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Traufkante soll erhalten bleiben

Balingen-Weilstetten. Intensiv hat sich der Ortschaftsrat Frommern mit der südlichen Erweiterung des Steinbruchs Plettenberg befasst. Es ging um die Stellungnahme der Stadt Balingen zum Änderungsantrag, die heute, Dienstag, auf der Tagesordnung des Gemeinderats steht.

Ortvorsteher Wolfgang Schneider stellte klar, dass es nicht um die Immissionen des Betriebs der Firma Holcim in Dotternhausen gehe, sondern um die geplante Erweiterung des bestehenden Steinbruchs um eine weitere Abbaufläche mit rund 8,78 Hektar in südlicher Richtung. Der Ortschaftsrat war sich einig, dass der jetzige Anblick der Traufkante, abgesehen von der bereits teilweise abgebauten östlichen Traufkante, erhalten bleiben soll.

Ortschaftsrat Klaus Hahn stellte die Frage, warum damals eine Genehmigung zur Öffnung der Ostseite erteilt worden war. Ihm falle es schwer, jetzt über etwas zu beraten, das bereits von einer Behörde genehmigt wurde. Er unterstütze die Stadt Balingen darin, einen unabhängigen und externen Sachverständiger zu fordern, der ständig die Abgase und Immissionen der Firma Holcim überprüfe.

Eine grundsätzliche Zustimmung der Stadt Balingen für das neu hinzukommende Abbauareal wurde von mehreren Ortschaftsräten abgelehnt. Zur Anregung der Stadt Balinge, die nicht für den Kalksteinabbau benötigten Flächen und die im Zuge der Renaturierung wieder neu anzulegenden Naturraumflächen dauerhaft unter Schutz zu stellen, sprach sich das Gremium dafür aus, die Formulierung "Anregung" durch "Forderung" zu ersetzen.

 

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Skizze: Stadt Foto: Schwarzwälder Bote