Leserbriefe zum Thema Müllverbrennung

25.11.2021

Die Bürger müssen doppelt bezahlen

BETRIFFT: »Für sauberere Luft mehr investieren« vom 22. November

 

Die extrem hohe Belastung der Luft in unserer Region durch giftige Schadstoffe, unter anderem

durch Holcim, ist seit langem Thema in Dotternhausen und im Zollernalbkreis. Die Landes- und

Bundespolitiker arbeiten seit mehreren Jahren zu diesem Thema mit der Zementindustrie eng zusammen. Sie haben es jedoch bisher nicht geschafft, gegen die Zementlobby wirksame und technisch mögliche Maßnahmen für verbesserte Luftverhältnisse oder zumindest die Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Schadstoffgrenzwerte durchzusetzen.

   Der Tübinger Mediziner Klaus Wild hat in seinem Vortrag auf die gesundheitlichen Folgen durch den Schadstoffausstoß der Zementindustrie deutlich hingewiesen. Von den Landespolitikern, wie Ministerpräsident Kretschmann mit seinen Ministerinnen für Umwelt und Wirtschaft, ist trotz frühzeitiger Ankündigung der Vortragsreihe niemand erschienen. Ein deutlicher Hinweis auf Desinteresse.

   Voraussichtlich werden in absehbarer Zeit die zuständigen Stellen in Brüssel wegen langjährigem Überschreiten der Schadstoffgrenzwerte hohe Geldstrafen festlegen. Die Politiker werden danach wahrscheinlich dafür Sorge tragen, dass mit diesen hohen Strafkosten der Steuerzahler belastet wird und nicht die Schadstoffverursacher, so Holcim. Damit können die verantwortlichen Politiker vom eigenen Versagen ablenken. Bürger nehmen hiernach nicht nur gesundheitlich Schaden. Sie werden

voraussichtlich auch die Strafkosten zahlen müssen, die eigentlich die Schadstoffverursacher zu tragen haben.

   Auf diesem Weg kann die Zementindustrie leicht hohe Gewinne erwirtschaften. So hat Holcim aktuell einen Jahresgewinn in Höhe von 1,8 Milliarden Euro ausgewiesen. So geht Politik.

Autor:  Helmut Gimbel, Bisingen

Quelle: schwabo

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25.11.2021

Hoch lebe die Zementindustrie

Zu: Luftverschmutzung

 

Herr Kretschmann, als Grüner an die Macht gekommen, jetzt Sprachrohr von Spahn und Merkel. „Die Impfpflicht muss her, koste es, was es wolle.“

In 2019 staben in Europa 365000 Menschen vorzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung. Davon ca. 65000 in Deutschland.

Um diese Situation zu verbessern, gibt es Umweltgesetze. Aber hier sind Herr Kretschmann und Co. nicht so „diktatorisch“. Nein, hier werden für Umweltverschmutzer, die Müllverbrennung für höhere Renditen betreiben, mit Sondergenehmigungen von erforderlichen Investitionen in bessere Filter befreit. Hoch lebe die Zementindustrie und ihre Unterstützer.

 Autor: Rainer Engelhardt, Dormettingen

Quelle: zak

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24.11.2021

Keine Hilfe für Bevölkerung
BETRIFFT: Bericht »Für sauberere Luft mehr investieren« vom 22. November

Statt dass die Gemeinderäte endlich dafür sorgen, dass Holcim neue Filter gegen die giftigen Substanzen einbaut, um die Bevölkerung zu schützen, verlieren sie sich in Beleidigungen wegen einer formalen Abänderung der NUZ-Hauptversammlung.
   So ein Gemeinderat gehört ignoriert, die Bevölkerung hat in ihm keine Hilfe. Die Gemeinderäte hätten das Bildungsangebot annehmen sollen. Am Freitag war dazu Gelegenheit in der Festhalle – dank dem Verein NUZ, der diese informativen Vorträge in Dotternhausen organisiert hat. Rund 100 Interessierte waren dabei. Ein Lob für die vielen anwesenden Frauen, die wissen, dass es notwendig ist, Gefahren abzuwenden.

Autor:   Gebhard Wörner, Balingen

Quelle:  schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/795594/4

24.11.2021

Beton in den Köpfen der Ratsmitglieder
BETRIFFT: Bericht »Für sauberere Luft mehr investieren« vom 22. November

Zement ist schon von der Farbe her ein Graubereich, und den Atlantikwall gibt es noch immer, nicht mehr an der Kanalküste, sondern in den Köpfen einiger Dotternhausener Ratsmitglieder.
   Mit anrüchigsten Ersatzbrennstoffen werden Milliardengewinne erwirtschaftet, noch dazu unter der Behauptung, es sei »politisch gewollt und ökologisch sinnvoll, den Plettenberg zu erschöpfen« (O-Ton eines Holcim-Beschäftigten). Da hakt einem doch glatt der Ersatz-Verstand aus, wenn es den gäbe.
   Durch das im Zementwerk eingesetzte SNCR-Verfahren wird zwar nachweislich CO² reduziert, nicht jedoch organische Verbindungen, schon gar nicht Dioxine und Furane, jene klammheimlichen Ab-Gifte, die langfristig auf Menschen tödlich wirken.
   Auch die Behauptung, es sei natürliche Strahlung, die überall den Böden um Dotternhausen und Dormettingen entweicht, sind ausgemachter Kappes.
   Es sind nachweislich Bodenbelastungen, die den schon seit Jahrzehnten erfolgenden Ersatz-Brennstoff- Emissionen geschuldet sind, denn diese Art der Verkokelung hat in Dotternhausen Tradition. Unter Rohrbach wurden an die 60 Prozent Alt- und Restmüll als so genannter Ersatz-Brennstoff eingesetzt, bei Holcim sind es nunmehr bis zu 100 Prozent, darunter giftige Altstoffe aus der Glasherstellung, die als Ersatz für teuren Ton verwendet werden dürfen unter der Maßgabe, dass sie auf unter drei Millimeter Partikeldurchmesser kleingeschreddert sind.
  Gegen Corona hilft einzig und allein ein Impf-Schutz. Und gegen Gift in der Luft aus den Schloten des Zementwerks hilft nachgewiesenermaßen nur eine Filtrierung nach dem DeCONOx-Ver-fahren. Dem standhaften Kimmich droht Lohn-Entzug. Wann droht dem Globalplayer endlich ein spürbarer Profit-Entzug?
   Aus der ehemaligen Völklinger Hütte machte Oskar Lafontaine ein viel beachtetes Weltkultur-Erbe. Solch eine Vorgehensweise kommt einem unvoreingenommenen Betrachter angesichts dieser Methusalem-Drehrohr-Anlage des Zementwerks in den Sinn. Und das Geologie-Kleinod Plettenberg ist für einen großflächigen Solar-Energie-Park, zumal bei einer Inversions-Wetterlage, doch geradezu geschaffen, oder nicht?

Autor:  Wilhelm Isert, Balingen

Quelle: schwabo

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28.10.2021

Messanlage – ein Witz
BETRIFFT: Luftverunreinigung durch das Zementwerk
Wer sich die Mühe macht, die Emissionsmesser in Dotternhausen zu suchen, der staunt. Sie sind auf einer Höhe von anderthalb Metern angebracht. Das soll also die Messanlage sein, die die Schadstoffe von Holcim feststellen soll.

Schon bei deren Anblick kommt einem der Zweifel, dass so eine Witzanlage Daten über die Giftluft von Holcim messen soll. Das Ganze ist von Bäumen abgeschirmt. Wer ist dafür zuständig?

Ich bitte um Ernsthaftigkeit beim Thema giftige Abluft aus dem Zementwerk mit seinen falschen Filtern.

Warum geht das Landratsamt dagegen nicht vor? Typisch: Egal, was es bringt. Hauptsache Geschäftigkeit.

Autor:  Gebhard Wörner, Balingen

Quelle: schwabo

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25.10.2021

Mit leeren Versprechen gewinnt man keine Wähler zurück

 Zu: „Bareiß nimmt möglichen Machtverlust sportlich“ vom

20. Oktober

 

Thomas Bareiß, der Sportsmann in Machtverlust, ist jetzt endlich auf dem Boden der Realität angekommen. Er verspricht, die politische Arbeit wird sich verstärkt im Wahlkreis abspielen. Das ist auch nötig, denn enorme Stimmenverluste lassen sich nur so eingrenzen.

Doch in den Darlegungen im Zollern-Alb-Kurier vom 20. Oktober 2021 ist außer Straßenbau kein weiteres wichtiges Ziel erwähnt.

  • Was ist von den Ankündigungen, beim Problem Holcim, Klimakiller Zement, noch zu klären?
  • Ist der Schutz der Bevölkerung im Zollernalbkreis durch Freisetzen von giftigen Schadstoffen bei der Müllverbrennung noch ein aktuelles Ziel von Ihnen?
  • Was tun Sie konkret?

Mal wieder wurden vor der Wahl große Worte, zum Beispiel in der Zeitung vom 18. September 2021 gesprochen, die jetzt nicht mehr erwähnt werden. So gewinnt man keine Wähler zurück.

Autor:  Gebhard Wörner, Frommern

Quelle: zak

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06.10.2021

Bleibt alles, wie es ist?
Zu: Zementproduktion
Die Wahl ist vorbei. Mal wieder sind große Versprechen getätigt worden. Selbst Herr Bareiß hat „von großer Kraftanstrengung“ in Zukunft gesprochen.
Er sprach zum Problem Holcim: Die Sorgen der Bürger im Oberen Schlichemtal in der Plettenberg-Causa verstehe er und bedaure, dass die Mediation gescheitert ist. Er erklärt: „Das Naherholungsgebiet Plettenberg, in dem ich oft wandere, muss erhalten bleiben. Deshalb brauchen wir einen Interessenausgleich zwischen den Bürgern, dem Erhalt der Natur und Arbeitsplätzen, unter Einhaltung von hohen Umweltstandards und besten technischen Anlagen zur Vermeidung von Gesundheitsgefahren. Zement ist sehr CO2-intensiv, das heißt wir brauchen in Zukunft auch Verfahren, die klimaneutral funktionieren. Da stehen wir erst am Anfang der Entwicklung.“
Und dass er Klimaschutz-Bremser genannt werde, finde er nicht unfair, sondern unverschämt. Soweit die Darlegung am Samstag, 18. September, im ZAK. Doch was geschieht jetzt beim Konzern Holcim? Bleibt die giftige Müllverbrennung? Wird ohne Rücksicht Zement unter Giftrückständen produziert? Ist nach wie vor der Profit mit Gefahren für die Bevölkerung in Dotternhausen im ZAK gemacht?
Autro:  Gebhard Wörner, Balingen

Quelle: zak

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08.08.2021

Es geht nur um den Profit
Zu: Holcim-Werk und was aus dem Kamin kommt
Man glaubt es kaum, aber Holcim mit seinen Immissionen verfolgt einen nicht nur durch das, was aus den Kaminen kommt. Es gibt Belege, dass die Gartenmöbel voll Ablagerungen sind, die Erde natürlich auch. In manchen Gärten lagern sich auf der Bodenplatte dementsprechende Ränder ab, wenn der Wind bei Regen vom Holcim-Werk in Dotternhausen kommt.

   Die betroffene Person meinte, es komme von den Flugzeugen, die eine Schneise haben.
Es sollte, wer solche Phänomene bemerkt, beim Landratsamt eine Anzeige tätigen. Der Bürger hat ein Recht, giftfreie Luft zum Atmen im Garten vorzufinden.

   Der obige Fall ist in Weilstetten. Hoffentlich lassen sich die Bürger diese Lässigkeiten im Umweltschutz nicht mehr gefallen.
Holcim ist der Schutz der Umwelt einen „Dreck“ wert, ist meine Meinung. Profit ist das Ziel.
Autor:   Gebhard Wörner, Frommern

Quelle:  zak

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21.08.2021

Grüner zieht nur nach
BETRIFFT: Leserbriefe zu Johannes Kretschmann vom 18. August.

 

Den Leserbrief-Verfassern kann ich nur beipflichten. Darüber hinaus möchte ich jedoch noch einen Kritikpunkt zum Vorwurf der Scheinheiligkeit des Herrn Kretschmann Junior hinzufügen. Dieser hat für sich erst das Problem entdeckt, nachdem sich der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Hörner als Erster dafür eingesetzt hatte. Der ach so umweltbewusste Grüne will mit Blick auf seine Ambitionen Richtung Bundestag wohl nicht der AfD allein das Feld überlassen. Darum geht es. Was für ein pharisäischer Trittbrettfahrer.

Autor:  Gabi Priester, Hechingen
Quelle: schwabo

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18.08.2021

Politik der Scheinheiligen
BETRIFFT: Bericht »Die Schlupflöcher bei Holcim schließen« vom 14. August
Scheinheiligkeit pur. Immer wieder, besonders aber in Wahlkampfzeiten, empfindet der Bürger
die Handlungsweise bei dem einen oder anderen Politiker als mehr oder weniger scheinheilig.
Der Begriff Scheinheilig wird immer omnipräsenter, manche Politiker haben diesen Begriff verinnerlicht: statt ehrliche Arbeit lieber scheinheiliges Geschwätz.

   Und so hat Johannes Kretschmann gesagt: »Das Ziel, den Schadstoffausstoß zu senken und Schlupflöcher zu schließen, wollen die Grünen im Bundestag in jedem Fall weiterverfolgen.« Wer hat denn in Baden-Württemberg die Ausnahmegenehmigungen für die Verbrennung von Müll und sonsti-gem giftigen Sondermüllabfall in Zementwerken erst ermöglich: Die Grünen unter Minister-präsident Kretschmann und Umweltminister Untersteller.

    Die gesundheitliche Belastung der Bürger mit Dioxin und ähnlichem ist ihnen vollkommen gleichgültig. Hauptsache Holcim sponsert im Verborgenen den Grünen-Wahlkampf. Für diese lukrative Müllverbrennung ohne Filter zeigt sich Holcim dankbar und bekommt zusätzlich Mitsprache bei den Gesetzestexten. Kandidat Kretschmann stand auch bei dem Sommerdialog im vorletzten Jahr auf dem Podium von Holcim. Neulich hat er mir erklärt, dass er persönlich kein Geld von Holcim dafür bekommen habe. Dies habe ich ihm sogar abgenommen. Oder vielleicht auch nicht? Die Grünen bemerken immer noch nicht, dass von vielen Bürger ihre scheinheilige Politik leicht durchschaut wird.

Autor:  Siegfried Rall, Dotternhausen

Quelle: schwabo

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18.08.2021

Politisch nicht akzeptabel
BETRIFFT: Bericht »Die Schlupflöcher bei Holcim schließen« vom 14. August
Im Rahmen seines Wahlkampfes führte der Sohn von Ministerpräsident Winfried Kretschmann,
Johannes Kretschmann, ein Gespräch mit Vertretern der Gemeinde Dotternhausen. In
dem Gespräch ging es auch um die Arbeitsmethoden der Firma Holcim zu Umweltthemen sowie den Umgang mit Schadstoffen aus der Zementproduktion.

   Seit vielen Jahren fordern Bürger der Region von Holcim und den Landespolitikern vergebens wirksame Maßnahmen gegen die hochgiftige Müllverbrennung. Zu diesem Thema äußerte sich auch Kretschmann. Zitat: »Dafür ist die schwarz-rote Koalition im Bund verantwortlich.« Nach dieser Aussage wird deutlich: Dem Versuch der Bürgerverdummung durch Politiker sind keine Grenzen gesetzt! Selbstverständlich ist der Bund für die Verabschiedung der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung verantwortlich. Wird Holcim allerdings der Investitionsaufwand für bessere Filteranlagen zu groß, erteilt das Regierungspräsidium auf Wunsch Ausnahme-genehmigungen. Die Einhaltung der Schadstoffgrenzwerte ist dann auf Jahre nicht mehr erforderlich.

   Nach den EU-Regeln darf Ministerpräsident Kretschmann den Druck auf die Zementindustrie erhöhen und Ausnahmegenehmigungen wegen Überschreitung der Schadstoffgrenzwerte unterbinden. Artikel 2 des Grundgesetzes (Schutz der Gesundheit der Bürger) ist für Politiker offenbar nicht mehr relevant.

   Holcim ist mit dem passiven Verhalten der Politiker zufrieden. Die Bürger sind enttäuscht und frustriert – und sind nicht, wie so oft dargestellt, die Ursache für den Unfrieden in der Region.

   Das Kretschmann auf das passive Verhalten seines Vaters in der Öffentlichkeit nicht näher eingeht, ist menschlich verständlich, politisch aber nicht akzeptabel.
Autor:   Helmut Gimbel,Dotternhausen

Quelle:  schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreaderv3/index.html#/772382/4

13.08.2021

Ehrliche Antworten gefragt
BETRIFFT: Holcim und Luftverschmutzung
Endlich hat ein Landtagsabgeordneter (Hans-Peter Hörner, AfD) den Mut gehabt, das
Holcim-Zementwerk in Dotternhausen in einer Anfrage im Landtag zu thematisieren. Seine Anfrage entlarvt die Tatenlosigkeit in Sachen Neueinbau von gleichwertigen Filteranlagen wie im Hauptwerk von Holcim in der Schweiz.

Die Emissionswerte sind in Dotternhausen deshalb 25 Prozent höher bei der Abfallverbrennungsanlage. Welche Gifte muss die Bevölkerung im Zollernalbkreis und in Dotternhausen täglich ertragen?

Das Umweltministerium gibt für den Zeitraum 2015 bis 2019 an, dass keine erhöhte Krebsgefahr und andere Krankheiten bekannt sind.

   Doch was sagt dies aus?

Diese Messungen sind nicht aussagekräftig.

   Es müsste Tag und Nacht alle Stunde gemessen werden und dies das ganze Jahr bei Betrieb.

   Es müsste die Menge an Müll angegeben werden.

Diese oberflächliche Aussage des Umweltministeriums ist keine Antwort auf die Anfrage des Abgeordneten. Eine ehrliche Antwort ist notwendig, um der Bevölkerung ihre Angst zu nehmen.

Autor:  Gebhard Wörner, Balingen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreaderv3/index.html#/771550/15

10.08.2021

Irgendetwas erarbeitet?

BETRIFFT: Nachhaltigkeit -

Anfrage: Welche Empfehlungen zu Energie und Klima hat der Nachhaltigkeitsbeirat erarbeitet?

Ist der Zement-Konzern Holcim in Dotternhausen in entsprechenden Empfehlungen erwähnt  und begutachtet und die Müllverbrennungsproblematik erfasst?

Landrat Pauli ist ja in den Nachhaltigkeitsbeirat gewählt. Ist schon irgendetwas erarbeitet?

Autor:  Gebhard Wörner, Balingen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p- iapps.com/webreader-v3/index.html#/770950/15

11.08.2021

 Mutiger Abgeordneter

 Zu: „Zementwerk: AfD stellt Kleine Anfrage“ vom 7. August.

 

Endlich hat ein Landtagsabgeordneter, Hans-Peter Hörner, den Mut gehabt, den „Umweltschutz“ durch Holcim in einer Anfrage im Landtag zu thematisieren. Seine Anfrage entlarvt die Tatenlosigkeit in Sachen Neueinbau von gleichwertigen Filteranlagen wie im Hauptwerk Holcim in der Schweiz. Die Emissionswerte sind in Dotternhausen deshalb 25 Prozent höher bei der Abfallverbrennungsanlage.

 

Welche Gifte muss die Bevölkerung im Zollernalbkreis und in Dotternhausen noch täglich ertragen? Das Umweltministerium gibt für den Zeitraum 2015 bis 2019 an, dass keine erhöhte Krebsgefahr und anderen Krankheiten bekannt sind. Doch was sagt dies aus? Diese Messungen sind nicht aussagekräftig. Es müsste Tag und Nacht alle Stunde gemessen werden, und dies das ganze Jahr bei Betrieb. Es müsste die Menge an Müll angegeben werden.

 

Diese oberflächliche Aussage des Umweltministeriums ist keine Antwort auf die Anfrage des mutigen Abgeordneten. Nur eine ehrliche Antwort will die Bevölkerung, um ihr die Angst zu nehmen.

Autor:  Gebhard Wörner, Balingen

Quelle: zak

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PS: siehe die dazugehörigen Presseartikel auf unserer Homepage:

https://www.nuz-ev.de/m%C3%BCllverbrennung/presse/

06.08.2021

 Missstände werden ignoriert

 Zu: Besuch von Kretschmann und Baerbock im Zementwerk in Allmendingen.

 

Ministerpräsident Kretschmann und Kanzlerkandidatin Baerbock besuchten am 28. Juli das Zementwerk Schwenk in Allmendingen. Baerbock gefällt, dass die Produktion in der Zementindustrie offenbar klima- und ressourcenschonend laufen soll. Hier muss man sich fragen, für wie dumm halten Politiker die Bürger?

 

Die Missstände in der Zementindustrie zum gesundheitsschädlichen überhöhten Schadstoffausstoß, insbesondere im Werk Dotternhausen, werden von den Politikern offenbar bewusst ignoriert.

 

Bereits vor mehreren Jahren haben zahlreiche Bürger aus dem Zollernalbkreis den Ministerpräsidenten mit seinen politisch Verantwortlichen auf die Missstände der Filter-Technik der Müllverbrennung hingewiesen. Den Dialog mit den Bürgern hat der Ministerpräsident wiederholt abgelehnt. Ein verbessertes politisches Engagement ist leider auch nach der letzten Landtagswahl im März 2021 bei den verantwortlichen Politikern nicht zu erkennen. Aus Sicht der Kanzlerkandidatin Baerbock gilt Baden-Württemberg als Vorbild!

Autor:  Helmut Gimbel, Dotternhausen

Quelle: zak

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06.08.2021

Politik reagiert nicht

BETRIFFT: Zementindustrie

Ministerpräsident Kretschmann und Kanzlerkandidatin Baerbock besuchten am 28. Juli das

Zementwerk Schwenk in Baden-Württemberg.

Aktuelle Aussagen der beiden Politiker: Die Produktion in der Zementindustrie läuft klima- und ressourcenschonend.

Hier muss man sich fragen, für wie dumm halten Politiker die Bürger? Die Missstände in der Zementindustrie zum gesundheitsschädlichen überhöhten Schadstoffausstoß, insbesondere im Werk Dotternhausen, werden von den Politikern offenbar bewusst ignoriert.

Bereits vor mehreren Jahren haben zahlreiche Bürger aus dem Zollernalbkreis den Ministerpräsidenten mit seinen politisch

Verantwortlichen auf die Missstände der Filter-Technik der Müllverbrennung hingewiesen.

Den Dialog mit den Bürgern hat der Ministerpräsident wiederholt abgelehnt. Ein verbessertes politisches Engagement ist leider auch nach der letzten Landtagswahl im März 2021 bei den Politikern nicht zu erkennen. Aus Sicht der Kandidatin Baerbock gilt Baden-Württemberg als Vorbild!

Autor:  Helmut Gimbel, Dotternhausen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/769954/5

21.07.2021

Keine Gleichbehandlung
BETRIFFT: Bericht: »Gruppen machen Front gegen Holcim«
Symmetrie, werte Freunde, ist ein (ursprünglich griechischer) Begriff aus der Geometrie und

bezeichnet so viel wie »Ebenmaß« oder »Gleichmaß«. Im vorliegenden Fall allerdings muss

es auf »Gleich-Behandlung« erweitert werden, denn was sich die (angeblich derart stockblinde)

Justitia hier in dieser Republik, wenn nicht gar weltweit, erlaubt, ist schlicht nur noch hanebüchen und lässt jegliche »Symmetrie des Rechts« vermissen.

   Da ist von angeblicher »Gleichbehandlung aller vor dem Gesetz« nicht die Spur einer Spur: Während beim jedem Normalbürger die Heizung unweigerlich stillgelegt wird, wenn die Abgaswerte des Heizkesselbrenners nicht stimmen, feuert, kokelt und »emissioniert« dieses Zementwerk schon jahrzehntelang fröhlich und ungestört so ausnahmegenehmigt durchgehend vor sich hin. Das Gegenteil

von »Symmetrie« (Gleichbehandlung) ist »A-Symmetrie« (Ungleichbehandlung, zweierlei Maß), und die ist hier krachend gegeben.

   Denn dieser Global Player kriegt Emissions-Zertifikate sogar noch geschenkt und stößt CO2 so quasi nach Belieben aus. Von

»schlechtem Gewissen« oder so etwas wie »Rücksichtnahme« keine Spur, denn bislang hat diese Zementlobby von der Politik ja kaum bis nichts zu befürchten, da wird selbst der Obergrüne Kretschmann schwarz, Herr Bareiß und Frau Schulze trauen sich nicht, alle angeblich wegen Corona, oder so halt.

   Nur 150 aufrechte Nomalbürger*innen trauen sich, denn was mindestens ebenso todbringend ist wie das Corona-Virus, das sind die heimtückischen giftigen Abgase aus den Hochschloten, deren Stinkereien – je nach Wetterlage und Windrichtung – noch bis in ferne Regionen wahrgenommen werden können. »Selbst der ach so gerne bemühte Vergleich eines ›Kampfes von David gegen Goliath‹ hinkt gewaltig und ist noch weitaus mehr als asymmetrisch, er ist in Anbetracht des zynischen Begriffs von ›unternehmerischer

Verantwortung‹ nur noch menschenverachtend.« Dieser Meinung eines engen Freundes ist nichts hinzuzufügen.

Quelle: schwabo

Autor:  Wilhelm Isert, Balingen-Erzingen

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/764078/5

15.07.2021

Vorne hui und hinten pfui
BETRIFFT: Leserbrief »Gegen Entsorgungshochburg wehren« vom 12. Juli
Ein deutsches Sprichwort sagt: »Vorne hui und hinten pfui.« Besser könnte der Zollernalbkreis
nicht charakterisiert werden: Wer von Stuttgart auf der B 27 auf die Große Kreisstadt
Balingen zufährt, der wird von der Burg Hohenzollern begrüßt. Welch’ eine einladende Landschaft. Die Bewohner können doch sicher glücklich sein, denn sie wohnen in einem Märchenland.

   Tun sie aber nicht. Stattdessen tauchen auf den Bundesstraßen 27 und 463 immer wieder Restmüll-Trucks auf, die Ersatzbrennstoffe durch die Gegend transportieren, etwa zum Zementwerk Dotternhausen, wo eine mit altertümlichen Filtern bewehrte Anlage den begehrten Ölschieferzement hervorkokelt, der in Silozügen oder Kesselwagen in ziemlich alle Welt vertickt wird. So werden im Zollernalbkreis gleich mehrere Bergenburgen auf- und abgebaut: Ein Rest- und Altmüll-Berg wird zu wertvollem Ersatzbrennstoff zerschreddert, bestehend aus allem, was irgendwie brennt, so von etwa 6000 Altreifen pro Tag, Dachpappe, Plastik, Altöl und Fetten bis hin zu Altglas-Resten.

   So wird der Zu-Gewinn optimiert, weil die Müllbeseitigung staatliche Unterstützung erfährt und selbst für einen Globalplayer lukrativ wird, wozu dann noch der Gewinn durch den Zement kommt. Also eine hochalpine Win-Win-Win-Situation. Wenn dann auch noch der Profit durch den Betrieb abgeschriebener Filteranlagen hinzukommt, dann wird dieser Reibach potenziert. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang gerne von unternehmerischer Verantwortung.

   Die Leserbrief-Schreiberin spricht zutreffender von einer Entsorgungshochburg. Danke Frau Hildwein. Aber das alles spielt sich im westlichsten Teil des Zollernalbkreises ab, diesem Pfui-Bereich: Dreck, Ruß, Staub und Lärm, zuweilen auch Explosionsgetöse von Kalk-Sprengungen und das nervenaufreibende Klappern der neuen Seilbahn. Das alles müssen wir uns nicht mehr länger gefallen lassen. Deshalb heißt es: Aktion, Aktion!

Autor:  Wilhelm Isert, Balingen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/762558/5

12.07.2021

Gegen Entsorgungshochburg wehren
BETRIFFT: Bericht »Holcim übernimmt Schotter-Teufel«
Wenn eine Grüne-Regierung Grenzwerte hochsetzt, was nutzt dann ein Grenzwert, wenn er
nach Bedarf des Konzern geändert wird?

Bei persönlichen und schriftlichen Nachfragen schieben sich das Landratsamt und das Regierungspräsidium Tübingen gegenseitig die Zuständigkeiten zu, was ich durch Protokolle und Schreiben auch belegen kann.

  Als seit 2007 recherchierende Bürgerin erlebt »frau« Unfassbares. Nun erhalten lediglich sorgende und Widerspruch einlegende Bürger üble Schreiben, wie jetzt vom RP: Es könnte teuer werden. Ich bitte noch einmal öffentlich darum, dass Landrat, Kreistag und Gemeinderäte unsere Region nicht zur Entsorgungshochburg werden lassen.

   Nicht einseitig agieren. Wirtschaft ist wichtig, ja. Holcim übernimmt die Firma Schotter-Teufel. Mehr und mehr Lkw bringen den Industriemüll in unsere Region. Da kann und muss man schon mal nachfragen, wie unsere Gesundheit und die uns alle umgebende Natur darauf wohl in Zukunft reagieren?

   Werte gewählte Volksvertreter und Mitbürger: Ich bitte inständig um Unterstützung. Für was stehen wir ein? Jeder
einzelne von uns!

Autor:  Ilona Hildwein, Balingen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreaderv3/index.html#/761908/14

12.07.2021

Wofür stehen wir ein?
Zu: Holcim übernimmt Schotter Teufel
Es geht um unsere Heimat, unsere Gesundheit. Was verbindet uns? Ich hoffe das Nachfragen! Kalkstein dient zunehmend als „Alibi“ für das größere Geschäft der Müllverbrennung.
Wenn eine Grüne Regierung Grenzwerte hochsetzt, was nutzt ein Grenzwert, wenn er nach Bedarf des Konzerns hochgesetzt wird?

   Bei persönlicher und schriftlicher Nachfrage schieben sich Landratsamt und RP gegenseitig die Zuständigkeiten zu (durch Protokolle und Schreiben belegbar). Als seit 2007 recherchierende Bürgerin erlebt „frau“ Unfassbares.

   Nun erhalten lediglich sorgende und Widerspruch einlegende Bürger üble Schreiben (jetzt vom RP), „es könne teuer werden“.

Ich bitte nun hiermit nochmals öffentlich darum, dass Landrat, Kreis-, Gemeinderäte und Presse unsere Region nicht zur Entsorgungshochburg werden lassen. Nicht einseitig agieren. Wirtschaft ist wichtig, ja.

   Holcim übernimmt Schotter Teufel, mehr und mehr Lkws bringen ihren Industriemüll in unsere Region. Da kann/muss man schon mal nachfragen, wie unsere Gesundheit und die uns alle umgebende Natur darauf wohl in Zukunft reagiert.

   Werte gewählte Volksvertreter, Mitbürger und Journalisten, ich bitte inständig um Unterstützung. Für was stehen wir ein, jeder Einzelne von uns?
Autor:  Ilona Hildwein, Balingen

Quelle: zak

https://epaper2.zak.de/ePaper/

12.06.2021

Die Kleinen hängt man
BETRIFFT: Artikel »Glas und Windeln nicht ›bio‹« vom 10. Juni
Es ist schön zu lesen, dass das Landratsamt Balingen seiner Pflicht nachkommt und bei den
Bürgern im Kreis kontrolliert, was sie so alles in die Biotonne werfen. Wer will schon in recycelter
Erde Reste von Plastik oder Glas wiederfinden?

Im Rahmen der Kontrollaktion erhalten wir Bürger im Zollernalbkreis demnächst grüne, gelbe und rote Karten. Ja, ich bin dafür, Bo-den, Luft und Wasser als eines unserer höchsten Güter hier in der Region zu schützen, das darf gern auch kontrolliert werden.

  Doch wie erst kürzlich persönlich beim Landrat eingefordert, drängt es mich, die Verantwortlichen im Kreis daran zu erinnern, auch die »großen« Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzer zu kontrollieren.

  Wer zeigt hier wem die rote Karte? Die Bürger möchten eben auch wissen, was für Rückstände im gefilterten Wasser oder in ge-filterter Luft sind.

  Im Kreis fahren Lastwagen zunehmend aus fernen Städten und Ländern mit ihren zu entsorgenden Ladungen. In welcher Tonne und in welchem Schornstein landen diese?

  Und wer kontrolliert hier, was rein- und wieder rauskommt?

Jeder Einzelne hier in unserer Region sollte tun, was er kann, um Wasser, Luft und Boden zu schützen. Die Verantwortlichen sollten ihrer Pflicht nachkommen und einen guten und ehrbaren Job machen. Wünschenswert wäre, wenn das Ganze in entsprechender Verhältnismäßigkeit – egal ob in Berichten, Kontrollen oder Kampagnen – stattfände.

Ansonsten bleibt nur die bittere Erkenntnis: Die Kleinen hängt man, und die Großen lässt man laufen.

Autor:  Ilona Hildwein, Frommern

Quelle:  schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreaderv3/index.html#/756936/15

12,06,2021

Die „Großen“ lässt man laufen
Zu: „Zu viel Plastikmüll: Landkreis überprüft die Biotonnen“
Schön zu lesen, dass das Landratsamt seiner Pflicht nachkommt und bei den Bürgern moniert, was sie so alles in die Biotonne schmeißen. Wer will schon in recycelter „Erde“ Reste von Plastik , Glas und anderem wiederfinden. In – wie zu lesen ist – nun folgender großangelegter Kontrollaktion erhalten wir Bürger demnächst grüne, gelbe und „rote Karten“. Ja, ich bin dafür, Boden, Luft und Wasser als eines unserer höchsten Güter hier in der Region zu schützen, das darf gern auch kontrolliert werden. Doch, wie erst kürzlich persönlich beim Landrat eingefordert, drängt es mich, die Verantwortlichen im Kreise daran zu erinnern, „die großen“ Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzer zu kontrollieren . Wer zeigt hier wem „die rote Karte“? Die Bürger möchten eben auch wissen, was für Rückstände im gefilterten Wasser oder in „gefilterter Luft“ sind. Im Kreis fahren Lkws zunehmend aus fernen Städten und Ländern mit ihrer zu entsorgenden Ladung. In welcher „Tonne“, in welchem „Schornstein“ landet dieser und wer kontrolliert hier?
   Was kommt rein, was kommt raus?, frag ich seit Jahren (das RP und unser LRA schieben die Zuständigkeit hin und her). Jeder Einzelne hier in unserer Region sollte tun, was er kann, um Wasser, Luft und Boden zu schützen. Die Verantwortlichen ihrer Pflicht nachkommen und einen guten und ehrbaren Job machen (auch die Presse). Wünschenswert wäre, wenn das Ganze in entsprechender Verhältnismäßigkeit – egal ob in Berichten, Kontrollen oder Kampagnen – stattfände. Wenn nicht mehr Bürger höflich, freundlich & verbindend bei ihrem Landrat (oder an anderen zuständigen Stellen) nachhaken und nachfragen, dann, ja dann bleibt wiedermal die bittere Erkenntnis: Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen.
Autor:  Ilona Hildwein, Balingen

Quelle: zak

https://epaper2.zak.de/ePaper/

02.06.2021

»Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm«
BETRIFFT: Artikel »Das Umdenken findet gerade erst statt« vom 31.Mai
»Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.« Oder: »Wie der Vater, so der Sohn.« Sicher kennen
sehr viele diese Redewendungen, und dieser Bericht hier ist einmal mehr der schlagende Beweis
für die Treffsicherheit so mancher Volksweisheit. Da belabern sich nämlich amtierende Volksvertreter (MdB Matthias Gastel/Grüne) und solche in spe (Kandidat Johannes Kretschmann/Grüne) in schon einer Art »geistiger Inzucht« genüsslich über die Mobilität der Zukunft und wie diese E-Fortbewegung doch so sehr viel zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen könne, wenn sie denn käme.

   Dabei steht doch heute schon fest: 1. Die E-Mobilität ist schon aus Gründen der Materialbeschaffung für Batterien ein absoluter Holzweg, von deren Entsorgung ganz zu schweigen. Sie kann allenfalls eine Brückentechnologie sein, ein (kostspieliges) Zwischenwegstück. 2. Der derzeitige Stand der »Ressourcen-Schöpfung« von Elektrizität reicht niemals aus, um alle Vehikel mit Strom zu betreiben.

   Und ein ganz wesentlicher Punkt wird total außer Acht gelassen: Es ist nämlich nicht nur der Verkehr, der für den CO2-Ausstoß verantwortlich zeichnet, es ist zum großen Teil auch die Restmüllverbrennung in den Zementwerken, siehe Dotternhausen. Es ist diese höchstamtlich abgesegnete und schon viel zu lange geduldete mangelnde Bereitschaft, hier zum Wohle der Bevölkerung auf politischem Wege nachhaltig etwas zu ändern, stattdessen werden nach wie vor wir alle mit neudeutschen Schönfärbe-Begriffen wie »Ersatzbrennstoffe« oder »Renaturierung« förmlich und dauerhaft eingelullt, so ganz bewährt nach dem altväterlichen Motto: »Lieb’ Vaterland, magst ruhig sein!«

   Die einzige zukunftsträchtige Technologie ist meiner Meinung die mit Wasserstoff. Der amtierende Ministerpräsident Winfried Kretschmann will nichts ändern, und der kommende Kretschmann wird nichts ändern! Der (Denk- und Entwicklungs-) Fortschritt findet
eben auch auf politischer Ebene nur zaghaft und in Spiralen statt, denn siehe oben: »Der Apfel...«

Autor:  Wilhelm Isert, Erzingen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/754658/14

26.05.2021

Gemogelt und getrickst
BETRIFFT: »Gesund und unfallfrei geht’s durch die Holcim – Jahresrevision«
Es kommen einem beinahe die Tränen vor Rührung, ob Sorgfalt und Einfühlsamkeit des Tuns
bei Holcim. Was zu loben ist für Mitarbeiter wird alles getan: Test, Vorsorgemaßnahmen,
Drei-Schicht-Betrieb, Abstand.
Doch nicht nur Holcim tut diese Schutzmaßnahmen, auch viele andere Betriebe. Denn weniger Kranke bringt dem Betrieb Vorteile, Gewinn! Geld!

  • Zu fragen ist allerdings, warum Holcim nur für das Eigeninteresse diese Sorgfalt ansetzt.
  • Warum wird nach wie vor giftige Schadstoffe durch die alten Filteranlagen gejagt?
  • Warum wird, wenn es die Bürger Dotternhausens und den Zollernalbkreis betrifft mit Sondererlaubnis der Behörden »Gift–Luft« in die Umgebung täglich geleitet?
  • Warum werden nur die gewinnträchtigen Mitarbeiter geschützt, aber sonst gemogelt und getrickst?

Jede Tonne verschmutzte Luft bringt Gewinn für Holcim. Diese Poppelmoral ist ein Skandal.

Wann endlich verbieten die Behörden zum Schutz von Kindern, Alten dieses falsche Spiel?

Autor:  Gebhard Wörner | Frommern
Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/752630/14

11.05.2021

Täuschungsmanöver
BETRIFFT: Artikel »Holcim-Messungen: nichts Auffallendes«
vom 30. April

 

Hinsichtlich der giftigen Abgas-Emissionen des Zementwerks werden die Balinger Stadtteile
Erzingen und Endingen besonders hoch belastet. Mit Ausnahme des Feinstaubs ist die Belastung von Luft und Böden weit aus stärker als die in Dotternhausen. Dies ist schon lange bekannt.
Was soll dann der Bericht des Ortsvorstehers von Erzingen über die Messung der Schwermetall-Disposition bewirken? Zumal er selbst vorgibt, dass eine sachgerechte Beurteilung erst in einem Jahr möglich sei. Wieso dann gerade jetzt diese »nicht sachgerechte« Beurteilung?
Die Zahlen über die teilweise sehr hohen Belastung der Böden rings um Erzingen liegen schon längst vor. Wieso werden diese nicht veröffentlicht? Wenn man denen nicht traut, kann man nochmals Proben nehmen. Mit den Dekra-Messungen will Holcim nur Zeit gewinnen, um die mangelhafte Luftfilterung entgegen dem Gesetz noch möglichst lange hinauszuzögern.
  Und wenn man später doch für die Gesundheit schädliche Werte vorfinden sollte, findet man schnell andere Schuldige wie Verkehr oder Holzfeuerung. Dieses »Giftwashing«, also größere Giftemissionen auf minimalste Anteile herunterzuspielen, sodass der Bürger einen harmlosen Eindruck davon bekommt, wird im ganzen Land salonfähig.

  Während auf der Verbraucherseite in Erzingen die Werte für Quecksilber, Dioxin und weiteren Schwermetallen heruntergespielt werden, verweigert Holcim seit Jahren die Veröffentlichung der am Kamin auftretenden Emissionen. Obwohl es laut Gesetz eine Auskunftspflicht gibt, blockt das Zementwerk diese Informationen ab.Leider wird diese Vorgehensweise durch die Überwachungsbehörde unterstützt.

  Auch die Prüforganisation Dekra muss aufpassen, dass sie sich nicht in die Reihe der Gefälligkeitsgutachter einreiht. Das Beispiel der verunglückten Seilbahn trotz höchster Sicherheitsstandards und die fehlerhaften Lärmberechnungen anderer Prüforganisationen oder Gutachter zeigen diese Schwachstellen auf.

Dekra misst bei der regelmäßigen Abgasuntersuchung des Autos die Abgase ja auch direkt am Auspuff und nicht auf der benachbarten Blumenwiese.

Autor:  Siegfried Rall, Dotternhausen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreaderv3/ index.html#/750374/15

10.05.2021

Verantwortliche ducken sich weg
Zu: Umweltbericht der Firma Holcim vom 12. April

 

Es gibt zwei wahre Aussagen in der Pressemitteilung:

1. „Wo Zement produziert wird, sind Emissionen unvermeidbar“ und

2. „Die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte dienen dem Schutz von Mensch und Umwelt.“
 

Dass die Emissionen weit unter den Grenzwerten liegen, ist nicht wahr. Holcim kann das Werk in Dotternhausen nur aufgrund von Sondergenehmigungen, ausgestellt durch das Regierungspräsidium Tübingen, betreiben. Ohne Sondergenehmigung müsste das Werk sofort stillgelegt werden. Mit der veralteten Filtertechnik sind die in dem Bundesimmissionsgesetz festgeschriebenen Grenzwerte nicht einzuhalten, darum benötigt Holcim Sondergenehmigungen. Ist an für sich einleuchtend.
 

Warum das Regierungspräsidium Tübingen immer wieder auf die Aussagen von Holcim hereinfällt, ja sogar sie stillschweigend hinnimmt, versteht heute niemand mehr. Aufgrund von Corona müssen die Kinder in Dotternhausen und Umgebung in der Schule Masken tragen. In unmittelbarer Nachbarschaft darf ein Konzern mit behördlicher Genehmigung die Umwelt „verpesten“. Das Schlimme daran aber ist, dass es sehr wenige Anwohner und Direktbetroffene interessiert. Die politisch Verantwortlichen ducken sich weg. Warum nur?
Autor:  Eppler Hubert, Silcherstraße 4, Ratshausen

Quelle: zak

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06.05.2021

Respekt vor der Offenheit
Zu: Leserbrief „Dienstbarkeiten liegen nicht vor“ von Otto Scherer vom 30. April.
Vielen Dank an Otto Scherer für den Leserbrief im Zollern-Alb-Kurier mit der Überschrift „Dienstbarkeiten liegen nicht vor.“. Als ortskundiger Bürger hat er die Dinge, die schieflaufen durch Holcim glasklar aufgetischt. Respekt für die Offenheit.
1. Fehler von Holcim auf der abgebauten Fläche dürfen nicht zu Lasten der Natur gehen.
2. Zum Seilbahnbau werden einfach Privatgrundstücke ohne Erlaubnis einbezogen und Zäune gesetzt.
3. Entschädigungen konnte großzügig geleistet werden.
4. Der Gemeinde, dem Kreis und Land werden Steuern vorenthalten. „Anstand und Moral sollten es gebieten, dass dort, wo Belastungen für Natur, Umwelt und Gesundheit unserer Bevölkerung sowie die Wertschöpfung entstehen, auch die Steuern entrichtet werden.“
Diese Punkte hätte ich als außenstehnder Leserbriefschreiber so nicht sehen können, des halb vielen Dank Herr Scherer.
Autror:  Gebhard Wörner, Epplergarten 22/1, Frommern
Quelle:    zak

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30.04.2021

Dienstbarkeiten liegen nicht vor
Zu: Rekultivierung auf dem Plettenberg und Holcim-Seilbahn.

 

Auf der abgebauten Fläche auf dem Plettenberg trifft man rekultivierte Feuchtgebiete mit Kleingewässern, Röhricht und Weidengebüsche an. Typisch für die Alblandschaft ist jedoch ein Trockenmagerrasen mit Wacholder, so wie wir die Albhochfläche seit Jahrhunderten schätzen und gerne haben. Fehler von Holcim und dem planenden Ingenieurbüro Tränkle dürfen nicht zu Lasten der Natur gehen.
   Das wahre Gesicht von Holcim kommt auch beim Seilbahnneubau zum Vorschein. Laut Aussage der Genehmigungsbehörde hat Holcim in den Antragsunterlagen mitgeteilt, dass für alle betroffenen Grundstücke Dienstbarkeiten vorliegen. Nach Berichten mehrer betroffener Grundstückseigentümer ist Holcim bis heute nicht im Besitz solcher Dienstbarkeiten. Trotzdem wurden von Holcim die Grundstücke genutzt und Zäune aufgestellt. Warum verweigert das RP Tübingen Holcim nicht die Dauerbetriebserlaubnis bis Dienstbarkeiten vorliegen und eine einvernehmliche Lösung gefunden ist? Hier könnte Holcim Größe zeigen und die Nachteile, die durch die Seilbahn entstehen, entsprechend großzügig finanziell ausgleichen.
   Ein weiterer Punkt betrifft die Steuern. Holcim nutzt die Steuergesetzgebung bis auf das Letzte aus. Durch entsprechende Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge werden der Gemeinde, dem Kreis und dem Land Steuern vorenthalten. Anstand und Moral sollten es gebieten, dass dort, wo Belastungen für Natur, Umwelt und Gesundheit unserer Bevölkerung sowie die Wertschöpfung entstehen, auch die Steuern entrichtet werden. Jeder kleine Steuerzahler, Handwerker und Mittelständler sieht das als selbstverständlich an.
Zum Schluss möchte ich noch bemerken: Das Zementwerk gehört zu Dotternhausen, jedoch nicht so, wie es derzeit geführt wird.
Autor:  Otto Scherer, Zinkenstraße 6/2, Dotternhausen
Quelle: zak

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29.04.2021

Geschönte Darstellung
BETRIFFT: Umweltbericht von Holcim
  Das Management der Firma Holcim berichtete aus seiner Sicht über die heile Welt der Ze-mentindustrie und über die Umweltdaten des Zementwerks in Dotternhausen.

Der Verein NUZ hat den Holcim-Ausführungen deutlich widersprochen. Die Diskrepanz ist für die Bürger nicht unerheblich.Behörden und die verantwortlichen Landespolitiker haben mit Ausnahmeregelungen die erforderlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Zementindustrie für Luftschadstoffe die Regelgrenzwerte nicht zwingend einhalten muss.

  Auf diesem Weg versucht die Politik, mit der Industrie-Lobby die Bürger in der Region hinsichtlich der Schadstoffbelastung zu verdummen. Dieses politische Entgegenkommen erspart Holcim den hohen technischen Kostenaufwand für saubere Luft.

  Gegen diese Arbeitsmethoden kämpfen zahlreiche Bürger in der Region und der Verein NUZ mit viel Engagement seit mehreren Jahren bisher vergebens.

  Es ist ein Kampf David gegen Goliat.

Mit Bedauern bleibt festzustellen, dass nur ein einziges Ratsmitglied in Dotternhausen der Darstellung von Holcim deutlich wider-sprochen hat.

Es wäre für die Region wünschenswert, wenn die neue Bürgermeisterin sich auch mit den übrigen Ratsmitgliedern wirkungsvoller und erfolgreicher für den Schutz der Gesundheit der Bürger einsetzen würde. Es sei daran erinnert, dass Holcim mit allen Aktivitäten auf Gemeindegrund tätig ist. Entsprechend kann und sollte der Einfluss der Gemeinde sein.

Diese fehlgeleitete Umweltpolitik kann zukünftig nur gemeinsam im Sinne aller Beteiligten korrigiert werden.

Autor:  Helmut Gimbel Dotternhausen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/747212/5

28.04.2021

David gegen Goliath
Zu: Umweltbericht von Holcim
Am 10. April berichtete das Management von Holcim aus seiner Sicht über die heile Welt der Zementindustrie zu Umweltdaten. Behörden und die verantwortlichen Landespolitiker haben mit Ausnahmeregelungen die erforderlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Zementindustrie für Luftschadstoffe die Regelgrenzwerte nicht zwingend einhalten muss.
Auf diesem Weg versucht die Politik, gemeinsam mit der Industrie-Lobby, die Bürger in der Region bezüglich Schadstoffbelastung zu verdummen. Dieses politische Entgegenkommen erspart der Firma Holcim den hohen technischen Kostenaufwand für saubere Luft. Gegen diese Arbeitsmethoden kämpfen zahlreiche Bürger in der Region und der Verein NUZ mit viel Engagement seit mehreren Jahren bisher vergebens. Es ist ein Kampf „David gegen Goliath“.
Mit Bedauern bleibt festzustellen, dass nur ein einziges Ratsmitglied in Dotternhausen der Schöndarstellung von Holcim in der Presse deutlich widersprochen hat. Es wäre für die Region wünschenswert, wenn die neue Bürgermeisterin von Dotternhausen sich auch mit den zahlreichen übrigen Ratsmitgliedern, wirkungsvoller und erfolgreicher für den Schutz der Gesundheit der Bürger einsetzen würde. Es sei daran erinnert, dass die Firma Holcim mit allen Aktivitäten auf Gemeindegrund tätig ist. Entsprechend kann und sollte der Einfluss der Gemeinde sein. Die fehlgeleitete Umweltpolitik mit dem Zementbetrieb kann zukünftig nur gemeinsam im Sinne aller Beteiligten korrigiert werden.
Autor:  Helmut Gimbel, Schafbergweg 1, Dotternhausen

Quelle: zak

https://epaper2.zak.de/ePaper/

22.04.2021

Wahrheit und Wirklichkeit
BETRIFFT: Umweltbericht von Holcim
Unbefangene müssen beim Lesen des Umweltberichts von Holcim annehmen, dass in Sachen Umwelt und Natur bei Holcim alles in bester Ordnung ist. Allerdings sieht die Wahrheit völlig anders aus.

Warum verschweigt Holcim, welche Mengen sogenannter Ersatzbrennstoffe (Altreifen, Klärschlamm, Kunststoffe aus dem gelben Sack, Ölemulsionen, Dachpappe, Papierfaserfangstoffe, Glasabfälle usw.) im Drehofen verbrannt werden?

Reichen 150 000 Tonnen aus? Meines Wissens nicht.

Warum setzt Holcim keine Filteranlagen ein, damit die wesentlich niedrigeren Grenzwerte wie in Müllverbrennungsanlagen eingehalten werden können?

Wenn diese Grenzwerte nicht eingehalten werden können, muss zum Schutz der Bevölkerung auf die Müllverbrennung im Zementwerk verzichtet werden.

Warum werden gemessene Halbstundenwerte über Schadstoffausstoß, die aussagekräftig sind, nicht veröffentlicht?

Auch Landbewohner haben ein Recht auf kontinuierliche Informationen der Abgaswerte, auf Transparenz und auf Sicherheit für eine auf saubere Umwelt.

Eine ebenso große Umweltbelastung ist die Ölschieferverbrennung, die deutschlandweit und in Europa einmalig ist. Deshalb sind keine Erfahrungswerte vorhanden.

Warum sind die Grenzwerte bei Stickoxiden mit 800 Milligramm vier Mal so hoch wie bei Drehofen sowie bei den Schwefeloxiden mit 800 Milligramm 16 Mal so hoch?

Trotzdem sollen keine Gefahren für Mensch und Umwelt bestehen.

Fachleute wissen, dass Schiefer mit Schwermetallen wie Blei, Zink, Cadmium usw. vorbelastet ist. Wo gehen diese Schadstoffe bei der Verbrennung hin?

Außerdem ist es unverständlich, dass rund 60 Prozent des Schiefers nach der Verbrennung in die Schweiz exportiert werden. Dort wird er dann in Holcimwerken als CO2-geminderter Zement verkauft.

Um die Umweltbelastung in unserem Bereich wenigstens etwas zu mindern, wäre es angebracht, dass Holcim den Schiefer in die Schweiz transportiert und dort verbrennt. Bekanntlich erfolgt auch in der Schweiz die Wertschöpfung und Versteuerung.

Im Übrigen kann der Export von Zement und Schiefer in die Nachbarländer Schweiz, Frankreich und Österreich verstehen wer will.

Auf jeden Fall wird unsere Heimaterde zum Nachteil von Umwelt und Natur verschleudert, um Ressourcen in diesen Ländern zu schonen.

Autor:  Otto Scherer, Dotternhausen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/744986/4

21.04.2021

Heimaterde wird verschleudert
Zu: Umweltbericht von Holcim

 

Unbefangene Leser der Tageszeitung in Dotternhausen und weiterer Umgebung müssen beim Lesen des Umweltberichtes von Holcim annehmen, dass in Sachen Umwelt und Natur bei Holcim alles in bester Ordnung ist.

 

Allerdings sieht die Wahrheit völlig anders aus.


Warum verschweigt Holcim, welche Mengen sogenannter Ersatzbrennstoffe (Altreifen, Klärschlamm, Kunststoffe aus dem gelben Sack, Ölemulsionen, Dachpappe, Papierfaserfangstoffe, Glasabfälle usw.) im Drehofen verbrannt werden? Reichen 150000 Tonnen aus? Meines Wissens nicht.


Warum setzt Holcim keine Filteranlagen ein, damit die wesentlich niedrigeren Grenzwerte wie in Müllverbrennungsanlagen eingehalten werden können? Wenn diese Grenzwerte nicht eingehalten werden können, muss zum Schutz der Bevölkerung auf die Müllverbrennung im Zementwerk verzichtet werden. Warum werden gemessene Halbstundenwerte über Schadstoffausstoß, die aussagekräftig sind, nicht veröffentlicht? Auch Landbewohner haben ein Recht, kontinuierliche Informationen der Abgaswerte, auf Transparenz und auf Sicherheit für eine auf saubere Umwelt. Eine ebenso große Umweltbelastung ist auch die Ölschieferverbrennung, die deutschlandweit und europaweit einmalig ist. Deshalb sind keine Erfahrungswerte vorhanden. Warum sind die Grenzwerte bei Stickoxiden mit 800 mg viermal so hoch wie beim Drehofen sowie bei den Schwefeloxiden mit 800 mg sechzehnmal so hoch? Trotzdem bestehen keine Gefahren für Mensch und Umwelt?


Fachleute wissen, dass Schiefer mit Schwermetallen wie Blei, Zink, Cadmium usw. vorbelastet ist. Wo gehen diese Schadstoffe bei der Verbrennung hin? Außerdem ist es unverständlich, dass ca. 60 Prozent des Schiefers nach der Verbrennung in die Schweiz exportiert wird. Dort wird er dann in Holcim-Werken als CO2- geminderter Zement verkauft. Um die Umweltbelastung in unserem Bereich wenigstens etwas zu mindern, wäre es angebracht, dass Holcim den Schiefer in die Schweiz transportiert und dort verbrennt. Bekanntlich erfolgt auch in der Schweiz die Wertschöpfung und Versteuerung.


Im Übrigen kann der Export von Zement und Schiefer in die Nachbarländer Schweiz, Frankreich und Österreich verstehen wer will. Auf jeden Fall wird unsere Heimaterde zum Nachteil von Umwelt und Natur verschleudert, um Ressourcen in diesen Ländern zu schonen.
Autor:  Otto Scherer, Zinkenstraße 6/2, Dotternhausen

Quelle: zak

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20.04.2021

Eigenlob stinkt
Zu: Umweltbericht von Holcim

Wer den Zeitungsartikel im ZAK vom Montag, 12. April, mit dem Foto von der Steuerungsanlage und der Überschrift: „Die Technologie ist passend für‘s Werk Dotternhausen“ liest, glaubt an die Kunst der Ingenieure, endlich die giftigen Emissionen zu heilen. Der Werksleiter Herr Schillo tut das Übrige, indem er von Emissionen schwadroniert.
 

Schön wär‘s, wenn endlich Ruhe wäre. Die giftige Luft gezähmt. Doch denken wir daran: Die Grenzwerte für die Emissionen werden nicht von einem unabhängigen Gremium aus wissenschaftlichen Arbeitern in Gesundheitsamt oder ärztlicher Vertretung aufgestellt, sondern sind Kompromissdaten von Holcim und dem Regierungspräsidium in Tübingen.
 

Ausnahmen bei den Schadstoffen, Dioxin wird nicht erwähnt. Das Ganze ist verbesserungswürdig.

 

„Die Luftreinhaltung ist eines der wichtigsten umweltschutztechnischen Felder in unserer Industrie und ist natürlich auch für die Nachbarschaft von großer Bedeutung.“ Wird festgestellt, aber wer kontrolliert solche Aussagen? Wozu braucht es Ausnahmen, wenn die Sache in Ordnung ist? Die laschen Grenzwerte sind Gewinnbringer. Holcim verdient daran gut. Große Worte helfen der Umwelt nicht. Eigenlob stinkt.
Autor:  Gebhard Wörner, Epplergarten 22/1, Balingen

Quelle: zak

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15.04.2021

Nur mit Ausnahmeregelungen
BETRIFFT: Bericht »Holcim: Grenzwerte werden eingehalten« vom 10. April
Seit Jahren verkündet das Holcim-Management mit Stolz immer wieder, dass »alle Schad-stoffgrenzwerte eingehalten und zum Teil sogar unterschritten werden«. Auf Grundlage der Sonderregelungen seitens der Behörden ist diese Aussage sogar richtig.

Verschwiegen wird allerdings, dass das Zementwerk über einen langen Zeitraum von der Behörde wiederholt Ausnahmeregelungen gefordert und auch erhalten hat, weil Schadstoff-Grenzwerte nicht eingehalten werden.

  Die Behörde legte somit, neben den sogenannten Regelgrenzwerten gemäß der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung für bestimmte Schadstoffe wie Ammoniak, Kohlenmonoxid und Gesamtkohlenstoff, neue Grenzwerte speziell für Holcim fest.

  Die verant-wortlichen Landespolitiker haben offenbar Probleme, sich gegen die Zementlobby mit der Forderung nach besserer Filtertechnik, durchzusetzen.

Wann endlich wird das Holcim-Management die Eigeninitiative ergreifen?

Regierungen anderer Bundesländer haben schon vor Jahren mit der Zementindustrie für technische Optimierung der Schadstofffilter und somit für gesunde Luftverhältnisse in ihrer Region gesorgt. Nicht so bei uns. Der Amtseid verpflichtet Politiker dazu, die Gesundheit der Bürger zu schützen. Im vorgenannten Fall geschieht in unserer Region seit Jahren das Gegenteil.

  Dennoch sind verantwortliche Politiker erst vor wenigen Tagen wiedergewählt worden. Die Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation geben wir trotzdem nicht auf.

Autor:  Helmut Gimbel,  Dotternhausen

Quelle: schwabo

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15.04.2021
Wohnsitz auf dem Hungerberg nehmen
BETRIFFT: Leserbrief »Wirklichkeit und Selbstverantwortung« vom 18. März

Schlimmer geht’s nimmer: Nun sollen auch schon Leserbriefe schuld sein am miesen Image
der Zementindustrie. Ein uraltes Sprichwort sagt indes: »Getroffene Hunde bellen.« Wer derartige Behauptungen absondert, der kann gar nicht in der Haupt-Winddrift der Abluft dieser Hochschlote wohnen, denn wir hier nehmen total anderes wahr: Uns stinkt’s und zwar gewaltig!
Wer da von Polemik und Unterstellung faselt, der sei eingeladen, seinen Wohnsitz im näheren Umkreis des Zementwerks zu wählen – vorzugsweise auf dem Erzinger Hungerberg, einem Hotspot für diese Giftgase, die weder zu sehen noch zu riechen sind.

  »Falsches wird nicht richtig, indem Sie es ständig wiederholen« – ach so! Aber warum behaupten Sie dann mit boshafter Hartnäckigkeit etwas, das erwiesenermaßen falsch ist, nämlich dass Ihre betagten Filteranlagen quasi das Non plus ultra der Luftreinigung seien?

  Das aber sind doch hochmoderne Dekonox-Komplexe, die nachweislich den allerbesten Wirkungsgrad an Filtrierung erbringen!

Nur: Dergleichen berappt man nicht im Vorbeigehen aus der Portokasse, das ist der Punkt!

  Ziel und Zweck der Zementfertigung ist die Herstellung von Beton, der seit fast einem Jahrhundert das Bauen dominiert. Dabei weiß jeder, dass dieser Baustoff eine kürzere Haltbarkeit hat als Naturstein.

  Brücken bröseln nach einigen Jahrzehnten, bei Bränden schmilzt der Bewehrungsstahl und in Küstenstädten macht dem Beton die feuchte Salzluft zu schaffen. Doch der größte Nachteil von Beton ist, neben dem Verbrauch nicht nachwachsender Rohstoffe, die Klimaschädlichkeit der Zementherstellung: Mindestens zwölf Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen gehen auf deren Konto.  

  Das entspricht etwa der fünffachen Menge des jährlichen Treibhausgasausstoßes der Bundesrepublik.

Und noch etwas: Dass allein das Zementwerk die Gemeinde Dotternhausen steuer- und arbeitsplatzmäßig am Leben hält, ist Fake.

Im Gegenteil: Es soll ortsansässige Firmen geben, die keinen Sack Zement mehr von direkt nebenan kaufen.

Autror:  Wilhelm Isert,  Balingen

Quelle:  schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/743840/6

14.04.2021

Wiederholt Ausnahmeregelungen gefordert – und auch erhalten
Zu: „Die Technologie ist passend fürs Werk in Dotternhausen“

 

Seit Jahren verkündet das Holcim-Management mit Stolz „alle Schadstoffgrenzwerte werden eingehalten und zum Teil sogar unterschritten“.

  Auf Grundlage der Sonderregelungen seitens der verantwortlichen Landespolitiker und der Behörde (Regierungspräsidium Tübingen) mit der Firma Holcim ist diese Aussage sogar richtig.

  Verschwiegen wird allerdings, dass das Zementwerk über einen langen Zeitraum von der Behörde wiederholt Ausnahmeregelungen gefordert und auch erhalten hat, weil Schadstoff- Grenzwerte nicht eingehalten werden.

  Die Behörde legte somit, neben den sogenannten Regelgrenzwerten gemäß „17. Bundesimmissionsschutzverordnung“, für bestimmte Schadstoffe wie unter anderem Ammoniak, Kohlenmonoxid und Gesamtkohlenstoff, neue Grenzwerte speziell für Holcim fest.

  Die verantwortlichen Landespolitiker haben offenbar große Probleme, sich gegen die Zementlobby (Verein Deutscher Zementwerke, VDZ und Holcim) mit der Forderung nach besserer Filtertechnik, durchzusetzen.

  Wann endlich wird das Holcim-Management die Eigeninitiative ergreifen?


Regierungen anderer Bundesländer haben schon vor Jahren mit der Zementindustrie für technische Optimierung der Schadstofffilter und somit für gesunde Luftverhältnisse in ihrer Region gesorgt. Nicht so bei uns.


Der Amtseid verpflichtet Politiker dazu, gemäß Grundgesetz die Gesundheit der Bürger zu schützen. Im vorgenannten Fall geschieht in unserer Region seit Jahren das Gegenteil.

  Dennoch sind dieselben verantwortlichen Politiker erst vor wenigen Tagen, am 14. März, wiedergewählt worden.

Die Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation geben wir trotzdem nicht auf.
Autor:  Helmut Gimbel, Schafbergweg 1, Dotternhausen
Quelle: zak

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10.04.2021

Sorge um Klima und Umwelt
Zu: „Polemik ist fehl am Platz“ von Gerald Massini vom 24. März.

 

  Keine Polemik, keine Angstmacherei, keine Falschaussagen, Verleumdungen oder gar Rufmord wird gefordert. Zugegeben wird: Das Zementwerk beeinflusst die Umwelt. Die wenigen Bürger, die den Mut haben, sich zum Wohl der Allgemeinheit einzusetzen, werden verunglimpft.
  Seitens Holcim wünscht man sich Bürger nach dem neuen Muster von Dormettingen. Wohl durch den Schiefererlebnispark gibt es keine Stimmen, die erkennbar etwas an Holcim bemängeln. Mehr als 50 Prozent der Ackerflächen gehören schon Holcim. Die Flächen werden abgebaut und Jahrzehnte eingezäunt. Holcim bestimmt die Rekultivierung und wer die Flächen bewirtschaften darf. Pacht geht an Holcim. Erdaushub darf gegen Gebühr teilweise wieder eingelagert werden. Holcim verdient.
  Zur Müllverbrennung kommen immerhin kritische Stimmen aus Roßwangen. Die neue Seilbahn ist ein Fiasko. Seit Monaten scheint es nicht möglich zu sein, diese in einen betriebssicheren und geräuscharmen Zustand zu bringen. Irgendwann wird es dann trotz großer vorhergehender Versprechungen heißen, mit diesem Zustand muss man leben.
Wenn Kalkstein-und Schieferabbau, Müllverbrennung, Filtertechnik, Seilbahn, Rekultivierung, minimalste Abbaugebühren sowie Rohstofflieferung in die Schweiz im Sinne von Holcim geregelt wären und niemand die Millionen Euro Gewinnverschiebung zur Einsparung von Steuern anprangern würde, wäre nach Holcim-Auffassung der Dorffriede hergestellt.
  Von jedem Bürger wird mehr maximale Anstrengung in Bezug auf Klima- und Umweltschutz erwartet. Holcim als einer der größten Umweltbelaster verkündet unverfroren, man halte sich an Grenzwerte. Ja, aber das alles auf minimalstem Niveau. Sie verlangen und erhalten von den Behörden unzählige Ausnahmegenehmigungen. Auf dem Plettenberg werden Abbau- und Rekultivierungsvorschriften beliebig angepasst. Alles passiert heute mit wohlwollender Zustimmung der Behörden. Was ihm auch gelingt und zu einem höchst profitablen Zementwerk macht. Kein Politiker ist bereit, die Gründe für alle Begünstigungen zu diskutieren. Wenn nun nach mehrjährigen Versuchen der Ton rauer wird, dann wird einem Polemik unterstellt. Ich kann nur jedem, der sich für die eigene Zukunft sowie der Enkel und Nachkommen Sorge um Klima und Umwelt macht, empfehlen, seine Stimme zu erheben. Dies ist Bürgerrecht und Bürgerpflicht. Man ist auch verantwortlich für das, was man unterlassen hat. Es darf nicht sein, dass Holcim die Spielregeln bestimmt.
Autor: Günter Schäfer, Johann-Sebastian-Bach-Straße 15, Dotternhausen
Quelle: zak
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31.03.2021

Wir müssen uns besinnen
Zum Artikel „Beim Kraftwerk überwiegen Vorteile“ und zum Leserbrief von Gerald Massini.
Anstatt uns einander gegenseitig „anzublaffen“, sollten wir alle – hier in unserer schönen Region – versuchen, ein besseres Klima zu schaffen. Klimapolitisch und auch menschlich.
   Wir erleben gerade alle eine Zeitenwende, welche umdenken erfordert (wer innovativ ist, wird in Zukunft die Nase vorn haben... Filter/neue Technologien und vor allem Prüfung von Verhältnismäßigkeiten).
   Können wir weiter ernsthaft glauben, nur durch Verbrennen Energie zu gewinnen? Wir sollten (müssen!) uns besinnen.
Autorin:  Ilona Hildwein, Seestraße 82/1, Frommern

Quelle:   zak
https://epaper2.zak.de/ePaper/

30.03.2021

Es fehlt Offenheit für Probleme
Zu: „Polemik ist fehl am Platz“: Leserbrief von Gerald Massini
  Verleumdungen, Rufmord und Hass, Misstrauen sind kein konstruktives Miteinander. Ein Austausch von Meinungen ist Grundbedingung in einer Demokratie. Doch Polemik ist kein Verbrechen, Kritik kein böses Tun. Doch der zeigt die zum Teil widersprüchliche Situation in Dotternhausen auf.

 

  • Die Wirklichkeit: In Dotternhausen lässt Holcim jeden Tag Tonnen giftige Abgase in die Luft.
  • Die Wirklichkeit: Die Behörden verhindern die „Sauerei“ nicht. Misstrauen ist begonnen.
  • Die Wirklichkeit: In Dotternhausen macht Holcim Zement und Beton. Schafft Arbeitsplätze.
  • Doch die Wirklichkeit: Dabei wird Dreck, Staub und Lärm produziert und Landschaft zerstört. Und die Bewohner belästigt. Die Luft schafft Krankheiten.
  • Die Wirklichkeit: Baustoffe werden hergestellt, doch der Transport von Müll wird zur Umweltbelastung. Mit Gestank verbrannt. Werden die Umweltstandards eingehalten? Wer kontrolliert? Die Bevölkerung vertraut, aber Kontrolle ist besser. Die Ausnahmeregeln machen Angst.

Die Rohstoffquelle Plettenberg wurde unter Nazi-Herrschaft geplündert. Von der SS mithilfe von KZ-Häftlingen betrieben, ohne Umweltschutz für Kriegszwecke: Beton für Bunker. Dass die Gemeinde auch etwas Geld erhält, ist recht und billig. Sie trägt auch die Nachteile. Doch in der Gemeinde fehlt Offenheit für die Probleme. NUZ böte sich für runden Tisch an. Ein Neubeginn für die Zukunft Dotternhausens.

Autor:  Gebhard Wörner, Epplergarten 22/1, Balingen
Quelle: zak
https://epaper2.zak.de/ePaper/

26.03.2021

An Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten
BETRIFFT: Leserbrief »Wirklichkeit und Selbstverantwortung« vom 18. März
Den Leserbrief hat Herr Massini als Mitglied der Geschäftsleitung der Firma Holcim in Dotternhausen geschrieben. Er beleidigt nicht nur alle für die Gesundheit der Bürger ehrenamtlich
tätigen Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins NUZ, sondern verstößt auch massiv durch die Falschbehauptungen gegen den Verhaltenskodex von Holcim.
  Ob dieser scheinheilig aufgestellt wurde oder nicht, spielt keine Rolle. Ein Verstoß kann ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen, darunter auch disziplinarische Maßnahmen bis zur Kündigung.
  Und so könnte die Firma Holcim durch die Kündigung ihres Seilbahn-Projektleiters versuchen, von dem absoluten Fiasko beim Bau einer verkehrssicheren Seilbahn abzulenken. Dies wäre nach dem äußerst fähigen Montageleiter des Seilbahn-Herstellers das zweite Bauernopfer.
  Wenn die Führungsebene von Holcim die NUZ-Einsprüche bei der Erörterungsveranstaltung des Regierungspräsidiums Tübingen (RP) ernst genommen hätte, wäre das Fiasko der Seilbahn mit Defiziten in Standsicherheit, Lärmschutz und Betriebssicherheit leicht verhindert worden.
  Es ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten, wenn das Management von Holcim beim RP Ausnahmegenehmigungen fordert, weil die Grenzwerte nicht mehr eingehalten werden können und im Leserbrief behauptet wird, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten und unterschritten werden. Als langjähriges NUZ-Mitglied ist mir nicht verborgen geblieben, dass die nicht gesetzeskonformen Arbeitsweisen von Holcim nur durch eine massive Unterstützung der Behörden zustandekommen. Aber diese sollten uns Bürger ja eigentlich von den Gesundheitsgefahren schützen. Bei Einsprüchen fällt auch immer wieder auf, dass wir uns bei den vorliegenden Widrigkeiten möglicherweise sehr schnell in einem riesigen Lobbyisten- und Sponsoring-Sumpf befinden. Diesen gilt es trockenzulegen. Autor:  Siegfried Rall | Dotternhausen
Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreader-v3/index.html#/740614/16

24.03.2021
Konstruktives Miteinander beweisen
BETRIFFT: Leserbrief »Wirklichkeit und Selbstverantwortung« vom 18. März
Als angeblich zuständiger Projektleiter für die Seilbahn bei Holcim sollten Sie sich besser um deren Funktionsfähigkeit kümmern, als den Lesern falsche Märchen zu erzählen: »Holcim hätte die modernsten Filteranlagen – Stickoxidminderung sei keine Frage der Technik«.
Wir stellen fest, dass Herr Massini wohl nicht einmal die Technik der Stickoxidminderung oder die vielen Schriftstücke kennt, die bereits 2015 hinsichtlich einer SCR-wirksamen Stickoxidminderung über seinen Schreibtisch gegangen sind.
  Das RP schreibt am 26. August 2015, dass die seit über 20 Jahren vorhandene SNCR-Ammoniakeindüsung nicht mehr dem Stand der Technik entspreche und erhebliche Zweifel bestünden, ob die gesetzlichen Grenzwerte ab 1. Januar 2019 eingehalten werden können.
  Mit SCR sind keine Grenzwerterhöhungen zu Lasten der Umwelt mehr nötig! Gesetzliche Vorgaben der Giftstoffe können bis zu 90 Prozent unterschritten werden.
  Es wird sogar die Entziehung der Betriebsgenehmigung angedroht. Dies haben alle deutschen Umweltministerien einschließlich Bundesministerium für Umwelt bereits 2015 durch Fortschreibung der BVT-Merkblätter (best verfügbare Technik) beschlossen.
  Warum verweigern Holcim und das RP die Offenlegung der aus den Kaminen austretenden Giftgasemissionen? Heidelbergzement in Leimen, gleich alte Anlagen wie Holcim, legt den Drehofen deshalb still. Nun muss die NUZ wohl erneut für die Offenlegungen klagen, obwohl es schon hierzu höchstrichterliche Rechtsprechung gibt. Auf die weiteren Unterstellungen, die NUZ-Mitglieder würden Falschaussagen, Verleumdung und Rufmord, Denunzierung und Polemik betreiben, sowie auf ihre Aufforderung zum konstruktiven Miteinander können wir aus Platzgründen nicht eingehen.

  An den Problemen Seilbahn und schnelle Plettenbergvernichtung kann die Öffenlichkeit alles selbst bewerten. Holcim sollte endlich durch ordentliche Steuerzahlungen und Filternachrüstungen nach dem Stand der Technik beweisen, was konstruktives Miteinander zum Gesundheits- und Umweltschutz bedeutet.
Autoren:  Norbert Majer, Siegfried Rall, Bernd Effinger Dotternhausen
Quelle: schwabo

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18.03.2021

Holcim macht stur weiter
Zu: Betrieb des Zementwerks Holcim in Dotternhausen
Nichts hilft: Holcim lässt jeden Tag giftigen Rauch in die Umgebung von Dotternhausen und dem Zollernalbkreis entweichen. Ein Blick zum Himmel zeigt jeden Tag das gleiche Bild.
Appelle, Mahnungen, Leserbriefe: alles umsonst. Bürger versuchen, sich zu wehren, resignieren, schreiben Leserbriefe, wollen so ihre Angst abbauen. Aber Holcim macht stur weiter. Die Behörden schweigen, geben Sonderrechte, negieren die Gefahren.

  Sie zeigen täglich, Profit und Geld sind wichtiger, als Vorschriften für die Bevölkerung einzuhalten.

Die zu schützende Landschaft „Plettenberg“ wird zerstört. Doch es zeigt sich: Die Strategie, durch Leserbriefe eine Änderung zu erreichen, ist eine Illusion. Holcim bleibt auf „Zerstörungskurs“.
  Was tun? Wir sollten Drohnen mieten, um die Kamine von Holcim zu kontrollieren. Wir brauchen bessere Überwachungssysteme, die die Gifte bestimmen.
Auch die tägliche Anlieferung von Giftmüll muss gemessen werden. Woher kommt er? Die Windrichtung muss bestimmt werden. Der Druck auf die Parteien sollte erhöht werden. Bei Wahlen dürfen die Wähler endlich ihren Willen aufdrücken.
Autor:  Gebhard Wörner, Epplergarten 22/1, Frommern

Quelle: zak

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10.03.2021

Offensichtlich keine Priorität auf Klimaschutz
Zu: Kretschmann im Livestream im Haus der Volkskunst.

 

Am Rande eines Livestreams positionierte sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 4. März einmal mehr klar und deutlich zum Thema Klimaschutz. Seine Worte: Der Klimaschutz habe für ihn hohe Priorität, da gibt es kein Vertun. Dieses Bekenntnis kommt vom Ministerpräsidenten eine Woche vor der Landtagswahl.
   Mehrfach haben Bürger aus Dotternhausen sowie aus dem gesamten Zollernalbkreis in der Vergangenheit in offenen Schreiben den Ministerpräsidenten auf das Zementwerk der Firma Holcim mit seiner hochgiftigen gesundheitsschädlichen Müllverbrennung hingewiesen. Täglich werden in dem Werk seit mehreren Jahren mehr als 600 Tonnen Müll verbrannt. Dies bei unzureichender Filtertechnik. Für Überschreitungen der Schadstoffgrenzwerte aus der Müllverbrennung hat sein Landesumweltministerium Ausnahmen geregelt. Die Gesundheit der Bürger sowie die Schäden für die Umwelt spielen hierbei offenbar eine untergeordnete Rolle.
   Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist in den nächsten Wochen zehn Jahre im Amt. Das Thema Klimaschutz in Verbindung mit der Zementindustrie hatte für ihn bisher offenbar keine Priorität. Wie viel Zeit werden die verantwortlichen Landespolitiker noch benötigen, um aus dem Zementunternehmen in Dotternhausen einen umweltfreundlichen Betrieb zu machen?
Autor:  Helmut Gimbel, Schafbergweg 1, Dotternhausen

Quelle: zak

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08.03.2021

Einige Aufrechte treten für die Bürger ein
BETRIFFT: Leserbrief »Jammern auf hohem Niveau« vom 26. Februar
Herr Beck, nach Ihrer Ansicht ist Dotternhausen gut bestückt mit unzufriedenen Jammerlappen.
Wer im Duden den Begriff Jammerlappen nachschlägt, erfährt, dass dieser beschrieben
wird als »ein allzu ängstlicher, feiger Mensch, der sich alles gefallen lässt und nicht aufbegehren
wagt«.Diesen Typus gibt es landauf, landab wie Sand am Meer.

  In Dotternhausen gibt es jedoch ein paar Aufrechte, die sich über die seit Jahren praktizierten Rechtsbrüche der Firma Holcim und den Behörden im Kreis und Land nicht beugen, sondern für die Gesundheit und Rechtssicherheit der Bürger eintreten.

  Durch die Vielzahl der Übertretungen und das Nichteinschreiten der Behörden kann es jedoch auch ihnen Angst und Bange werden:

  • Illegaler Abbau des Plettenbergs,
  • keine Filter wie bei einer  Müllverbrennungsanlage,
  • keine Offenlegung der giftigen Emissionen,
  • Fehler in Gutachten,
  • Giftmüllverbrennung,
  • Betrieb einer nicht betriebsfähigen Seilbahn,
  • Verstöße gegen die Arbeitssicherheit usw.

Dies wird von den Behörden übersehen oder mitgetragen. Auch schreiten diese bei Verfehlungen nicht ein: Zufall, Absprache oder Anzeichen von Korruption?

  Da Holcim die Grenzwerte bei dem Millionengeschäft Müllverbrennung nicht einhält, bekommt die Firma großzügigerweise von Kretschmann und Untersteller Ausnahmegenehmigungen, obwohl diese eindeutig zu Lasten der Gesundheit der Bevölkerung gehen – soweit die Scheinheiligkeit der Grünen.

  Auch wissen selbst deren Mitglieder nur wenig von der jahrelangen Unterstützung des Grünen-Kreisverbands durch Holcim.

Wäre auch peinlich!

Aber wo Sie, Herr Beck, absolut recht haben: Der Verpackungswahnsinn muss gestoppt werden – allerdings darf die Verbrennung nur in Müllverbrennungsanlagen mit Dioxin- und Quecksilberfiltern stattfinden. Hiermit einig?

Autor:  Siegfried Rall, Dotternhausen

Quelle: schwabo

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01.03.2021

Doch nur ein Antrag fürs Schaufenster?
Zu: Leserbriefen zu Holcim
Herr Wörner und Herr Otte debattieren in ihren Leserbriefen vom 13. und 16. Februar über die Bedeutung des Antrages zu den Emissionen von Zementwerken, den der Abgeordnete Kühn im Bundestag gestellt hat – erfolglos, wie es das übliche Schicksal von Anträgen der Opposition ist. Herr Otte verteidigt ihn, aber trotz aller scheinbaren Präzision schreibt er an der Sache vorbei.
  Beraten wurde eine mehrteilige Verordnung, die im Wesentlichen die sogenannte Großfeuerungsanlagenverordnung nach den Vorgaben der EU verschärft. Die Drehrohröfen von Zementwerken fallen aber gar nicht unter die Großfeuerungsanlagenverordnung, sondern unter die Abfallverbrennungsverordnung. In Zementwerken werden in aller Regel auch Abfälle verbrannt.
  Die Anforderungen der Abfallverbrennungsverordnung an die Abgase von Müll(mit)verbrennungsanlagen sind ziemlich streng; allerdings enthält sie erleichternde Sonderregelungen für Zementwerke.
  Mit der erwähnten Änderungsverordnung soll eher beiläufig auch die Abfallverbrennungsverordnung mit kleineren Änderungen der neuen Rechtslage angepasst werden. Dies wäre eine gute Gelegenheit gewesen, auch die Anforderungen an Zementwerke dem Stand der Technik nachzuführen. Der Zementindustrie ist es aber gelungen, das zu verhindern und die aktuell gültigen Ausnahmeregelungen zu verteidigen.
  Die Bundesregierung hat die vorgesehenen Änderungen beschlossen, der Bundestag hat ihnen gegen die Stimmen der Grünen zugestimmt. Der Bundesrat wird das wohl auch tun. Wäre den Grünen ernsthaft an einer Verschärfung der Vorschriften für Zementwerke gelegen, könnten sie dies über den Bundesrat noch erreichen; die Bundesländer mit grüner Regierungsbeteiligung haben dort eine Mehrheit. Das ist aber wohl nicht geplant.
  Auch auf lokaler und baden-württembergischer Landesebene sind mir die Grünen in Sachen Zementwerke nicht durch besonderen Eifer aufgefallen, um es zurückhaltend zu formulieren. Also doch nur ein Antrag fürs Schaufenster?
Autor:  Wolfgang Faigle, Stieglitzweg 4, Rottenburg

Quelle: zak

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22.02.2021

Wahrheit setzt sich durch
BETRIFFT: Müllverbrennung in Zementwerken
Warum Bürger so kritisch gegenüber Parteien sind? Bereits im Jahr 2000 verlangten die Grünen
im Landtag, dass Abfälle in Zementwerken ohne geeignete Filteranlagen nicht verbrannt werden dürfen. 2015 wurde von allen Landesumweltministern unter Mitwirkung des Bunds offiziell beschlossen, dass nun auch für Zementwerke als Stand der Technik mindestens eine SCR- Rauchgasreinigung gilt. Formuliert vom baden-württembegischen Umweltminister.

  Trotz der zwischenzeitlich heftigsten Klimaschutzdiskussionen und Bekenntnissen weigert man sich nun seit fünf Jahren, diese eigenen Vorgaben umzusetzen. Die Grünen im Land könnten dies sofort ändern, tun es aber bewusst nicht – andere Länder aber schon. Dafür fordern die Grünen in einem Antrag an den Bundestag aber entgegen der eigenen Handlungen im Land den Einbau von SCR-Anlagen in Zementwerken.

  Damit könnten 50 bis 90 Prozent der giftigen Schadstoffe beseitigt werden. Die Mehrheit hat diesen nicht sehr gut vorbereiteten Antrag dann auch ohne Diskussion abgelehnt.

  Wer da noch das Wort Klimaschutz in den Mund nimmt, ist scheinheilig. Immerhin hat dieses Thema nun auch die ZDF-»heute-Show« satirisch aufgearbeitet. Im Internet oder auf der Homepage des Vereins Natur- und Umweltschutz Zollernalb kann man die Sendung ansehen. Immer mehr zeigt sich, dass sich langsam die Wahrheiten durchsetzen, die wir vom Verein NUZ schon immer vertreten haben.

Autro:  Norbert Majer, Dotternhausen

Quelle: schwabo

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20.02.2021

Die Grünen haben es in der Hand
Zu: Leserbrief von Herrn Otte vom 16. Februar
Sehr geehrter Herr Otte, Sie wissen sicherlich noch nicht, dass die grüne Landesregierung verantwortlich für die Ausnahmegenehmigung der Grenzwerte für das Holcim-Zementwerk in Dotternhausen ist. Irgendwie ist es an Ihnen vorbeigegangen oder Sie haben keine Sachkenntnisse – ist ja auch schwer zu verstehen.
  Dass die Grünen im Bundestag als kleinste Oppositions-Fraktion mit ihrem Antrag keine Chance hatten, war von vorneherein klar. In Baden-Württemberg stellen sie aber den Ministerpräsidenten. Da sieht es ganz anders aus. Dieser könnte, wenn er wollte, veranlassen, dass Holcim die Filteranlagen auf Filteranlagen nach dem neuesten Stand der Technik umrüsten. Das liegt in der Macht des Ministerpräsidenten bzw. der Regierungspartei.
  Vor ein paar Jahren, als die Grünen noch nicht Regierungspartei waren, forderten sie genau dieses. Ich verstehe immer noch nicht, warum sie ihre Meinung um 180 Grad geändert haben. Würde Holcim die in dem Bundesimmissionsschutzgesetz vorgegebenen Grenzwerte einhalten, wäre schon recht viel gewonnen.
  Viele tausende Tonnen an Giftstoffen könnten eingespart werden. Allerdings mit den alten Filteranlagen des Holcim-Zementwerkes geht es natürlich nicht. Mit der SNCR-Filteranlage können die Grenzwerte, die der Gesetzgeber in dem Bundesimmissionsschutzgesetz vorgegeben hat, nicht erreicht werden. Daher benötigt Holcim eine Sondergenehmigung für höhere Grenzwerte Herr Otte, sie schreiben: „Holcim-Lafarge tut genau das, – und keinen Deut mehr – was die Gesetzgebung des Bundes verlangt.“ Das stimmt so sicherlich nicht. Holcim hält sich nicht an die Gesetzgebung des Bundes, sondern an die Sondergenehmigung, die sie vom Regierungspräsidium Tübingen erhalten hat und die von der Landesregierung toleriert wird. Die Grenzwerte sind in der Sondergenehmigung um ein Vielfaches höher. Die Grünen haben es in Baden-Württemberg in der Hand. Sie benötigen den Bund für Änderungen nicht dazu. Sie müssten nur dafür sorgen, dass das Bundesimmissionsgesetz umgesetzt wird.
Autor:  Hubert Eppler, Silcherstraße 4, Ratshausen

Quelle: zak

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17.02.2021

Gewaltig

 

Umweltschützer verklagen das Land wegen hoher Abgasemissionen des Zementwerks in Dotternhausen. Das betrifft auch den Landkreis Tübingen

 

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Titel des Leserbrief : Gewaltig
Die Leser werden fragen, was geht uns die Luftverschmutzung aus dem Zementwerk Dotternhausen, 30 Kilometer, entfernt?
Lesen Sie den Artikel!!!
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17.02.2021

Gegen die Gesundheit der Bürger
BETRIFFT: Müllverbrennung im Landkreis
Für die Grünen in Baden-Württemberg ist Umweltminister Franz Untersteller der »Inspirator für grüne Ideen«.

Eine der grünen Inspirationen beziehungsweise Anregungen des Ministers gab es Mitte 2015: Mit den Lobbyisten der Zementindustrie, auch mit der Firma Holcim, hat das Umweltministerium unter Federführung von Minister Untersteller für die Müllverbrennung neue Regelungen vereinbart.

Danach müssen Schadstoffgrenzwerte nach der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung nicht eingehalten werden. Je nach Bedarf erstellen die Behörden für überhöhten Schadstoffausstoß Ausnahmegenehmigungen.

  Von dieser Möglichkeit macht Holcim in Dotternhausen seit mehreren Jahren Gebrauch.

Diese Regelungen ersparen der Industrie Investitionen zur Verbesserung der Schadstofffiltertechnik.

  Bezahlt wird die Rechnung mit der Gesundheit der Bürger.

Ein positives Beispiel in dieser Sache gibt die Zementindustrie in Sachsen-Anhalt unter der dortigen Landesregierung. Die Firma Opterra hat in moderne Filtertechnik investiert. Schadstoffgrenzwerte werden seit 2019 eingehalten.

  In Kenntnis der politischen Arbeitsmethoden in Baden-Württemberg versucht nun auch die Firma Korn in Albstadt, die wirtschaftlichen Vorteile der Müllverbrennung zu nutzen.

Wann endlich wird Ministerpräsident Kretschmann und seinen Ministern entsprechend dem Grundgesetz für mehr Schutz der Gesundheit der Bürger sorgen?

Vielleicht verbessert sich die Si-tuation nach der Landtagswahl im März.

Autor:  Helmut Gimbel, Dotternhausen

Quelle: schwabo

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17.02.2021

Für Schutz der Bürger sorgen
Zu: Umweltminister Untersteller
Für die Grünen in BW ist Umweltminister Untersteller der „Inspirator für grüne Ideen“. Im Bericht vom 8. Februar heißt es: Im Landtag applaudieren alle Fraktionen!
Eine der „grünen Inspirationen“ bzw. Anregungen des Umweltministers gab es Mitte 2015. Zusammen mit den Lobbyisten der Zementindustrie, u.a. mit der Fa. Holcim, hat das Landesumweltministerium unter Federführung von Minister Untersteller für die Müllverbrennung neue Regelungen vereinbart. Danach müssen Schadstoffgrenzwerte nach der „17. Bundesimmissionsschutzverordnung“ nicht eingehalten werden.
Je nach Bedarf der Industrie erstellen die Behörden für überhöhten Schadstoffausstoß sog. Ausnahmegenehmigungen. Von dieser Möglichkeit macht die Fa. Holcim in Dotternhausen seit mehreren Jahren Gebrauch.
Diese Regelungen ersparen der Industrie hohe Investitionen zur Verbesserung der Schadstofffiltertechnik. Bezahlt wird die Rechnung mit der Gesundheit der Bürger im Zollernalbkreis.
Ein positives Beispiel in dieser Sache gibt die Zementindustrie in Sachsen-Anhalt unter der dortigen politischen Landesregierung. Die Fa. Opterra hat in moderne Filtertechnik investiert. Schadstoffgrenzwerte werden seit 2019 eingehalten.
Wann endlich wird Ministerpräsident Kretschmann mit seinem Umweltminister und seiner Wirtschaftsministerin entsprechend dem Grundgesetz für mehr Schutz der Gesundheit der Bürger sorgen? Vielleicht verbessert sich die Situation nach der kommenden Landtagswahl im März 2021.
Autor:  Helmut Gimbel, Schafbergweg 1, Dotternhausen

Quelle: zak

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23.02.2021

Es fehlt jede Dynamik
Zu: Grünen-Antrag im Bundestag
Wenn Programme ankündigen  Politik machen ersetzt: Die Grünen im Zollernalbkreis versprechen vor der Wahl, die Luft in Dotternhausen, Holcims giftige Last, zu verbessern.

  Jahrelang kein Einwand von den „Grünen“. Doch schon Herr Ministerpräsident tut bei Dotternhausen nichts. Sein Umweltminister regt keinen Finger. Er leugnet das Problem durch Holcims Giftstoffe. Er meidet die „Giftschleuder“ Holcim. Zum Schaden der Bevölkerung.

  Jetzt plötzlich bringt der Grünen-Bundestagsabgeordnete Chris Kühn einen Antrag im Bundestag ein, der die Luftreinigung zur Pflicht macht. Allerdings ohne Kontakte zu den anderen Parteien, ohne genügenden Druck. Er gibt sogar Zweifel an, dass der Antrag eine Chance hat. Ein Antrag, der so halb vertreten wird. Es fehlt jede Dynamik.
  Warum jetzt der Antrag? Wieder das alte Muster: Wir tun was. Aber es ändert sich nichts. Auch der Bundestagsbewerber im Zollernalbkreis. Er hat noch nie eine Forderung an Holcim formuliert: Verspricht! Man kann nur sagen: „Die Grünen machen in Dotternhausen keine Umweltpolitik. Sie hätten etwas tun können! Die Bürger werden veräppelt.“
Autor: Gebhard Wörner, Epplergarten 22/1, Frommern

Quelle: zak

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01.02.2021

Nur Aufmerksamkeit für die Wahl
Zu: Verbrennung von Müll und Ersatzbrennstoffe in Großanlagen als Thema im Bundestag


So gut gedacht, doch was Chris Kühn, der Grünen-Abgeordnete, des Wahlkreises Tübingen fabriziert hat, ist „unter aller Kanone“. Da bald Wahlen sind, wird Dotternhausen als billiges Wahlkampfthema benutzt.

  Solches Verhalten macht den Luftverschmutzer Holcim zum „zahmen Drachen“, der ja etwas mit seiner veralteten Filtermethode belassen wird.

  Die Aktion im Bundestag ist leider nicht vorbereitet. So sanft und nichtssagend, so gering, dass man schätzt, der Antrag hat keine Chance.

  Das soll auch sein, nur Aufmerksamkeit für die Wahl. Wir Grünen tun was.

Wer ernsthaft etwas ändern will, muss die anderen Parteien informieren, für die Abstimmung akquirieren. Öffentlichkeitsarbeit. Es ist ein Versuch, Pulver zu verschießen. Aber Holcim kann weiterhin die Umweltschädlichkeit betreiben.

Uns reicht‘s. Die Problematik wird zu klein gehandelt.

Autor:  Gebhard Wörner, Epplergarten 22/1, Frommern

Quelle: zak

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08.01.2021

Alles bleibt beim Alten
BETRIFFT: Genehmigung für Holcim

 

Ein neues Jahr – doch bei Holcim bleibt alles beim Alten.

 

  Weiterhin giftige Abgase aus den Kaminen, weiterhin Gift-Sondermüll von den Filtern in das Salzbergwerk.

  • Weiterhin Zerstörung des Plettenbergs durch den Kalksteinabbau.
  • Weiterhin Gefährdung der Trinkwasserquellen.
  • Weiterhin Zerstörung von Flora und Fauna.

Neu ist die Richtung des Abbaus auf dem Plettenberg durch die Genehmigung des Landratsamts.

Bedenkenlos.

Profitabel wird unser gemeinsames Gut verprasst. Der kurzfristige Profit ist der Maßstab des Handelns.

Was wissen wir, ob die nächsten Generationen den Rohstoff Kalk für andere Unternehmungen braucht?

Autor:  Gebhard Wörner, Balingen

Quelle: schwabo

https://swmh-epaper.s4p-iapps.com/webreaderv3/index.html#/723902/15

04.01.2021

Müll mit anderen Augen sehen
Zu: Verbrennungsproblematik
Die Ressourcen werden immer knapper. Müll enthält wertvolle Rohstoffe, Potential für die Zukunft. Müllverbrennung bedeutet Rohstoffvernichtung in riesigem Ausmaß.
Allein in der BRD verpesten über 60 Müllverbrennungsanlagen die Luft, vergiften Boden und Wasser. Weltweit sind es über 2500. Auch mit modernsten Filteranlagen entweichen hochgiftige Stoffe in die Luft, allein 0,5 Mikrogramm Dioxin pro verbrannter Tonne Müll.
Diese Giftstoffe schädigen den Stoffwechsel, schwächen das Immunsystem, schädigen die Erbanlagen, rufen Krankheiten hervor und sind krebserregend. Nach offiziellen Angaben nahm schon vor einigen Jahren jeder Mensch 60 Picogramm Dioxin und polychlorierte Kohlenwasserstoffe pro Kilogramm Körpergewicht und Monat mit der Nahrung auf.
Aus der geplanten Korn‘schen Anlage entweichen nach deren eigenen Angaben 0,5 Gramm Schadstoffe pro Jahr und verbrannter Tonne Müll in die Luft. Das sind bei geplanter Verbrennung von 75 000 Tonnen 37 500 Gramm zum Teil hochtoxischer Stoffe.
Und gerade bei modernsten Filteranlagen sind die Rückstände in Filtern und Schlacken von solch extremer Giftigkeit, dass ein neues, nahezu unlösbares Entsorgungsproblem entsteht. Bei der Verwandlung wertvoller Rohstoffe in Giftstoffe durch Verbrennung auch noch von „Kreislaufwirtschaft“ zu reden, ist ein Hohn.
Ebenso dient der Begriff „Thermische Verwertung“, aufgebracht von der rot-grünen Schröder-Fischer-Regierung mit Trittin als Umweltminister, der Irreführung der Bevölkerung.
Echte Kreislaufwirtschaft bedeutet möglichst vollständige Rückgewinnung aller wiederverwendbaren Materialien. Dazu muss bereits bei der Produktionsplanung die Rückgewinnung und Wiederverwertung berücksichtigt werden.
Aber Rohstoffvergeudung und Wegwerfproduktion sind die kapitalistische Realität. Für recyclebar wird nur das erklärt, was Profit bringt. Aber Müllvermeidung und Recycling sind heute in viel größerem Umfang technisch möglich. Das Profitprinzip steht in krassem Gegensatz zu den gesellschaftlichen Notwendigkeiten einer echten Kreislaufwirtschaft und der Zukunft kommender Generationen.
Denn eine Produktionsweise, die die natürlichen Ressourcen verwertet, aber nicht wiederverwertet und erneuert, zerstört langfristig die Lebensgrundlagen der Menschheit. Deshalb: Müll mit anderen Augen sehen. Über das Standarddenken hinausgehen! Müllverbrennung muss verboten werden.

Autor:  Thomas Voelter, Landhausstrasse 28, Tailfingen
Quelle: zak
https://epaper2.zak.de/ePaper/