitzplätzen zur Personenbeförderung sowie eine Wartungslore realisiert werden.

Die neuen Loren können nicht mehr nach unten geöffnet werden, sondern werden zum Entladen um 180 Grad gedreht. Damit ist laut Holcim gewährleistet, dass auf der Strecke kein Material mehr aus ihnen fallen kann.

Die Zahl der Stützen soll von derzeit elf auf 14 erhöht werden. An zehn Standorten sollen neue erstellt werden, teilweise werden auch die Fundamente neu gebaut. Die Gittermasten werden durch Rundrohrstützen ersetzt. Die Masten werden mit Hilfe eines Schwerlasthubschraubers an einem Tag ab- und wieder aufgebaut. Auch an der Berg- und Talstation sollen laut Holcim Ertüchtigungen vorgenommen werden.

 

Quelle:

So soll sie aussehen, die von Holcim geplante neue Seilbahn. Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder Bote
So soll sie aussehen, die von Holcim geplante neue Seilbahn. Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder Bote
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Einwendungen gegen die Seilbahn

Verstoß gegen Vorgaben

Im Namen des Vereins hält Vorsitzender Norbert Majer unter anderem fest, dass die neue Seilbahn gegen die naturschutzrechtlichen und umweltschutzrechtlichen Vorgaben und Bestimmungen verstoße. Sie sei keinesfalls erforderlich; es könnten auch durch weniger kostenintensive Aufwendungen noch für viele Jahre eine Betriebsbereitschaft hergestellt werden, zumal der Gesteinsabbau auf dem Plettenberg und insbesondere die Süderweiterung sehr strittig seien.

Um Behörden nicht schadenspflichtig zu machen, müsse die Genehmigung so lange zurückgestellt werden, bis der Antrag auf Süderweiterung rechtskräftig entschieden sei und feststehe, wie viel Kubikmeter Kalkstein auf dem Plettenberg überhaupt noch entnommen werden könnten. Hierüber habe die Genehmigungsbehörde von der Firma Holcim einen detaillierten Nachweis zu fordern.

Es gehe keinesfalls nur um unternehmerische Entscheidungen, so Majer weiter. Die Besonderheit des Plettenbergs für den Natur- und Umweltschutz und die Naherholung sowie die Erhaltung einer unversehrten Kulisse ergäben sich bereits aus einem Gutachten des damaligen Kreisbeauftragen für Naturschutz und Landschaftspflege des Zollern­albkreises aus dem Jahre 1974 und der Ausweisung des Plettenbergs als Landschaftsschutzgebiet im Jahre l939. Wenn auch die Hochfläche des Plettenbergs 2018 aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen wurde, liege die neue Seilbahn großteils und mit der so wichtigen Bergkante noch ganz im Landschafts-schutzgebiet, hält Majer fest.

Verlegung der Bergstation

In dem Schreiben heißt es weiter, dass bei einer neuen Seilbahn auch die Bergstation aus landschaftlichen und naturschutzrechtlichen Gründen weiter in den Steinbruch hinein verlegt werden müsste. Dadurch wäre die einmalige Kulissenansicht der Nordseite des weithin sichtbaren Berges nicht mehr so geschädigt. Der dortige einmalige Bergwald genieße aus vielen Gründen ein einmaliges Schutzinteresse. Zudem wären bei einer Verlegung der Bergstations "erheblichste Lärmbelastungen für ganz Dotternhausen, aber auch die Natur und Tierwelt weitgehend eingedämmt". Dies sei aktuell nicht der Fall.

 

Quelle: Schwarzwälder Bote vom 19.04.2019

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dotternhausen-einwendungen-gegen-die-seilbahn.eb7dba16-fa0d-4dc5-8a71-9a53fe806915.html

 

 So soll sie aussehen: die Personenkabine der Seilschwebebahn. Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder Bote  So soll sie aussehen: die Personenkabine der Seilschwebebahn. Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder Bote
So soll sie aussehen: die Personenkabine der Seilschwebebahn. Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder Bote So soll sie aussehen: die Personenkabine der Seilschwebebahn. Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder Bote
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Mit Personenkabine auf den Plettenberg

Die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung zu diesem Projekt führte Holcim im Juni 2018 im Rahmen der Dialogveranstaltung durch. Der Scopingtermin fand im August 2018 im Regierungspräsidium Tübingen statt.

Die Seilbahn, mit der Holcim den für die Zementproduktion wichtigen Kalkstein vom Plettenberg ins Tal transportiert, prägt die Umgebung des Zementwerks. Daran wird sich auch nichts ändern. Die Seilbahntrasse sowie die Berg- und Talstation werden dieselben bleiben. Im Inneren werden sie allerdings völlig neu ausgebaut. Neu ist, dass die Seilschwebebahn nach Personensicherheitsstandard gebaut wird und es dadurch möglich ist, dass die Kalksteinbruch-Mitarbeiter täglich mit der Personenkabine der Seilbahn auf den Berg und wieder ins Tal kommen.

Die Leistung der Seilbahn wird höher sein als bisher, so dass Holcim ohne Wochen­end- und Feiertagsarbeiten auskommen wird. Die Produktionsmenge im Gesamten wird dadurch nicht gesteigert.

Die Arbeiten und die Inbetriebnahme sind für Herbst 2020 vorgesehen. Die Bauzeit wird voraussichtlich acht Wochen betragen.

Die B 27 als wichtige Verkehrsachse wird laut Holcim von den Arbeiten nicht beeinträchtigt werden. Werksleiter Dieter Schillo: "Wir investieren zehn bis zwölf Millionen Euro in die neue Seilschwebebahn, für höchstmögliche Sicherheit und einen leiseren und effektiveren Betrieb – ohne Wochen­end- und Feiertagsarbeit. Ofen- und Produktionskapazität bleiben unverändert."

Übrigens werde die Bremsenergie der Seilbahn in Strom umgewandelt – so, wie es heute schon geschehe.

 

Autor:

Foto: Holcim Foto: Schwarzwälder Bote

Quelle: Schwarzwälder Bote

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.dotternhausen-mit-personenkabine-auf-den-plettenberg.21ecdb9b-5aa7-4da4-badb-d30e9d93d36a.html