Informationen zum Thema Müllverbrennung

 

12.02.2021

Für Außenstehende schwer zu verstehen - warum?

1. Grenzwerte
Eines der Probleme liegt in der Angabe der Grenzwerte. In der 17. BISchV werden die Grenzwerte nicht in Jahrestonnen sondern sind in mg/m3 angegeben. Allerdings fehlen die Abluftmengenangaben in der Verordnung.
Die Werte des LUBW in den Umweltberichten sowie die Werte der CO2-Zertifikate werden in Tonnen angegeben. In anderen Umweltberichten werden die Mengenangaben wieder in kg angegeben (Verwirrung).
Daher wird das Vergleichen schwierig. Es lässt sich für "Laien" nicht so schnell ein direkter Vergleich ziehen. Das erschwert das Verstehen der Problematik.
  Sicherlich haben dadurch auch die Behörden und politisch Verantwortlichen sowie "Fridays for Future" damit Probleme, sonst würden manche Entscheidungen sicherlich anders ausfallen.

2a. Warum ist diese Thematik gerade bei Zementwerken so schwer zu verstehen?
Zur Befeuerung der Drehöfen werden im Holcim-Zementwerk Dotternhausen bis zu 100 %   Ersatzbrennstoffe (EBS) eingesetzt. EBS besteht aus einer Mixtur von unterschiedlichem Müll wie Plastik, Sonderglasabfälle, Dachpappe, Autoreifen, Altöle u. a.
Zur Verbrennung wird Luft (Sauerstoff) in den Verbrennungsvorgang geblasen. Diese Luftströme schwanken gewaltig. Im Zementwerk Dotternhausen werden jede Stunde zwischen 130.000 m3 bis zu genehmigten 300.000 m3 Luft durch den Drehofen bzw. den Kamin geblasen. Die Menge ist abhängig von dem gerade für den Brennvorgang benötigten Sauerstoff.

  Durch die Abluft aus dem Kamin werden die giftigen Emissionen in die Umwelt abgegeben. Der größte Teil der mit giftigen Emissionen angereicherten Abluft wird auf Grund der Hauptwindrichtung vom Holcim- Zementwerk Dotternhausen Richtung Nord-Ost (Hauptwindrichtung) getragen. In dem Windrichtungskorridor liegen die Städte Balingen, Hechingen, Reutlingen, Stuttgart.
Kommt der Wind aus Osten, sind Schömberg und Rottweil betroffen. Auch die Steilabhänge der Albberge spielen für die Luftströme eine große Rolle (Spoilerwirkung).

2b. Im Gegensatz zu einer Öl-Befeuerung, kann der Brennprozess bei EBS nicht genau 
       kontrolliert werden

Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzungen der EBS mit Müll kann keine kontrollierte Verbrennung durchgeführt werden wie z. B. bei der Verbrennung mit Öl oder Kohle, da die Wärmewerte des Brennmaterials (Müll), aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung (z. B.: Gelbe Säcke) sehr stark schwanken. Die Brennstoffzusammensetzung von EBS wechseln laufend.
  Bei einer Ölheizung weiß man genau den Wärmewert des Öls sowie dessen Zusammensetzung. Aufgrund der Düsenbohrung erhält man die Menge des Öldurchsatzes in einer bestimmten Zeit und weiß, wie viel Öl in einem bestimmten Zeitraum verbrannt und welche Luftzufuhr-Einstellung benötigt wird, um eine ideale Verbrennung zu erhalten. Bei den Überprüfungen durch den Kaminfeger wird die Einhaltung der Emissionen überwacht. Sind die Werte der Heizanlage einmal richtig eingestellt, ändern sie sich praktisch nicht mehr.
Eine kontrollierte Verbrennung ist bei der Verwendung von EBS (Müll-Mixtur) in Zementwerken aus o. g. Gründen fast nicht möglich.
   Das dürfte mit ein Grund sein, warum das Holcim-Zementwerk die vorgeschriebenen gesetzlichen Werte nicht einhalten kann und daher Sondergenehmigungen benötigt.
Eine Regulierung der Luftschadstoffe zur Klimaverbesserung und Verminderung der Luftschadstoffe lässt sich nur über die Abgasreinigungsanlagen (Filter, Katalysatoren) am Kaminaustritt vornehmen. Die Abluft muss kontinuierlich mit geeichten Messgeräten überwacht werden.

3. Zusammenhang von Grenzwert und Emissionen in der Abluft
Der Grenzwert gibt die zugelassene maximale Schadstoffmenge eines bei einer Verbrennung entstehenden Giftstoffes an, der über das Kamin in die Umwelt ausgestoßen werden darf.
 Maßeinheit: mg/m3   oder  ng/m3   oder  µg/m3
Das absolute Gesamtgewicht der Giftstoffe entscheidet letztendlich über die Belastung und Schädigung von Mensch und Umwelt.
Bei Giftstoffen wie Quecksilber, Thallium, Benzol, Dioxine oder auch Feinstäube (Aerosole) sind schon Millionstel Gramm (Mikrogramm) gesundheitsgefährdend (µg/m3).

Berechnung des Gesamtgewichts der Giftstoffe:

Absolutes Gewicht der Schadstoffmenge = Grenzwert (mg/m3; ng/m3; µg/m3) * Luftmengenstrom ( m3 )

(In den Immissionsschutzgesetzen werden die Grenzwerte z. B. für Stickoxide, Schwefeldioxide, Ammoniak oder Cges (auch TOC oder VOC genannt) u. a. in mg je  m3 an gegeben.)

4. Berechnungsbeispiele:


Stickoxide NO2 (Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid): 

  • Gesetzlicher Grenzwert ab 01.01.2019:   200 mg/m3
  • Im Zementwerk Dotternhausen werden jede Stunde zwischen 130.000 m3    bis zu genehmigten 300.000 m3 Luft (Luftmengenstrom) durch den Drehofen bzw. den Kamin geblasen.

Angenommener Luftmengenstrom für unser Beispiel z. B. 220.000 m3 / Stunde an 330 Arbeitstagen


Bei Einhaltung der Grenzwerte dürfen folgende Schadstoffmengen in die Umwelt geblasen werden:
In der Stunde:   220.000 m3 x 0,0002 kg/m3 =  44 kg
Je Tag:               220.000 m3 x 0,0002 kg/m3 x 24 = 1056 kg
Im Jahr:             220.000 m3 x 0,0002 kg/m3 x 24 x 330 Betriebstage = 348.480 kg = 348,48 t

Die SCR-Filtertechnik (Katalysator am Kaminende)würde gegenüber der SNCR-Technik (Einblasen von Ammoniak in Brennkammer) eine um ca. 40-50% höhere Reduzierung der Stickoxide erbringen.

Zum Vergleich:
Müllverbrennungsanlagen (MVA) schaffen sogar einen Schadstoffausstoß mit ca. 50-70 mg/m3
Im Jahr:    220.000 m3 x 0,00007 kg/m3 x 24 x 330 Betriebstage = 121.968 kg = 121,968 t

MVA: 121,968 t   --  Holcim: 348,48 t  -- Was für ein Unterschied!!!!!

Kohlenmonoxid (CO):
Statt wie in der Bundesimmissionsschutzverordnung vorgeschriebenen 50 mg Kohlenmonoxid  pro Kubikmeter Luft wurde der Wert für Holcim auf 1800 mg pro Kubikmeter im Tagesmittel festgelegt.

  • Gesetzlicher Grenzwert ab 01.01.2019:   50 mg/m3
  • Im Zementwerk Dotternhausen werden jede Stunde zwischen 130.000 m3 bis zu genehmigten 300.000 m3 Luft (Luftmengenstrom) durch den Drehofen bzw. den Kamin geblasen.

Angenommener Luftmengenstrom für unser Beispiel z. B. 220.000 m3 / Stunde an 330 Arbeitstagen


Bei Einhaltung der Grenzwerte dürfen folgende Schadstoffmengen in die Umwelt geblasen werden:

In der Stunde:   220.000 m3 x 0,00005 kg/m3 =  11 kg
Je Tag:               220.000 m3 x 0,00005 kg/m3 x 24 = 264 kg
Im Jahr:             220.000 m3 x 0,00005 kg/m3 x 24 x 330 Betriebstage = 87.120 kg = 87,120 t

 

Durch die Sondergenehmigung wurde für Holcim der Grenzwert auf 1800 mg/m3festgelegt.
Ergebnis: Es sind viel höhere Emissionen erlaubt. Die in die Umwelt geblasenen Schadstoffmengen erhöhen sich um ein Vielfaches:
In der Stunde:    220.000 m3 x 0,0018 kg/m3 =  396 kg
Je Tag:               220.000 m3  x 0,0018 kg/m3 x 24 = 9504 kg = 9,504 t
Im Jahr:             220.000 m3  x 0,0018 kg/m3 x 24 x 330 Betriebstage = 3.136,320 kg = 3136,32 t

Nach den Holcim-Angaben von 2019 wurde im Jahresmittel CO = 1000,77 mg/m3 gemessen.
Das bedeutet: Im Jahr fallen
220.000 m3  x 0,00100077 kg/m3 x 24 x 330 Betriebstage = 1743.619,7 kg = 1743,6197 t   CO an

Am 04.05.2020 wurde ein Spitzenwert von 2457 mg/m3 CO  bei Holcim gemessen:
220.000 m3  x 0,002457 kg/m3 x 24 x 330 Betriebstage = 4281.076,7 kg = 4281,0767 t CO an

Gesetzlich zulässig sind aber nur 87,120 t Kohlenmonoxid CO im Jahr

Ammoniak (NH3):
Für Ammoniak während der Direktbetriebszeit gelten für Holcim 60 mg pro Kubikmeter Luft als Tagesmittel aufgrund der Sondergenehmigung.
Die Verordnung sieht eigentlich nur die Hälfte, 30 mg, vor.

  • Gesetzlicher Grenzwert ab 01.01.2019: 30 mg/m3
  • Im Zementwerk Dotternhausen werden jede Stunde zwischen 130.000 m3    bis zu genehmigten 300.000 m3 Luft (Luftmengenstrom) durch den Drehofen bzw. den Kamin geblasen.

 

Angenommener Luftmengenstrom für unser Beispiel z. B. 220.000 m3 / Stunde an 330 Arbeitstagen


Bei Einhaltung der Grenzwerte dürfen folgende Schadstoffmengen in die Umwelt geblasen werden:

In der Stunde:  220.000 m3 x 0,00003 kg/m3 =  6,6 kg
Je Tag:               220.000 m3  x 0,00003 kg/m3 x 24 = 158,4 kg
Im Jahr:             220.000 m3  x 0,00003 kg/m3 x 24 x 330 Betriebstage = 52.272 kg = 52,272 t

 

Durch die Sondergenehmigung wurde für Holcim der Grenzwert im Direktbetrieb auf 60 mg/m3   festgelegt.
Ergebnis: Es sind zu bestimmten Zeiten viel höhere Emissionen erlaubt. Die in die Umwelt geblasenen Schadstoffmengen erhöhen sich um das Doppelte bei Ammoniak.
In der Stunde:   220.000 m3 x 0,00006 kg/m3 =  13,2 kg
Je Tag:               220.000 m3 x 0,00006 kg/m3 x 24 = 316,8 kg = 0,3168 t
Im Jahr:             220.000 m3 x 0,00006 kg/m3 x 24 x 330 Betriebstage = 104.544 kg = 104,544 t

Gesamtkohlenstoff (Cges):
Das Dotternhausener Werk darf 50 mg Gesamtkohlenstoff im Tagesmittel ausstoßen, hier sieht der Grenzwert nur 10 mg vor.

  • Gesetzlicher Grenzwert ab 01.01.2019: 10 mg/m3
  • Im Zementwerk Dotternhausen werden jede Stunde zwischen 130.000 m3 bis zu genehmigten 300.000 m3 Luft (Luftmengenstrom) durch den Drehofen bzw. den Kamin geblasen.

 

Angenommener Luftmengenstrom für unser Beispiel z. B. 220.000 m3 / Stunde an 330 Arbeitstagen


Bei Einhaltung der Grenzwerte dürfen folgende Schadstoffmengen in die Umwelt geblasen werden:
In der Stunde:   220.000 m3 x 0,00001 kg/m3 =  2,2 kg
Je Tag:               220.000 m3 x 0,00001 kg/m3 x 24 = 52,8 kg
Im Jahr:             220.000 m3 x 0,00001 kg/m3 x 24 x 330 Betriebstage = 17.424 kg = 17,424 t


Durch die Sondergenehmigung wurde für Holcim der Grenzwert auf 50 mg/m3  festgelegt.
Ergebnis: Es sind viel höhere Emissionen erlaubt. Die in die Umwelt geblasenen Schadstoffmengen erhöhen sich um ein Vielfaches:
In der Stunde:   220000 m3 x 0,00005 kg/m3 =  11 kg
Je Tag:               220000 m3 x 0,00005 kg/m3 x 24 = 264 kg
Im Jahr:             220000 m3 x 0,00005 kg/m3 x 24 x 330 Betriebstage = 87.120 kg = 87,120 t

5. Fazit: Die Schadstoffmenge der Abluft aus dem Kamin (gemessen in Tonnen, Kilogramm) macht die Luftverschmutzung aus und nicht die Grenzwerte.
Wenn Holcim immer wieder verkündet, die Grenzwerte werden alle eingehalten und sogar weit unterschritten, bezieht sich das immer auf die vom Regierungspräsidium genehmigten Grenzwerte der Sondergenehmigung. Je großzügiger die Ausnahmen gewährt werden, umso weniger besteht die Gefahr der Überschreitung durch Holcim. Die Behörden ersparen sich so ein eingreifen. Umwelt und Gesundheit werden aber durch die Spitzenwerte belastet.
Die Sondergenehmigung für höhere Grenzwerte des Regierungspräsidium für das Holcim-Zementwerk-Dotternhausen zählt zu den großzügigsten in ganz Deutschland und liegt weit über den gesetzlichen Grenzwerten, die ab 01.01.2019 gelten.

6. Abhilfe: Die Schadstoffe aus dem Zementwerk in Dotternhausen könnten schnell und einfach um 50-6o % durch SCR Filteranlagen, heute Stand der Technik, von einer Stunde auf die andere reduziert werden. Es würde bedeuten, dass doppelt so viel Schadstoffe verhindert würden, als die ganze Industrie der Stadt Stuttgart heute ausstößt.

Autor: Norbert Majer, 1.Vorsitzender NUZ e.V.

05.02.2021

Die Nerven liegen blank

Durch das Knattern und Rattern der neuen Holcim-Seilbahn wird das Verständnis der Bürger überstrapaziert!!!

Eine Anwohnerin und Betroffene, die an der Seilbahnstrecke wohnt und direkt betroffen ist, schreibt:

  • Die Seilbahn ist deutlich zu laut. Anlieger werden durch die Seilbahngeräusche gewaltig gestört. Die Wohnwerte werden erheblich beeinträchtigt sowie die Grundstückswerte stark gemindert. Selbst in der Natur sind die Störungen nicht mehr hinnehmbar.
    Eigentlich sollte diese Seilbahn stillgelegt werden, bis eine Lösung für die Lärmbelästigung gefunden wurde.
  • Zudem ist immer noch unklar, ob es noch öfter passiert, dass Loren während der Fahrt entleeren, umkippen und damit Bürger gefährden.
  • Die beantragte Süderweiterung wird uns einen großen Teil unseres Naherholungsgebiete Plettenberg rauben. Biotope, Fauna und Flora und selbst  seltenste Vogelarten werden zerstört.
    Es bleibt zu hoffen, dass nun das zuständige Regierungspräsidium zugunsten von Mensch und Natur entscheidet.
  • Die Rauchgasreinigungen des Zementkonzerns sind veraltet und entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik (heute: Katalysatorische Reinigungssysteme).
    Emissionen können nur durch Ausnahmegenehmigungen eingehalten werden.
    Die Emissionsbelastungen und Einhaltung der Grenzwerte lassen sich nicht bis auf die Halbstundenmittelwerte nachvollziehen, da der Einbau einer elektronischen Fernüberwachung vom Konzern ausbleibt. Das RP Tübingen weigert sich, diese Messwerte herauszugeben.
    Die am meisten toxischen Stoffe werden nur einmal jährlich nach Vorankündigung gemessen.
  • Neben den Zementherstellungsbelastungen gibt es noch zusätzliche Emissionen durch ein Großkraftwerk zur Stromerzeugung mit der "dreckigen" Ölschieferverbrennung. Die Höhe der Emissionen der Ölschieferverschwelung werden vom Konzern verschwiegen, da bei der Ölschieferverschwelung weit höhere Emissionen erzeugt werden.
    Die Offenlegung der Emissionswerte sind laut Holcim Betriebsgeheimnisse.

    Vergleich der Heizwerte:
      3500  kJ/kg  Ölschiefer *)
    35000 kJ/kg  Steinkohle
    *) Anzumerken ist, dass bei der Ölschieferverbrennung weit höhere Giftstoffe freigesetzt werden als bei Steinkohle.
  • Durch die Zufeuerung von Abfall, u.a. auch Sondermüll, der als Brennstoff in der Zementproduktion verwendet wird, entstehen durch den Zulieferverkehr gewaltige Belastungen durch starkes LKW-Verkehrsaufkommen (Lärm) und deren Abgase für die Bürger der Gemeinde Dotternhausen und Umgebung.
  • Die Sprengungen im Steinbruch rütteln regelmäßig an unseren Häusern oder erschrecken uns und unsere Kinder. Unklar bleibt, inwiefern Schäden an Gebäuden den Sprengungen zuzuordnen sind.
  • usw.usw.

Das Maß ist voll, unser Verständnis ist längst überstrapaziert.


Da hilft auch kein noch so marketingweichgespültes,
nichtssagendes
Schreiben, das an die Anlieger der Seilbahnstrecke vom Holcim-Zement-Werk erging (siehe beigefügte Anlage).

Frage: "Wann wachen unsere Behörden und Politiker endlich auf und schützen die Menschen und die Natur vor Ort nachhaltig vor solchen nicht durch Gesetz gedeckten gesundheitsschädigenden und sachwertmindernden Belastungen??????

Download
An unsere Nachbarschaft im Bereich der Seilbahn
Schreiben von Holcim an die Anlieger
20210205-holcim an Anwohner.pdf
Adobe Acrobat Dokument 46.2 KB

10.10.2020

Sind Ängste berechtigt???
Die in dem Leserbrief vom 07.10.2020 geäußerten Ängste von Renate Schmidt sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen, wenn man die kurz unten stehende zusammengefasste Chronologie liest.

Download
Chronologie-Grenzwerterhöhung
Chronologie-Grenzwerterhöhung.pdf
Adobe Acrobat Dokument 505.1 KB

26.09.2020

Warum kann Schwenk-Zement Grenzwerte einhalten und Holcim Dotternhausen nicht???

 

Seit Jahren fordert NUZ die veraltete SNCR-Filteranlage bei Holcim Dotternhausen mit einer SCR-Filteranlage, die dem heutigen Stand der Technik entspricht, zu ergänzen.

Holcim wehrt sich vehement dagegen. Sie konnte sich bis jetzt immer wieder auf "die Hilfe" des Regierungspräsidium Tübingen verlassen. Zwar hat das RP Tübingen bereits schriftlich 2015 Holcim angedroht, wenn die gesetzlichen Grenzwerte zum 01.01.2019 nicht eingehalten werden, verliert Holcim die Betriebsgenehmigung.
Ab 01.01.2019 wurden die Grenzwerte vom Gesetzgeber durch die 17. BImSchV, Anlage 3 drastisch reduziert. Über ein Jahr lang in 2015 bis 2016 wurde dann auch vom RP Tübingen vehement die Nachrüstung der SCR-Filter gefordert.
Was tat das RP Tübingen danach? Es wurden über die gesetzlichen Grenzwerte hinaus, im Februar 2017 viel höhere Überschreitungsmöglichkeiten (Grenzwerte) genehmigt. Das RP Tübingen genehmigte Holcim im Dezember 2018 nochmals schnell durch eine Sondergenehmigung für Kohlemonoxyde nochmals viel zu hohe Grenzwerte von 1800 mg.


Holcim war damit nicht mehr gezwungen, moderne SCR-Filteranlagen einzubauen. 


Ganz anders bei Schwenk Zement KG im Werk Mergelstetten. Dort wurde eine dem heutigen Stand der Technik entsprechende SCR-Filteranlage eingebaut.
Folge: Schwenk Zement KG, Werk Mergelstetten kann die neuen niederen Grenzwerte der 17. BImSchV einhalten und liegt sogar weit darunter.
Schwenk Zement tat etwas für die in ihrem Bereich wohnenden Menschen sowie der Umwelt, durch drastische Senkung der Emissionen.

Die Werte können in beiliegender PDF-Datei von Schwenk Zement KG, Werk Mergelstetten nachgelesen werden:
Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Emissionen der Ofenanlage des Zementwerkes Heidenheim-Mergelstetten nach §23 der Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen /17.BImSchV).
Berichtzeitraum: 01.01. bis 31.12.2019

 

Anmerkung:

Siebzehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen - 17. BImSchV)

Download
Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Emissionen der Ofenanlage des Zementwerkes Heidenheim-Mergelstetten
Werte können in beiliegender PDF-Datei von Schwenk Zement KG, Werk Mergelstetten nachgelesen werden:
Berichtszeitraum: 01.01. - 31.12.2019
2019-SCR-Mergelstetten.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.1 MB

Bodenuntersuchung auf Schwermetalle durch die BI pro-Plettenberg 1. Quartal 2017
Die Proben wurden an 8 Orten genommen die keiner landwirtschaftlichen Nutzung unterzogen werden, die einen Düngemitteleinsatz erfordern
würden, was eine Belastung durch Düngemittel somit ausschließt. Es wurden Einzelproben aus einer Tiefe von zirka 10 cm bis 15 cm
entnommen. Das heißt, die Überschreitung der sogenannten Hintergrundbelastung (natürliche Bodenbelastung) müsste durch direkten Eintrag
oder über Luftverfrachtung entstanden sein. Auffällig ist die Ausbreitungsrichtung in Punkto Grenzwertüberschreitungen von Süden nach
Nordost, die wiederum auf die Hauptwindrichtung in Baden Württemberg schließen lässt. Bestätigt wird diese Annahme durch die Bodendaten
des LGRB, die eben diese Ausbreitung in Bezug auf Schwermetallbelastung ebenso aufzeigt.
Da wir unsere Untersuchung nur auf wenige, jedoch aussagefähige Punkte beschränkten, haben wir die Karten des LGRB in unsere Auswertung
mit einbezogen. Beim genauen Betrachten der sogenannten Hintergrundbelastung, also natürliche Belastung, traten erhebliche Zweifel auf, ob
es sich tatsächlich um natürliche Belastungen handelt.

Download
Bodenuntersuchung auf Schwermetalle
In der Anlage befindet sich das Ergebnis der Bodenprobe vom 1. Quartal 2017, die Martin Stussak durchgeführt hat.
Die Ergebnisse sind hochinteressant.
Damals wurde noch kein Glas von holcim mit verbrannt!!!
Durch die Glasverbrennung dürften die Ergebnisse nicht besser geworden sein.
BodenUntersuchug von Stussak.pdf
Adobe Acrobat Dokument 3.0 MB
05.05.2000 - Zur Erinnerung:

Antrag der Abg. Walter, Kretschmann, Oelmayer, Dr. Schäfer, Stolz  Bündnis 90/Die Grünen

Download
Antrag der Abgeordneten Bündnis 90/Die Grünen und Stellungnahme des Ministeriums für Umwelt und Verkehr
Thema: Ausweitung der Mitverbrennung von Abfällen im Zementwerk
Auszug aus Begründung: .... Wir haben damals mehrfach deutlich gemacht, dass die in den Genehmigungsbescheiden enthaltenen Emissionsgrenzwerte von den eigentlich gesetzlich vorgegebenen Grenzwerten für die Mitverbrennung von Abfällen (sog. Mischgrenzwerte auf der Grundlage von § 5 Abs. 3 der 17. BImSchV) deutlich abweichen, ohne dass es dafür nachvollziehbare Gründe (z.B. wirtschaftliche Unvertretbarkeit) gegeben hätte.
Nach unserer Auffassung – dies haben wir mehrfach deutlich gemacht – sind die damals ausgesprochenen Genehmigungen rechtswidrig ergangen.
12_5159_D-Kretschmann.pdf
Adobe Acrobat Dokument 27.5 KB
10.07.1998 - Zur Erinnerung:

Antrag des Abg. Winfried Kretschmann u. a. Bündnis 90/Die Grünen

Download
Antrag des Abg. Winfried Kretschmann u. a. Bündnis 90/Die Grünen
Antrag des Abg. Winfried Kretschmann u. a. Bündnis 90/Die Grünen
und
Stellungnahme des Ministeriums für Umwelt und Verkehr
Verbrennung von Abfällen in den Zementwerken Allmendingen und Schelklingen

hier: Stand der Technik
ob sie die Auffassung teilt, daß es ausgehend vom Stand der Technik möglich
ist, ähnlich wie bei Müllverbrennungsanlagen auch bei Zementwerken
spezielle Rauchgasreinigungsanlagen (z. B. Aktivkohlefilter, SCR- bzw
SNCR-Anlagen etc.) einzubauen,
Kretschmann.pdf
Adobe Acrobat Dokument 193.9 KB
.
 · 

Giftmüll - Killer, die im Abfall lauern

Bild anklicken
Bild anklicken

 

odysso - Wissen im SWR

 

Giftmüll - Zeitbomben im Untergrund

 

11.7.2019 | 22.00 Uhr | Filmdauer 44:36 min

 

Verfügbar bis: 11.7.2024, 9.00

 

 

 

 

Wir produzieren Unmengen Müll, auch giftigen Müll. Was passiert damit und wo werden die giftigen Abfälle gelagert?
Und sind sie dort auch auf ewig sicher verwahrt?

 

 Bild anklicken
Bild anklicken

 

odysso - Wissen im SWR

 

Giftmüll
- Killer, die im Abfall lauern

 

11.7.2019 | 22.00 Uhr | Filmdauer  2:26 min

 

Verfügbar bis: 11.7.2024, 9.00

 

 

 

Bei der Müllverbrennung bleibt am Ende ein Giftcocktail übrig, der es in sich hat. "Die Großen Vier" sind wahre Killer - und auch die gefürchteten Dioxine können entstehen.

 

 

 

Bild anklicken
Bild anklicken

 

odysso - Wissen im SWR

 

Giftmüll
- Alles sicher? Von wegen!

 

11.7.2019 | 22.00 Uhr | Filmdauer 8:34 min

 

Verfügbar bis: 11.7.2024, 9.00

 

 

Konkrete Gefahren werden in Langzeitsicherheitsgutachten nicht ausreichend berücksichtigt. Nun kommt heraus: Salzbergwerk Heilbronn doch nicht so stabil, wie über Jahre behauptet.

 

 

 Bild anklicken
Bild anklicken

 

odysso - Wissen im SWR

 

Giftmüll
- Zeitbombe unter Tage

 

11.7.2019 | 22.00 Uhr | Filmdauer 8:21 min

 

Verfügbar bis: 11.7.2024, 9.00

 

 

Millionen Tonnen Giftmüll werden im Salzbergwerk Heilbronn/Kochendorf entsorgt. Experten befürchten: Der gefährliche Abfall ist dort auf lange Zeit nicht sicher!

 

 

 Bild anklicken
Bild anklicken

 

odysso - Wissen im SWR

 

Giftmüll
- Wie aus Giftmüll ein Baustoff 
   wird

 

11.7.2019 | 22.00 Uhr | Filmdauer 6:11 min

 

Verfügbar bis: 11.7.2024, 9.00

 

 

Enorm viele gefährliche Abfälle landen in alten Bergwerken und nicht in dafür geschaffenen Untertagedeponien. Ein einträgliches Geschäft für Bergwerksbetreiber und Abfallbranche.

 

 

 Bild anklicken
Bild anklicken

 

odysso - Wissen im SWR

 

Giftmüll -
Wehe wenn das Wasser kommt!

 

11.7.2019 | 22.00 Uhr | Filmdauer 7:32 min

 

Verfügbar bis: 11.7.2024, 9.00

 

 

Giftmüll ist in Salzbergwerken nur sicher, solang kein Wasser eindringt. Enorm viele Salzbergwerke sind aber bereits abgesoffen. Experten sagen: Das droht auch in Heilbronn.

 

 

 Bild anklicken
Bild anklicken

 

odysso - Wissen im SWR

 

Giftmüll

- Altlasten sanieren

 

11.7.2019 | 22.00 Uhr | Filmdauer 6:03 min

 

Verfügbar bis: 11.7.2024, 9.00

 

 

Bis Mitte der 70er Jahre wurde Giftmüll oft sorglos im Boden verbuddelt. Die Sanierung der Altlasten ist teuer und aufwendig. Zwei Verfahren werden vorgestellt.

 

 

 

 · 

Wir fordern von Holcim den Einbau geeigneter Filter

 

Sehr geehrter Herr Landrat Pauli,
sehr geehrter Herr Umweltreferent Grieser,

Durch Anfragen an das Regierungspräsidium Tübingen und unzureichenden Antworten zu Schallemissionen und Abgasemissionen des Zementwerkes in Dotterhausen wurden wir, NUZ, vom RP Tü darauf hingewiesen, dass nochmals orientierenden Lärmmessungen von Herrn Körner, Landratsamt Zollernalbkreis, beantragt und vorgenommen werden sollten und könnten.

Dies fordern wir nun ein und beantragen  im Namen vieler Bürger konkrete sofortige Lärmimmissionsmessungen und Luftschadstoffmessungen  und  konkret des Grundstückseigentümers   am Grundstück Schömberger Str.2, (die Genehmigung der Eigentümer liegt vor), sowie an der Buswartestelle B 27 und an der Bergstation Seilbahn Dotternhausen, über mehrere Tage und Wochen , auch zu Nachtzeiten, entsprechend dem Hinweis des RP Tü Lärmmessungen  vorzunehmen.  Hier werden immer wieder erhebliche Lärmüberschreitungen und Luftschadstoffüberschreitungen durch  Lärm-, Staub- und Verbrennungsrückstände ( Russflocken), gemeldet. Trotz polizeilichen Anzeigen auch aus Dormettingen ist  leider  nichts  konkretes  geschehen.  Wir bitten auch die LUBW zu veranlassen,dass diese bei der Bushaltestelle an der B27 Stickstoffdioxid- Passivsammler für mindestens ein Jahr aufstellt, auswertet und die Auswertungen monatlich öffentlich bekannt gibt und zwar über das Landratsamt Umweltamt, da leider die Gemeinde Dotternhausen solche Überprüfungen nicht unterstützt.

Bei Recherchen durch die NUZ e.V. sind wir auf das sehr umfassende Energie- und Klimaschutzkonzept Zollernalbkreis der Energieagentur Zollernalb gmbH, verantwortlich Willi Griesser, gestoßen!
In diesem Energie- und Klimaschutzkonzept für den Zollernalbkreis ( über 120 Seiten)  wird mehrfach darauf hingewiesen, dass auch die Umweltbelastungen durch Holcim berücksichtigt worden seien, insbesonders auf die Belastungen pro Kopf des Landkreises.
Wir fragen aber schon, was hat die Hälfte der Kreisbewohner mit den Schadstoffausstössen von Holcim zu tun. Sollen da einfach unangenehme Statistiken geschönt werden ??

Die angeblichen Berücksichtigungen von Holcim-Luftschadstoffbelastungen müssen wir stark anzweifeln, denn die Veröffentlichungen der LUBW = Landesanstalt für Umwelt BW für die Landkreise in Baden Württemberg zeigen ganz andere Zahlenwerte.

Der Zollernalbkreis gehört von allen Landkreisen Bad. Würrt.  mit zu den höchst belastenden Landkreisen in Baden Württemberg, speziell durch unglaubliche Werte von Holcim bei Stickstoffoxiden, Kohlestoffdioxiden, Schwefel, Schwermetallen, Dioxinen und Furane.
Dies kann man in den Umweltberichten der LUBW 2012 und 2014, leider ist der Umweltbericht 2016 immer noch nicht veröffentlicht, für die Hauptschadstoffe nachlesen.
Dabei ist es der wichtigste der Schadstoffvergleiche der Baden-Württ. Industrie.
Auch eine Übersicht des Landesbergamtes auf Anfrage zeigen die teils unglaublichen Schadstoffbelastungen durch das Zementwerk, besonders durch Ölschieferverbrennung aber auch des Pelletswerks in Dotternhausen, immerhin so viel Stickoxidausstoss wie die Industrie der ganzen Stadt Balingen.

Wir fragen und bitten um Antwort, sind diese Emissionswerte des Zementwerkes Dotternhausen oder auch der Pelletsherstellung  in Dotternhausen einfach  bei diesem Klimaschutzkonzept ausgeklammert worden???

Bei
•    rd. 1000 t jährlichen Stickoxiden,
•    800 t Schwiefeldioxiden,
•    Bezolen, 
•    Schwermetallen,
•    Dioxinen und
•    Furanen 
gehören wir zu den belastendsten Landkreisen in Baden Wüttenberg überhaupt.

Wir haben immer wieder auf diese Höchstbelastungen hingewiesen.

Wir fordern von Holcim den Einbau geeigneter Filter, insbesonders von SCR Katalysatoren und die gleichen Abgasreinigungen wie in Müllverbrennungsanlagen vorhanden sind.

Wir bitten, dies auch seitens des Landkreises im Interesse der Gesundheit der Bürger zu fordern und zu unterstützen und dem neuen Kreistag einen Informationsbericht vorzulegen.

Giftige Plastik und Abfallentsorgungen darf es in ungeeigneten Zementwerken nicht geben.
Auf unserer Homepage können Sie vieles nachlesen und prüfen. 

Ihr Norbert Majer 1.Vorsitzender NUZ e.V.

 · 

Verstoß gegen die Pressefreiheit – Der Fisch stinkt oben vom Kopf!

Werte Mitbürger

 

Das Amtsblatt Dotternhausen druckt weder redaktionellen Teil noch kostenpflichtige Anzeigen von mir oder dem Verein ab. Wer kennt einen RA der bezgl. Presserecht Erfahrungen hat. Bitte sofort bei mir melden.

 

Bitte Info möglichst vielen Leuten versenden, vor allem den Link mit YouTube Beitrag „Giftschleuder Zementwerke“.

 

Möglichst vielen Leuten! Der Verstoss der Pressefreiheit wird ausgesessen!

 

Die wöchentliche Flut von Klagen und Beschwerden von Holcim und Gemeindeseite sind unerträglich und bald nicht mehr auszuhalten.

 

Es geht hier um mehr. Bestehende Gesetze müssen eingehalten werden. Und wenn sich die Staatsanwaltschaft hinweg duckt, stimmt in unserem Staat irgendetwas nicht mehr.

 

Die Geldgier mancher Konzerne frisst die Demokratie auf!

 

Zu was haben wir Naturschutzgesetze, wenn besonders geschützte Vögel einfach weggesprengt werden. Das Landratsamt war darüber informiert aber der Landrat war genau in dieser Zeit beim Wandern!!!

 

Inzwischen steht fest, dass das Landratsamt oder zumindest Teile davon in diesen teuflischen Plan miteingeweiht waren, auch in die Rodung. O. Jedenfalls haben Sie sich mit anderen Behörden abgesprochen und diese Straftat verdeckt.

 

Meine ganze Hoffnungen liegt bei der Generalstaatsanwaltschaft die den Vorfall auf dem Tisch hat.

 

Oder was ist mit dem Holcim-Gutachter Dr. Tränkle: Er erstellt vorsätzlich falsche Gutachten und der Regionalverband liegt diese deutlich erkennbar getürkten Berichte der Regionalversammlung zur Abstimmung vor. Dr. Seidemann hat dies schon länger gewusst.

 

Und wie ist der Vorgang im Gemeinderat in Balingen zu bewerten: Laut Verwaltung seien sie nicht betroffen und sollen keine Meinung haben!!!

 

Der Fisch stinkt oben vom Kopf! Arme Bananenkolonie Zollernalb!

 

Siegfried Rall

Download
Zum Nachlesen: Presserechtlicher Leitfäden für Amtsblätter
131.9 KB