Leserbriefe zum Thema Glasverbrennung

16.04.2022

Zollernalbkreis ist kein Müllabladeplatz
BETRIFFT: Artikel »Brandbrief an Wirtschaftsministerin« vom 8. April

Das ist einmal mehr wieder typisch »Kretschmän-Länd«: Was immer anderswo im Ländle nicht geht, hier im Zollernalbkreis geht aber auch alles. Nicht genug, dass wir den Lärm, den Gestank und den Dreck dieser »Musik- und Beleuchtungs-Meile« zwischen Endingen und Erzingen Tag für Tag mitbekommen, nicht genug, dass wir Dioxine, Furane und sonstige Schadstoffe wie Thallium in unserer Atemluft und in unseren Böden haben, die uns diese überdimensionierten
Hoch-Schlote des Holcim-Zementwerkes in Dotternhausen 24/7/365 frei Haus beziehungsweise Umwelt liefern, sollen wir uns auch noch über ein unabwendbares neues Event freuen müssen, das uns die Landesregierung ungefragt und ungebremst ins Osternest gelegt hat: einen Feldflugplatz mit Parachuting-Tauglichkeit auf bestem Agrargelände beim Häsenbühl-Wasserturm.

    Ja, geht’s noch? Der südwestliche Zipfel des Zollernalbkreises ist doch kein Müllabfuhrplatz, sehr geehrter Herr Kretschmän! Ziehen Sie doch Leine mit Ihren Zumutungen für unseren ohnehin geplagten Winkel unterhalb des Plettenbergs, lassen Sie das KSK doch im Donautal bei Laiz üben, dort ist genügend Freigelände, und dann hat die Besatzung der Absetzmaschinen auch noch einen Gratis-Blick auf die wunderschöne Schloss-Stadt Sigmaringen, die eine militärischverwaltungstechnische Tradition hat, denn hier war ein gewisser General Pétain untergebracht,
dieser Leiter des Vichy-Regimes, den die Nazis hier in Sigmaringen gegen Kriegsende 1944 unterbrachten. Aber da waren Sie ja noch klein und unscheinbar, Herr Kretschmän. Jetzt, indessen, sind Sie groß und nun zum dritten Mal Ministerpräsident dieses an sich sehr beliebten und allseits geachteten Bundeslandes Baden-Württemberg.

    Gehen Sie mal in sich und fragen Sie sich, was Sie hier tun! Wie, das ist Ihnen zu weit, Herr Kretschmän? Na gut, dann machen Sie mal einen Erholungsurlaub am Oberdigisheimer Stausee, hier gibt es Ruhe pur und frische Luft im
Oberen Bära-Tal. Und vor allem, Herr Kretschmän, diese lästigen Tiefbrummer-Absetzmaschinen sind weit weg, Sie kriegen nichts mit vom Lärm und Dreck, Sie sind ja in idyllischer Sicherheit, hier auf unserer wunderschönen Schwäbischen Alb.

Autor: Wilhelm Isert | Erzingen

Quelle: schwabo

https://zeitung.schwarzwaelder-bote.de/webreader-v3/index.html#/830730/15

 

05.04.2022

Politiker weichen sachlichem Dialog aus
BETRIFFT: Bericht »Landtag lehnt Petition zum Zementwerk ab«

vom 16. März

Seit 2014 erhält Holcim vom Regierungspräsidium wegen des Nichteinhaltens von Schadstoffgrenzwerten aus der Müll- und Abfallverbrennung sogenannte Ausnahmegenehmigungen.

    Dieses Entgegenkommen seitens der Politik erspart dem Zementwerk rund 24 Millionen Euro Investitionen für geeignete Filteranlagen. Gesundheitliche Nachteile für die Bürger durch Schadstoffe aus dem Zementunternehmen werden zur Nebensache. Technische Innovation hat keine Priorität.
    Gegen diese bürgerfeindliche politische Arbeitsmethode kämpfen zahlreiche Bürger aus dem Zollernalbkreis seit acht Jahren. Bisher ohne Erfolg. Dem sachlichen Dialog mit den Bürgern zu Holcim-Themen weichen Politiker grundsätzlich aus. Dies offenbar in der Hoffnung, die Bürger werden irgendwann resignieren. »Aussitzen« gehört erkennbar zur politischen Arbeitsmethode. Aktuelle Entscheidungen der Petitionsausschüsse und Gerichte lassen erkennen, dass immer wieder die Interessen der Industrie und nicht die der Bürger vertreten werden. Bürgerstimmen sind nach heutigem Stand nur anlässlich einer Neuwahl zum Machterhalt der Parteien gefragt, nicht im Zusammenhang zu wichtigen Umweltproblemen.
    Umweltthemen werden seitens der Politik mit der Industrie autokratisch behandelt. Die Parteispendenregelung
könnte Motivation sein. Es wäre wünschenswert, dass die Bürger, die sich seit Jahren für gesunde Luft in der Region einsetzen, mehr politische Unterstützung erhalten.

Autor:  Helmut Gimbel, Bisingen

Quelle: schwabo

https://zeitung.schwarzwaelder-bote.de/webreaderv3/index.html#/828440/14

 

30.03.2022

Kaum nachvollziehbar
Zu: Verhandlungen am Verwaltungsgericht wegen Holcim

 

Da wird in Sigmaringen drei Tage je acht Stunden verhandelt, ob Glaseinspeisung in Dotternhausen bei Holcim giftige Folgen hat. Für Dotternhausen höchst aktuell.

Bei der Gerichtsverhandlung mit Regierungspräsidium- und Holcimvertreter ist niemand der Bürger aus Dotternhausen, außer dem Kläger Herr Siegfried Rall, da. Das würde doch eigentlich ein Anliegen von wachen Bürgern aus Dotternhausen sein. Nein. Sie schlafen alle den Schlaf der Unwissenden. Nehmen ihre Chance nicht wahr.
Holcim hat es erreicht, dass ein Dorf keine kritischen Fragen stellt, eingenebelt bleibt und dumm vor sich hinbrütet.
Autor:  Gebhard Wörner, Frommern

Quelle: zak

https://epaper2.zak.de/ePaper/

 

29.03.2022

Aussitzen gehört zur politischen Arbeitsmethode
Zu: Holcim-Zementwerk in Dotternhausen
Seit etwa 2014 erhält die Firma Holcim vom Regierungspräsidium Tübingen, wegen Nichteinhalten der Schadstoffgrenzwerte aus der Müll- und Abfallverbrennung, sogenannte Ausnahmegenehmigungen. Dieses Entgegenkommen seitens der verantwortlichen Landespolitiker in Baden-Württemberg gegenüber der Firma Holcim erspart dem Zementwerk ca. 24 Millionen Euro Investitionen für geeignete Filteranlagen und saubere Luft. Gesundheitliche Nachteile für die Bürger durch giftige Schadstoffe aus dem Zementunternehmen werden durch dieses Verhalten der verantwortlichen Landespolitiker zur Nebensache. Technische Innovation hat keine Priorität.
    Gegen diese bürgerfeindliche politische Arbeitsmethode kämpfen zahlreiche Bürger seit rund acht Jahren. Bisher ohne Erfolg. Dem sachlichen Dialog mit den Bürgern zu Holcim-Themen weichen Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker grundsätzlich aus. Dies offenbar in der Hoffnung, die engagierten Bürger werden irgendwann resignieren. „Aussitzen“ gehört erkennbar zur politischen Arbeitsmethode. Aktuelle Entscheidungen der Petitionsausschüsse und Gerichte lassen erkennen, dass immer wieder die Interessen der Industrie und nicht die der Bürger vertreten werden.
    Bürgerstimmen sind nur anlässlich einer Neuwahl zum Machterhalt gefragt, nicht im Zusammenhang zu Umweltproblemen Im weiteren Verlauf werden Umweltthemen seitens der Politik autokratisch behandelt. Die Parteispendenregelung könnte politische Motivation sein. Es wäre wünschenswert, dass die Bürger, die sich seit vielen Jahren für gesunde Luft in der Region einsetzen, mehr politische Unterstützung erhalten würden.
Autor:   Helmut Gimbel, Bisingen

Quelle: zak

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23.12.2021

Kein Schutz
BETRIFFT: Klage gegen Holcim

 

Die Dotternhauser Gemeinderäte haben Bedenken, wenn die Werte für Dioxin und Furane höher sind. Sie geben offen zu, dass Giftstoffe im Glasabfall sind, der im Zementwerk verbrannt wird. Aber der Gemeinderat spielt mit. Und das Regierungspräsidium bestätigt, dass die Emissionen dadurch nicht höher werden. Es wird gemessen, aber was ist das wert, wenn nicht regelmäßig geprüft wird? So ein Gemeinderat ist kein Schutz für die Bevölkerung. Warum stimmt er zu? In dieser Situation musste ein Bürger klagen. Alle Achtung.
Autor:  Gebhard Wörner, Balingen

Quelle: schwabo

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11.12.2021

Mehr Dank fürs Mitdenken
Zu: Holcim
Als wir vor 50 Jahren auf die Alb versetzt wurden, galt der ZAK als Naherholungsgebiet trotz des Zementwerkes in Dotternhausen. Es wurde damals trotz seiner fragwürdigen Entstehung als Familienunternehmen geführt.
Familienunternehmen sind in der Regel mittelständische Betriebe, deren Interesse eine einvernehmliche Zusammenarbeit mit den Anwohnern und der Politik war und heute noch ist. „Wir haben noch Grundwerte und einen kaufmännischen Ehrenkodex“, äußerte eine Führungskraft mir gegenüber.
Im Gegensatz zu Konzernen, hier zählen nur Zahlen, die die einzelnen Werke der Führung vorlegen müssen. Hier muss der Staat aktiv werden indem er Vorschriften und Gesetze erlässt und deren Einhaltung kontrolliert zum Schutz von Mensch und Natur. Mir scheint, dass die zuständigen Behörden noch nicht erkannt haben, dass Holcim ein Konzern ist, der mit allen Mitteln seine Interessen vertritt. Ein Konzern dieser Größenordnung kann sich im Gegensatz zur Verwaltung jeden Fachanwalt leisten. Deshalb sollte sie froh sein, dass sich unabhängige Bürger in die Problematik gründlich einarbeiten und so auf Defizite bei der Kontrolle von Holcims Produktionsweise hinweisen können.
Autorin: Elisabeth Wörner, Balingen

Quelle:   zak

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26.05.2021

Gemogelt und getrickst
BETRIFFT: »Gesund und unfallfrei geht’s durch die Holcim – Jahresrevision«
Es kommen einem beinahe die Tränen vor Rührung, ob Sorgfalt und Einfühlsamkeit des Tuns
bei Holcim. Was zu loben ist für Mitarbeiter wird alles getan: Test, Vorsorgemaßnahmen,
Drei-Schicht-Betrieb, Abstand.
Doch nicht nur Holcim tut diese Schutzmaßnahmen, auch viele andere Betriebe. Denn weniger Kranke bringt dem Betrieb Vorteile, Gewinn! Geld!

  • Zu fragen ist allerdings, warum Holcim nur für das Eigeninteresse diese Sorgfalt ansetzt.
  • Warum wird nach wie vor giftige Schadstoffe durch die alten Filteranlagen gejagt?
  • Warum wird, wenn es die Bürger Dotternhausens und den Zollernalbkreis betrifft mit Sondererlaubnis der Behörden »Gift–Luft« in die Umgebung täglich geleitet?
  • Warum werden nur die gewinnträchtigen Mitarbeiter geschützt, aber sonst gemogelt und getrickst?

Jede Tonne verschmutzte Luft bringt Gewinn für Holcim. Diese Poppelmoral ist ein Skandal.

Wann endlich verbieten die Behörden zum Schutz von Kindern, Alten dieses falsche Spiel?

Autor:  Gebhard Wörner | Frommern
Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/752630/14

10.05.2021

Verantwortliche ducken sich weg
Zu: Umweltbericht der Firma Holcim vom 12. April

 

Es gibt zwei wahre Aussagen in der Pressemitteilung:

1. „Wo Zement produziert wird, sind Emissionen unvermeidbar“ und

2. „Die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte dienen dem Schutz von Mensch und Umwelt.“
 

Dass die Emissionen weit unter den Grenzwerten liegen, ist nicht wahr. Holcim kann das Werk in Dotternhausen nur aufgrund von Sondergenehmigungen, ausgestellt durch das Regierungspräsidium Tübingen, betreiben. Ohne Sondergenehmigung müsste das Werk sofort stillgelegt werden. Mit der veralteten Filtertechnik sind die in dem Bundesimmissionsgesetz festgeschriebenen Grenzwerte nicht einzuhalten, darum benötigt Holcim Sondergenehmigungen. Ist an für sich einleuchtend.
 

Warum das Regierungspräsidium Tübingen immer wieder auf die Aussagen von Holcim hereinfällt, ja sogar sie stillschweigend hinnimmt, versteht heute niemand mehr. Aufgrund von Corona müssen die Kinder in Dotternhausen und Umgebung in der Schule Masken tragen. In unmittelbarer Nachbarschaft darf ein Konzern mit behördlicher Genehmigung die Umwelt „verpesten“. Das Schlimme daran aber ist, dass es sehr wenige Anwohner und Direktbetroffene interessiert. Die politisch Verantwortlichen ducken sich weg. Warum nur?
Autor:  Eppler Hubert, Silcherstraße 4, Ratshausen

Quelle: zak

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21.04.2021

Heimaterde wird verschleudert
Zu: Umweltbericht von Holcim

 

Unbefangene Leser der Tageszeitung in Dotternhausen und weiterer Umgebung müssen beim Lesen des Umweltberichtes von Holcim annehmen, dass in Sachen Umwelt und Natur bei Holcim alles in bester Ordnung ist.

 

Allerdings sieht die Wahrheit völlig anders aus.


Warum verschweigt Holcim, welche Mengen sogenannter Ersatzbrennstoffe (Altreifen, Klärschlamm, Kunststoffe aus dem gelben Sack, Ölemulsionen, Dachpappe, Papierfaserfangstoffe, Glasabfälle usw.) im Drehofen verbrannt werden? Reichen 150000 Tonnen aus? Meines Wissens nicht.


Warum setzt Holcim keine Filteranlagen ein, damit die wesentlich niedrigeren Grenzwerte wie in Müllverbrennungsanlagen eingehalten werden können? Wenn diese Grenzwerte nicht eingehalten werden können, muss zum Schutz der Bevölkerung auf die Müllverbrennung im Zementwerk verzichtet werden. Warum werden gemessene Halbstundenwerte über Schadstoffausstoß, die aussagekräftig sind, nicht veröffentlicht? Auch Landbewohner haben ein Recht, kontinuierliche Informationen der Abgaswerte, auf Transparenz und auf Sicherheit für eine auf saubere Umwelt. Eine ebenso große Umweltbelastung ist auch die Ölschieferverbrennung, die deutschlandweit und europaweit einmalig ist. Deshalb sind keine Erfahrungswerte vorhanden. Warum sind die Grenzwerte bei Stickoxiden mit 800 mg viermal so hoch wie beim Drehofen sowie bei den Schwefeloxiden mit 800 mg sechzehnmal so hoch? Trotzdem bestehen keine Gefahren für Mensch und Umwelt?


Fachleute wissen, dass Schiefer mit Schwermetallen wie Blei, Zink, Cadmium usw. vorbelastet ist. Wo gehen diese Schadstoffe bei der Verbrennung hin? Außerdem ist es unverständlich, dass ca. 60 Prozent des Schiefers nach der Verbrennung in die Schweiz exportiert wird. Dort wird er dann in Holcim-Werken als CO2- geminderter Zement verkauft. Um die Umweltbelastung in unserem Bereich wenigstens etwas zu mindern, wäre es angebracht, dass Holcim den Schiefer in die Schweiz transportiert und dort verbrennt. Bekanntlich erfolgt auch in der Schweiz die Wertschöpfung und Versteuerung.


Im Übrigen kann der Export von Zement und Schiefer in die Nachbarländer Schweiz, Frankreich und Österreich verstehen wer will. Auf jeden Fall wird unsere Heimaterde zum Nachteil von Umwelt und Natur verschleudert, um Ressourcen in diesen Ländern zu schonen.
Autor:  Otto Scherer, Zinkenstraße 6/2, Dotternhausen

Quelle: zak

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20.04.2021

Eigenlob stinkt
Zu: Umweltbericht von Holcim

Wer den Zeitungsartikel im ZAK vom Montag, 12. April, mit dem Foto von der Steuerungsanlage und der Überschrift: „Die Technologie ist passend für‘s Werk Dotternhausen“ liest, glaubt an die Kunst der Ingenieure, endlich die giftigen Emissionen zu heilen. Der Werksleiter Herr Schillo tut das Übrige, indem er von Emissionen schwadroniert.
 

Schön wär‘s, wenn endlich Ruhe wäre. Die giftige Luft gezähmt. Doch denken wir daran: Die Grenzwerte für die Emissionen werden nicht von einem unabhängigen Gremium aus wissenschaftlichen Arbeitern in Gesundheitsamt oder ärztlicher Vertretung aufgestellt, sondern sind Kompromissdaten von Holcim und dem Regierungspräsidium in Tübingen.
 

Ausnahmen bei den Schadstoffen, Dioxin wird nicht erwähnt. Das Ganze ist verbesserungswürdig.

 

„Die Luftreinhaltung ist eines der wichtigsten umweltschutztechnischen Felder in unserer Industrie und ist natürlich auch für die Nachbarschaft von großer Bedeutung.“ Wird festgestellt, aber wer kontrolliert solche Aussagen? Wozu braucht es Ausnahmen, wenn die Sache in Ordnung ist? Die laschen Grenzwerte sind Gewinnbringer. Holcim verdient daran gut. Große Worte helfen der Umwelt nicht. Eigenlob stinkt.
Autor:  Gebhard Wörner, Epplergarten 22/1, Balingen

Quelle: zak

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15.04.2021

Nur mit Ausnahmeregelungen
BETRIFFT: Bericht »Holcim: Grenzwerte werden eingehalten« vom 10. April
Seit Jahren verkündet das Holcim-Management mit Stolz immer wieder, dass »alle Schad-stoffgrenzwerte eingehalten und zum Teil sogar unterschritten werden«. Auf Grundlage der Sonderregelungen seitens der Behörden ist diese Aussage sogar richtig.

Verschwiegen wird allerdings, dass das Zementwerk über einen langen Zeitraum von der Behörde wiederholt Ausnahmeregelungen gefordert und auch erhalten hat, weil Schadstoff-Grenzwerte nicht eingehalten werden.

  Die Behörde legte somit, neben den sogenannten Regelgrenzwerten gemäß der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung für bestimmte Schadstoffe wie Ammoniak, Kohlenmonoxid und Gesamtkohlenstoff, neue Grenzwerte speziell für Holcim fest.

  Die verant-wortlichen Landespolitiker haben offenbar Probleme, sich gegen die Zementlobby mit der Forderung nach besserer Filtertechnik, durchzusetzen.

Wann endlich wird das Holcim-Management die Eigeninitiative ergreifen?

Regierungen anderer Bundesländer haben schon vor Jahren mit der Zementindustrie für technische Optimierung der Schadstofffilter und somit für gesunde Luftverhältnisse in ihrer Region gesorgt. Nicht so bei uns. Der Amtseid verpflichtet Politiker dazu, die Gesundheit der Bürger zu schützen. Im vorgenannten Fall geschieht in unserer Region seit Jahren das Gegenteil.

  Dennoch sind verantwortliche Politiker erst vor wenigen Tagen wiedergewählt worden. Die Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation geben wir trotzdem nicht auf.

Autor:  Helmut Gimbel,  Dotternhausen

Quelle: schwabo

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15.04.2021
Wohnsitz auf dem Hungerberg nehmen
BETRIFFT: Leserbrief »Wirklichkeit und Selbstverantwortung« vom 18. März

Schlimmer geht’s nimmer: Nun sollen auch schon Leserbriefe schuld sein am miesen Image
der Zementindustrie. Ein uraltes Sprichwort sagt indes: »Getroffene Hunde bellen.« Wer derartige Behauptungen absondert, der kann gar nicht in der Haupt-Winddrift der Abluft dieser Hochschlote wohnen, denn wir hier nehmen total anderes wahr: Uns stinkt’s und zwar gewaltig!
Wer da von Polemik und Unterstellung faselt, der sei eingeladen, seinen Wohnsitz im näheren Umkreis des Zementwerks zu wählen – vorzugsweise auf dem Erzinger Hungerberg, einem Hotspot für diese Giftgase, die weder zu sehen noch zu riechen sind.

  »Falsches wird nicht richtig, indem Sie es ständig wiederholen« – ach so! Aber warum behaupten Sie dann mit boshafter Hartnäckigkeit etwas, das erwiesenermaßen falsch ist, nämlich dass Ihre betagten Filteranlagen quasi das Non plus ultra der Luftreinigung seien?

  Das aber sind doch hochmoderne Dekonox-Komplexe, die nachweislich den allerbesten Wirkungsgrad an Filtrierung erbringen!

Nur: Dergleichen berappt man nicht im Vorbeigehen aus der Portokasse, das ist der Punkt!

  Ziel und Zweck der Zementfertigung ist die Herstellung von Beton, der seit fast einem Jahrhundert das Bauen dominiert. Dabei weiß jeder, dass dieser Baustoff eine kürzere Haltbarkeit hat als Naturstein.

  Brücken bröseln nach einigen Jahrzehnten, bei Bränden schmilzt der Bewehrungsstahl und in Küstenstädten macht dem Beton die feuchte Salzluft zu schaffen. Doch der größte Nachteil von Beton ist, neben dem Verbrauch nicht nachwachsender Rohstoffe, die Klimaschädlichkeit der Zementherstellung: Mindestens zwölf Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen gehen auf deren Konto.  

  Das entspricht etwa der fünffachen Menge des jährlichen Treibhausgasausstoßes der Bundesrepublik.

Und noch etwas: Dass allein das Zementwerk die Gemeinde Dotternhausen steuer- und arbeitsplatzmäßig am Leben hält, ist Fake.

Im Gegenteil: Es soll ortsansässige Firmen geben, die keinen Sack Zement mehr von direkt nebenan kaufen.

Autror:  Wilhelm Isert,  Balingen

Quelle:  schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/743840/6

 

14.04.2021

Wiederholt Ausnahmeregelungen gefordert – und auch erhalten
Zu: „Die Technologie ist passend fürs Werk in Dotternhausen“

 

Seit Jahren verkündet das Holcim-Management mit Stolz „alle Schadstoffgrenzwerte werden eingehalten und zum Teil sogar unterschritten“.

  Auf Grundlage der Sonderregelungen seitens der verantwortlichen Landespolitiker und der Behörde (Regierungspräsidium Tübingen) mit der Firma Holcim ist diese Aussage sogar richtig.

  Verschwiegen wird allerdings, dass das Zementwerk über einen langen Zeitraum von der Behörde wiederholt Ausnahmeregelungen gefordert und auch erhalten hat, weil Schadstoff- Grenzwerte nicht eingehalten werden.

  Die Behörde legte somit, neben den sogenannten Regelgrenzwerten gemäß „17. Bundesimmissionsschutzverordnung“, für bestimmte Schadstoffe wie unter anderem Ammoniak, Kohlenmonoxid und Gesamtkohlenstoff, neue Grenzwerte speziell für Holcim fest.

  Die verantwortlichen Landespolitiker haben offenbar große Probleme, sich gegen die Zementlobby (Verein Deutscher Zementwerke, VDZ und Holcim) mit der Forderung nach besserer Filtertechnik, durchzusetzen.

  Wann endlich wird das Holcim-Management die Eigeninitiative ergreifen?


Regierungen anderer Bundesländer haben schon vor Jahren mit der Zementindustrie für technische Optimierung der Schadstofffilter und somit für gesunde Luftverhältnisse in ihrer Region gesorgt. Nicht so bei uns.


Der Amtseid verpflichtet Politiker dazu, gemäß Grundgesetz die Gesundheit der Bürger zu schützen. Im vorgenannten Fall geschieht in unserer Region seit Jahren das Gegenteil.

  Dennoch sind dieselben verantwortlichen Politiker erst vor wenigen Tagen, am 14. März, wiedergewählt worden.

Die Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation geben wir trotzdem nicht auf.
Autor:  Helmut Gimbel, Schafbergweg 1, Dotternhausen
Quelle: zak

https://epaper2.zak.de/ePaper/

 

13.11.2020

 

Wirklich, wie lange noch?
Zu: Holcim
Mit seinem Leserbrief „Wie lange noch?“ spricht Gebhard Wörner mit Recht die Verhaltensweisen der Bürger an, aber insbesondere auch die der verantwortlichen Politiker und den problemverursachenden Zementbetrieb Holcim.....................

zum Leserbrief

 

07.10.2020

Die Begriffe verharmlosen und manipulieren
Zu: Kraftwerk für Ersatzbrennstoffe

16.09.2020

»Politiker verstoßen gegen Grundgesetz«
BETRIFFT: Vertrag zwischen Holcim und Gemeinde Dotternhausen

15.09.2020

Das Mandat zur Verfügung stellen
Zum Holcim-Konflikt

04.09.2020

Wir kämpfen weiter für die Zukunft unserer Kinder
BETRIFFT: Holcim und NUZ

04.09.2020

NUZ hofft auf Unterstützung
Zu: Luftverschmutzung und Holcim-Klage

03.09.2020

Die, die an Morgen denken, werden abgestempelt
Zu: Müllverbrennung bei Holcim

29.08.2020

Behörden bleiben tatenlos
Zu: Seilbahn-Modernisierung der Firma Holcim

28.08.2020

Öffentliche Kontrolle? Fehlanzeige!
BETRIFFT: Neue Holcim-Seilbahn
Rechtsstaat am Ende?

Mit dem Bau der Seilbahn ist es Holcim erneut gelungen, die Bürgerrechte auszuhebeln.

Obwohl Holcim während den Vertragsvhandlungen mit der Gemeinde schon an der Seilbahn gebaut hat, haben sich die Gemeinderäte von der viel zu niedrigen Pacht von 1000 Euro pro Monat auf 500 Euro herunterhandeln lassen.

Im Jahr: 8,7 Cent pro Quadratmeter. Also nichts. Dieser Betrag entbehrt einfach jeglicher Grundlage und ist umso lächerlicher, da durch die Gewinnverlagerung keine Gewerbesteuer in der Gemeinde bleibt.

Immerhin ging es um eine neue Seilbahn, die die künftige Gemeindeentwicklung gewaltig behindert. Offensichtlich wurden auch rechtsfreie Räume ausgenutzt. Auch wird nun von Holcim offen bekundet, dass es sich um einen Neubau handelt.

Das Regierungspräsidium Tübingen als Planfeststellungsbehörde hat immer nur von einer Erneuerung gesprochen. Die Öffentlichkeit wurde erneut hinters Licht geführt.

Auch das Verbrennen des schwermetallhaltigen Glasabfalls lässt sich Holcim durch einen Trick genehmigen. Wenn die Korngröße kleiner als drei Millimeter sind, wird aus Sondermüll per Definition ein vermeintlich harmloser Glasabfall.

Dies alles zeigt: Der Konzern kann unter dem Radar der Behörden tun und lassen, was er will.

Öffentliche Kontrolle? Fehlanzeige!

Professoren sprechen von Illegalität hinsichtlich der Verbrennungspraxis bei Holcim.

Wer macht die Behörden für ihr Tun verantwortlich?

Autor:  Siegfried Rall, Dotternhausen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/695562/16

14.08.2020

Ein recht einseitig geführter Dialog
BETRIFFT: Sommer-Dialog von Holcim im SchieferErlebnis

14.08.2020

Kein Vertrauen
Zu: „Gemeinde Dotternhausen und Holcim: Die Verträge sind unter Dach und Fach“ vom 6. August.

14.08.2020

Übliche Greenwashing-Beiträge
Zu: „Zukunft der Zementindustrie: Die Stadt als Steinbruch“, vom 7. August.

28.07.2020

Segen und Tragik zugleich
Zu: Verhandlungen zwischen Holcim und der Gemeinde Dotternhausen.

8.07.2020

Sorge um die Umwelt und die Gesundheit

Leserbrief von Ilona Hildwein, Balingen -- zu BETRIFFT: Holcim

02.07.2020

Rall bleibt im Regen stehen
Zu: Glasverbrennung bei Holcim
Manfred Rommel bringt‘s in seinem Büchlein „Gesammelte Sprüche“ auf den Punkt: „Die Umwelt wird nicht umso mehr geschützt, je mehr Beamte sich mit ihrem Schutz beschäftigen.“ (In unserem Fall die Richter usw.)
Was für ein Versagen hat ein besorgter Bürger in Dotternhausen getan, dass er jetzt mit 4000 Euro bestraft wird. Das Regierungspräsidium billigt den Einsatz von Glasabfällen als Ersatzstoff. Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim sieht den Einsatz von Ersatzstoffen als rechtens. Der alte Dotternhausener Gemeinderat hatte beschlossen, dass die Glasverbrennung mit weiteren Messungen begleitet werden müsse. Doch Holcim stellt sich dumm, misst nicht.
Das eine sollte klar sein: Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren, welche Umweltgifte die Glasverbrennung mit sich bringen. Der jetzige Gemeinderat hat mit Mehrheit den Ersatzbrennstoff gebilligt, ohne zu fordern, dass Holcim preisgibt, ob Gifte in der Abluft sind.
Der Kläger Siegfried Rall bleibt im Regen stehen, so viel mangelnde Solidarität tut weh. Kein Wunder, bei solcher Bürgersolidarität lässt Holcim noch lange seine Umweltgifte in den Himmel von Dotternhausen. Kein Grund zu erschrecken!
Autor: Gebhard Wörner, Epplergarten 22/1, Balingen

Quelle: zak

https://epaper2.zak.de/ePaper/

27.05.2020

Es braucht unabhängige Messungen
BETRIFFT: Bodenmonitoring rund ums Zementwerk Dotternhausen

18.05.2020

»Klare Forderungen und Vorgaben«
BETRIFFT: Leserbrief von Ilona Hildwein zu Holcim in Dotternhausen

13.05.2020

Filter hätte besseren Nutzen
BETRIFFT: »Drei Wanderfalken sind geschlüpft« vom 7. Mai

13.05.2020

 

Nur eine faule Ausrede
Zum abgesagten Bürgerdialog.

 

13.05.2020

Toxischer Mischmasch
Zum Artikel über die brütenden Wanderfalken bei Holcim.

07.05.2020

Kretschmann sagt ab
Zu: Holcim

04.05.2020

Schadstoffe? Kein Interesse!
BETRIFFT: Absage von Ministerpräsident Kretschmann

24.04.2020

Behörden können handeln
Zu: Holcim in Corona-Zeiten

19.03.2020

Gesundheit ist wichtig
Zu: Schließung des Fossilienmuseums von Holcim

17.03.2020

Gefährliche Verschmutzung
Zu Holcim Luftverschmutzung ohne neue Filter macht uns Angst. Alle Giftstoffe, die für die Lunge schädlich sind, erhöhen in der jetzigen Coronakrise die Erkrankung und die Gefährdung.
Leserbrief zum Thema Politik, Umwelt und Luftschadstoffe von Gebhard Wörner, Epplergarten 22/1, Balingen

12.03.2020

Gesundheitsschutz an erster Stelle?
BETRIFFT: Schließung des Holcim-Werkforums

Leserbrief zum Thema Politik, Umwelt und Luftschadstoffe von Ilona Hildwein, Frommern

09.03.2020

Bürger warten immer noch auf eine Antwort

Leserbrief zum Thema Politik, Umwelt und Luftschadstoffe von Helmut Gimbel, Dotternhausen.

19.02.2020

Stur geht es um Profite
Zu: Holcim


15.02.2020

Wir können nicht so lange warten
Zu: Leserbrief von Dr. Schlagenhauf

 28.01.2020
Botschaft stimmt nachdenklich
Zu: Die Kooperation von Holcim und Sichelschule in der ZAK-Ausgabe vom 20. Januar.

04.10.2019

Recht auf saubere Luft

 

BETRIFFT: Zementindustrie und Umweltschutz


16.08.2019 - Leserbriefe

Die Werte von Dioxin und Furan haben sich fast verdoppelt

 

Zu: „Glasabfälle dürfen eingesetzt werden“ vom 10. August.

 

Wenn es sich bei der Verbrennung um normales Glas handeln und keine höheren Luftschadstoffemissionen verursachen würde, hätte die Bevölkerung von Schömberg bis Balingen mit Sicherheit nichts einzuwenden.

 

Leider dürfte dies im vorliegenden Fall anders gelagert sein. Sortenreines Glas aus dem Glascontainer muss recycelt werden. Und so werden ca. 80 Prozent beim Glashersteller wieder eingeschmolzen und wiederverwertet. Belastetes Glas wie quecksilberhaltige Leuchtmittel, Ceranglas, Röhren usw. wurden bis jetzt in oder auf Kalibergwerken in Thüringen eingesetzt. Kontaminiertes Glas darf jetzt in den Stollen nicht mehr eingebaut werden und sucht sich neue Wege. Und jetzt kommt der fiese Trick: Wenn die Glasabfälle kleiner als drei Millimeter sind, brauchen diese nicht mehr auf gefährliche Schadstoffe hin untersucht werden, weil zu aufwendig. Und da diese nicht mehr untersucht werden müssen, ergibt sich folgerichtig auch keine Gefährdungsklasse und so werden die Glasabfälle nach der Behördenlogik folgerichtig als nicht gefährlich eingestuft - obwohl dies in Wirklichkeit gar nicht zutrifft.

 

Dieser Sachverhalt ist der Behörde selbstverständlich bekannt. Trotzdem schreibt das RP Tübingen in der Genehmigungsbegründung, dass keine höheren Luftschadstoffemissionen durch Glasabfälle verursacht werden, welche die Gesundheit im Sinne des Bundesimmisionsschutzgesetzes gefährden könnte. Lediglich eine Messreihe liegt mir vor : Hier haben sich die Werte von Dioxin und Furan fast verdoppelt. Gegen die bei einer Klage übliche Akteneinsicht wehrt sich Holcim mit allen Mitteln. Wieso eigentlich, wenn doch alles in Ordnung ist.

 

Den von der Behörde sofort genehmigten Antrag von Holcim auf sofortige Verfügung für den Einsatz von Glas werde ich lediglich aus Kostengründen nicht widersprechen, sondern mich auf die Hauptklage konzentrieren.

 

Ist es eigentlich nicht die Aufgabe der Behörden, die Gesundheit der Bürger entsprechend dem Grundgesetz zu schützen? Und wo sind unsere hoch bezahlten Abgeordneten in Bund und Land , wo unsere politischen Parteien im Kreis? Unser Landrat? Unser Gesundheitsamt? Unsere Ärzte? Und die Unterstützung aller betroffener Bürger von Schömberg bis Balingen?

Autor:  Siegfried Rall, Degenhardtstr. 5, Dotternhausen

Quelle: zak

https://epaper2.zak.de/ePaper/?=